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Frauen sterben nach Po-VergrĂ¶ĂŸerung – Urteil gegen Arzt

dpa, Von Martin Höke

Aktualisiert am 16.11.2021Lesedauer: 2 Min.
Der angeklagte Arzt sitzt mit Maske im Saal des Landgerichts (Archivbild): Er wurde unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge in zwei FÀllen verurteilt.
Der angeklagte Arzt sitzt mit Maske im Saal des Landgerichts (Archivbild): Er wurde unter anderem wegen Körperverletzung mit Todesfolge in zwei FÀllen verurteilt. (Quelle: David Young/dpa-bilder)
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Der Wunsch nach einem grĂ¶ĂŸeren Po treibt Frauen weltweit in die HĂ€nde von Schönheitschirurgen. In DĂŒsseldorf bezahlten zwei von ihnen mit dem Leben. Ihr Operateur ist dafĂŒr nun verurteilt worden.

FĂŒr den Tod zweier Frauen nach Po-VergrĂ¶ĂŸerungen hat das DĂŒsseldorfer Landgericht drei Jahre und vier Monate Haft gegen den Operateur verhĂ€ngt. Das Gericht verurteilte den Arzt am Dienstag wegen Körperverletzung mit Todesfolge in zwei FĂ€llen und wegen Titelmissbrauchs. ZusĂ€tzlich verhĂ€ngte das Gericht vier Jahre Berufsverbot und ordnete die Einziehung der OP-Honorare in Höhe von 26.000 Euro an.

Die Patientinnen mĂŒssten ĂŒber die Risiken solcher Operationen "schonungslos aufgeklĂ€rt" werden, sagte Richter Rainer Drees. Eine solche AufklĂ€rung habe aber nach Überzeugung des Gerichts nicht stattgefunden. "Wir schließen aus, dass die Patientinnen sich dem Risiko ausgesetzt hĂ€tten, wenn sie die Alternative von zwei Operationen gekannt hĂ€tten", so der Richter.

Urteil in DĂŒsseldorf: Verteidiger wollen in Revision gehen

Zwei von ihnen, 20 und 42 Jahre alt, starben 2018 und 2019 jeweils kurz nach dem Eingriff. Der Operateur habe den Frauen jeweils weit mehr als die empfohlene Menge FlĂŒssigkeit und Körperfett entnommen und das Fett wieder eingespritzt. Damit sei das Risiko von Komplikationen enorm erhöht gewesen, im Vergleich zur Alternative, die Po-VergrĂ¶ĂŸerung auf zwei schonendere Operationen zu verteilen.

Die Verteidiger des Arztes, der von der Boulevardpresse "Dr. Po" genannt wird, hatten einen Freispruch gefordert. Sie kĂŒndigten umgehend Revision an. Der Staatsanwalt hatte vier Jahre und neun Monate Haft beantragt.

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Der Mediziner hatte bis zum Schluss seine Unschuld beteuert: Er habe bei den beiden Patientinnen nur gemacht, was er bei vielen anderen auch gemacht habe.

Auch den Vorwurf des Titelmissbrauchs sah das Gericht als erwiesen an: Der Mediziner habe seinen Doktortitel ohne den notwendigen Landeszusatz "(ir)" fĂŒr Iran verwendet, obwohl er ihn dort erworben hatte.

Große Nachfrage nach Po-VergrĂ¶ĂŸerungen

Der Wunsch nach einem ĂŒppigen Hinterteil lĂ€sst bei Schönheitschirurgen in aller Welt die Kassen klingeln. Besonders populĂ€r ist der sogenannte "Brazilian Butt Lift". Bei dieser Methode wird körpereigenes Fett etwa von Bauch oder Oberschenkeln abgesaugt und ins GesĂ€ĂŸ gespritzt.

Die Methode wird von vielen plastischen Chirurgen wegen ihres Risikos aber als kritisch gesehen. Die Sterberate wird auf 1:3.000 beziffert: Gelangen die winzigen Fettbrocken in die Blutbahn, droht eine tödliche Embolie.

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Die Internationale Gesellschaft fĂŒr Ästhetisch-Plastische Chirurgie hatte Ende vergangenen Jahres berichtet, dass die GesĂ€ĂŸchirurgie bei allen chirurgischen Eingriffen weltweit das höchste Wachstum aufwies: Die Zahl der GesĂ€ĂŸvergrĂ¶ĂŸerungen nahm 2019 um 38,4 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr zu.

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