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Untersuchungsausschuss verhört Staatssekretär Heinisch

Von dpa
Aktualisiert am 13.04.2022Lesedauer: 2 Min.
Staatssekretär Jan Heinisch (Archivbild): Der CDU-Politiker war während der Flutkatastrophe im Urlaub.
Staatssekretär Jan Heinisch (Archivbild): Der CDU-Politiker war während der Flutkatastrophe im Urlaub. (Quelle: Sven Simon/imago-images-bilder)
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Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss will nun Staatssektretär Jan Heinisch verhören. Der CDU-Politiker war während der Flutkatastrophe drei Wochen im Urlaub – und brach ihn auch nicht ab.

Nach Medienberichten um einen längeren Frankreich-Urlaub während der Flutkatastrophe soll nun auch der Staatssekretär im Kommunalministerium, Jan Heinisch (CDU), vom Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) verhört werden. Die SPD-Fraktion reichte nach dpa-Informationen am Dienstagabend einen entsprechenden Beweisantrag ein.

Das Kommunalministerium hatte gegenüber der "WAZ" bestätigt, dass Heinisch vom 3. bis 25. Juli in Frankreich im Urlaub gewesen sei. Auch der Feuerwehrverband, dessen Landesvorsitzender Heinisch ist, war nach eigenen Angaben über die Abwesenheit informiert.

Düsseldorf: Untersuchungsausschuss auf Antrag der SPD

Als Verbandschef hatte sich Heinisch nach Beginn der Katastrophe Mitte Juli öffentlich über den Einsatz seiner Kollegen geäußert ("Wir werden auch in den nächsten Tagen noch gebraucht werden"). Zudem hatte er den Familien der getöteten Feuerwehrleute kondoliert. Wie durch die "WAZ"-Recherchen heraus kam, geschah beides aus dem Frankreich-Urlaub heraus.

Die SPD will den Politiker sowohl wegen seiner Rolle als Staatssekretär als auch Verbandschef vor den Ausschuss zitieren, wie aus dem Beweisantrag hervorgeht. SPD-Obmann Stefan Kämmerling sagte der dpa: "Staatssekretär Dr. Heinisch war nach Medienberichten während und nach der Flut für drei Wochen in Urlaub in Frankreich und brach diesen auch nicht ab."

Flutkatastrophe: Heinisch bekundet Beileid aus Frankreich-Urlaub

"Sollte dies zutreffen, ist er ein wichtiger Zeuge und kann dazu beitragen, dass der PUA Vertretungsregeln und Zuständigkeiten lückenlos aufklärt und daraus auch Vorschläge für die Zukunft erarbeitet", so Kämmerling.

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Heinischs Chefin, Kommunalministerin Ina Scharrenbach (CDU), ist bereits im Visier der Opposition, da sie anderthalb Wochen nach Beginn der Flutkatastrophe nach Mallorca gereist war.

Sie hatte dort mit Europaminister Stephan Holthoff-Pförtner (CDU) und der damaligen Umweltministerin Ursula Heinen-Esser (CDU) an der Geburtstagsfeier von Heinen-Essers Mann teilgenommen. Die Ministerin war nach der Enthüllung der Feier zurückgetreten.

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