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Wegen Öl-Bohrungen: Aktivist klebt sich bei Habeck-Rede in Düsseldorf fest


Aktivist klebt sich bei Habeck-Rede an Bühne

Von dpa, t-online, ads

Aktualisiert am 14.05.2022Lesedauer: 2 Min.
Robert Habeck (r, Bündnis 90/Die Grünen) spricht mit dem Demonstranten (l): Der Minister beantwortete ihm eine Frage.Vergrößern des BildesRobert Habeck (r, Bündnis 90/Die Grünen) spricht mit dem Demonstranten (l): Der Minister beantwortete ihm eine Frage. (Quelle: David Young/dpa-bilder)
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Bei einer Rede von Wirtschaftsminister Habeck in Düsseldorf hat sich ein junger Mann an die Bühne geklebt. Er kritisierte den Grünen-Politiker offenbar für geplante Öl-Bohrungen in der Nordsee.

Ein mutmaßlicher Klima-Aktivist hat eine Rede von Robert Habeck (Grüne) zum Abschluss des Landtagswahlkampfs in NRW gestört. Er klebte sich mit seiner Hand an die Bühne, auf der der Wirtschaftsminister sprach.

"Du stellst eine Frage, ich antworte und dann mache ich weiter in meiner Rede, okay", sagte der Grünen-Politiker zu dem Störer am Freitag in Düsseldorf. Der junge Mann wollte von dem Minister wissen, warum er in der Nordsee nach Öl bohren wolle.

Habeck: "Strategische Dummheit" führte zu Energie-Abhängigkeit

"Es ist kein Widerspruch, dass wir in einer Zeit, wo Bräsigkeit oder strategische Dummheit der Vorgängerregierung uns in eine Abhängigkeit von einem Diktator geführt hat, die jetzt mindestens indirekt seinen Krieg unterstützt, schnell versuchen wegzukommen von den fossilen Energien aus Russland", sagte Habeck. Dafür müsse man Entscheidungen treffen, die zunächst wie ein Widerspruch aussehen würden.

Der Wirtschaftsminister rief außerdem dazu auf, die Grünen zu wählen, insbesondere in den krisenhaften Zeiten. "Dafür sind wir gegründet worden, in der Krise den Unterschied zu machen und die Krisen zu überwinden", so Habeck.

Düsseldorf: Aktivist gehört offenbar "Letzter Generation" an

Die Klimaaktivismus-Gruppe "Letzte Generation" machte auf Twitter auf die Aktion aufmerksam. Der junge Mann trug bei der Aktion zudem ein T-Shirt mit dem Namen der Gruppe und "Stoppt den fossilen Wahnsinn". Die "Letzte Generation" war zuvor vor allem durch Festklebe-Aktionen auf Straßen in ganz Deutschland bekannt geworden.

In NRW wird am Sonntag ein neuer Landtag gewählt. Die Spitzenkandidatin der Grünen, Mona Neubaur warb: "Bitte nehmen Sie Ihre Nachbarinnen und Nachbarn mit. Erzählen Sie Ihren Arbeitskollegen, Ihren Sportfreunden davon. Rufen Sie Ihre Exfrau an, den Ex-Freund."

Neubaur versprach in ihrer Rede weiter, sich für erneuerbare Energien wie Windkraft einzusetzen. "Eine der ersten Dinge, die wir machen werden, ist, diesen ideologischen, pauschalen Mindestabstand von 1.000 Metern in Nordrhein-Westfalen abzuschaffen."

Verwendete Quellen
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