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Thyssenkrupp in Duisburg: Krise beim Stahlriesen - Jobs in Gefahr?


Wackeln Jobs bei Thyssenkrupp?
Aufsichtsratschef will "Neuaufstellung"

Von dpa
27.02.2024Lesedauer: 1 Min.
Arbeiter in Duisburg bei Thyssenkrupp (Archivfoto): Der Konzern wankt.Vergrößern des BildesArbeiter in Duisburg bei Thyssenkrupp (Archivfoto): Der Konzern wankt. (Quelle: Rupert Oberhäuser/imago-images-bilder)
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Die Stahlbranche hat mit der Konjunkturflaute und der Energiekrise zu kämpfen. Gibt es deshalb bald bei Kündigungen bei Thyssenkrupp? Aufsichtsratschef Gabriel äußert sich.

Der Aufsichtsratschef von Thyssenkrupp Steel, Sigmar Gabriel, hat eine Neuaufstellung von Deutschlands größtem Stahlhersteller angekündigt. "Wir können nicht so weitermachen wie bisher", sagte Gabriel der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ).

Der Konzern Thyssenkrupp Steel benötige "eine grundlegende Neuaufstellung", so Gabriel. "Wir haben Anlagen, die auf eine jährliche Produktion von knapp zwölf Millionen Tonnen ausgelegt sind, aber wir verkaufen derzeit nur etwa neun Millionen Tonnen – Tendenz möglicherweise sogar fallend." Eine gewisse Zeit lasse sich das ohne Anpassungen überbrücken, aber nicht auf Dauer. "Wir alle zusammen im Unternehmen, das Management und die Mitbestimmung, müssen jetzt schauen, dass wir einen Plan entwickeln, der uns in die Zukunft trägt."

Es sei geplant, dass der Vorstand von Thyssenkrupp Steel bis Mitte April ein Konzept vorlegen werde, kündigte Gabriel im WAZ-Interview an. "Wie sich die aktuelle Situation auf die zukünftige Beschäftigung in den nächsten Jahren auswirken kann, ist eine der Fragen, mit denen sich der Stahl-Vorstand selbstverständlich befassen muss. Es kann sicher nicht ausgeschlossen werden, dass bei Kapazitätsanpassungen auch ein Beschäftigungsabbau erfolgt", so Gabriel weiter.

In der Stahlsparte sind etwa 27.000 Menschen beschäftigt, davon rund 13.000 allein in Duisburg. Die Sparte hat derzeit mit der Konjunkturschwäche sowie hohen Energie- und Rohstoffpreisen zu kämpfen. Der Mutterkonzern Thyssenkrupp plant eine Verselbstständigung der Sparte.

Verwendete Quellen
  • Mit Informationen der Nachrichtenagentur dpa
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