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Essen: Kaum noch Hoffnung für Kaufhof-Warenhäuser

Zukunft der Kaufhof-Karstadt-Filialen  

Konzern bricht Gespräche mit Vermietern in Essen ab

10.07.2020, 10:50 Uhr | t-online.de

Essen: Kaum noch Hoffnung für Kaufhof-Warenhäuser. Die Galeria Kaufhof-Filiale am Willy-Brandt-Platz in Essen: Für das Warenhaus gibt es kaum noch Hoffnung. (Quelle: imago images/Udo Gottschalk)

Die Galeria Kaufhof-Filiale am Willy-Brandt-Platz in Essen: Für das Warenhaus gibt es kaum noch Hoffnung. (Quelle: Udo Gottschalk/imago images)

Die Stadt Essen will die beiden Filialen von Galeria Karstadt Kaufhof unbedingt erhalten. Doch der Konzern bleibt offenbar bei seiner Linie – die Warenhäuser werden voraussichtlich schließen.

In Essen besteht kaum noch Hoffnung für die Rettung der beiden Filialen des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof. Die Konzernleitung soll in einer Telefonkonferenz am Donnerstagnachmittag deutlich gemacht haben, dass sie nicht mehr mit den Vermietern der Filialen in Essen verhandeln werde, berichtet die "WAZ".

An der Konferenz nahmen die Essener Geschäftsführung und der Betriebsrat der Galeria-Kaufhof-Filiale am Willy-Brandt-Platz teil, hieß es weiter. Die Beschäftigten des Warenhauses stellen sich nun darauf ein, dass ihre Filiale am 31. Oktober schließen wird. Auch für die Karstadt-Filiale im Einkaufzentrum Limbecker Platz bestehe kaum noch Hoffnung.

Vertreter der Stadt Essen, der Betriebsräte und Gewerkschaften halten ein Plakat: Gemeinsam wollen sie sich für den Erhalt der Karstadt-Kaufhof-Filialen einsetzen. (Quelle: Verdi BZ Ruhr-West)Vertreter der Stadt Essen, der Betriebsräte und Gewerkschaften halten ein Plakat: Gemeinsam wollen sie sich für den Erhalt der Karstadt-Kaufhof-Filialen einsetzen. (Quelle: Verdi BZ Ruhr-West)

Wie "Radio Essen" berichtet, müssen sich die Essener Mitarbeiter in diesen Tagen außerdem entscheiden, ob sie die neuen Verträge einer Transfergesellschaft unterschreiben oder ob sie sich arbeitslos melden werden. Gehen die Mitarbeiter in die Transfergesellschaft, bekommen sie zwar mehr Geld als das Arbeitslosengeld I vorsieht, sie werden aber für nur maximal zwölf Monate beschäftigt, so der Sender. Die Mitarbeiter seien im Schnitt um die 50 Jahre alt. 

Laut Betriebsrat Ulrich Bartel soll ein Anwalt zunächst die Verträge prüfen. Bartel riet den Mitarbeitern, diese erst einmal nicht zu unterschreiben. 

Wie berichtet, hatte der angeschlagene Konzern im Juni verkündet, 62 von 172 Filialen zu schließen. Auch die beiden Essener Filialen befinden sich auf der Liste. In der vergangenen Woche wurde bekannt, dass immerhin sechs Warenhäuser doch noch gerettet werden können, unter anderem in Dortmund und Leverkusen. Die Stadt Essen setzt sich vehement für den Erhalt der beiden Filialen ein, bisher allerdings ohne Ergebnis. Wie es nun in der Stadt weitergeht, ist derzeit noch unklar.

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