Sie sind hier: Home > Regional > Essen >

Corona | Essener Chefvirologe: "Es gibt Hoffnung auf ein Ende der Pandemie"

Essener Chefvirologe  

"Es gibt Hoffnung auf ein Ende der Pandemie"

14.01.2022, 13:38 Uhr | t-online, nhe

Corona | Essener Chefvirologe: "Es gibt Hoffnung auf ein Ende der Pandemie". Der Essener Chefvirologe Professor Ulf Dittmer: Er sieht kaum noch Möglichkeiten für gefährlichere Mutationen des Coronavirus. (Quelle: dpa/Universitätsmedizin Essen)

Der Essener Chefvirologe Professor Ulf Dittmer: Er sieht kaum noch Möglichkeiten für gefährlichere Mutationen des Coronavirus. (Quelle: Universitätsmedizin Essen/dpa)

Es gibt immer mehr Omikron-Fälle. Trotzdem blickt der Essener Virologe Ulf Dittmer vorsichtig optimistisch in die Zukunft  auch wenn er vor steigenden Zahlen in den kommenden Tagen warnt. Der Übergang von der Pandemie zur Endemie sei in Sicht.

Der Essener Chefvirologe Ulf Dittmer macht Hoffnung auf ein Ende der Pandemie. Im Interview mit der "WAZ" sagt er, dass Deutschland voraussichtlich im Sommer den Übergang von der Pandemie zur Endemie erleben könnte. Das würde bedeuten, dass das Virus regional regelmäßig auftaucht und die meisten Menschen durch Impfung oder Infektion eine gewisse Immunität besitzen.

Auch andere Experten geben solche Einschätzungen ab. Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie, Christine Falk, hofft ebenfalls auf einen "schrittweisen Übergang in eine endemische Situation" nach dem Winter. Omikron ist zwar deutlich ansteckender als Delta, allerdings scheint sie zu leichteten Verläufen als bisherige Varianten zu führen. 

Essener Virologe: "Höhepunkt der Omikron-Welle steht bevor"

Dittmer sagt, dass er nicht an eine Ausbreitung neuerer oder gefährlicherer Virusvarianten glaube. Dennoch warnt er in der "WAZ": "Der Höhepunkt der Omikron-Welle steht unmittelbar bevor. Zwar erleben wir keine Überlastung der Intensivstationen, doch droht eine Verstopfung der Normalstationen und Notaufnahmen."

Daher appelliert er an die Menschen, sich weiterhin gegen Corona impfen zu lassen. Ohne diesen Immunschutz hätte es in der Delta-Welle sehr viel mehr Todesfälle gegeben. Ein Appell, dem sich Essens Stadtdirektor Peter Renzel anschließt.


Mit Blick auf die Omikron-Variante schreibt er auf seinem privaten Facebookaccount: "Ich schaue mit großer Sorge auf die nächsten Tage und Wochen". Weiter: "Omikron nistet sich in den oberen Atemwegen ein und infiziert sehr viele, die ungeschützt in seine Nähe kommen. Das Virus lernt schnell. Evolution live."

Mit dem Stand von Donnerstag waren in Essen etwa 900 Omikron-Fälle bekannt. Allerdings würden nur etwa fünf Prozent aller positiven PCR-Tests überprüft. Er gehe daher davon aus, dass Omikron die Deltavariante "jetzt schon komplett verdrängt hat". Eine Impfung sei daher wichtig.

Am Freitag liegt der Inzidenzwert in Essen bei 520,2. Die Hospitalisierungsrate liegt bei 2,95, insgesamt liegen 13 Bürger auf Intensivstationen. Diese Zahl sei zwar trotz der hohen Inzidenzen zuletzt zurückgegangen. Aber mit Blick auf die nächsten Tage und Wochen sagt er: "Das bleibt leider ganz sicher nicht so."

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deKlingel

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: