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Afrikanische Schweinepest: Virus erstmals in Hessen nachgewiesen


Virus erstmals in Hessen nachgewiesen
Erster Fall der Afrikanischen Schweinepest nahe Frankfurt

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 16.06.2024Lesedauer: 2 Min.
Ein Wildschwein liegt auf dem Waldboden (Archivbild): Die Hauptgebiete der Ausbreitung in Deutschland waren bislang vor allem Brandenburg und Sachsen.Vergrößern des BildesEin Wildschwein liegt auf dem Waldboden (Archivbild): Die Hauptgebiete der Ausbreitung in Deutschland waren bislang vor allem Brandenburg und Sachsen. (Quelle: IMAGO/Martin Wagner)
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Die in Deutschland selten auftretende Afrikanische Schweinepest wurde erstmals in Hessen nachgewiesen. Ein nahe Frankfurt gefundenes Tier trug das Virus in sich.

Erstmals ist in Hessen die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen worden – und das nicht weit von Frankfurt entfernt. Ein sterbendes Wildschwein wurde südlich von Rüsselsheim am Main im Landkreis Groß-Gerau erlegt. Der Befund eines Tests war positiv, wie Torsten Reinwald, Sprecher des Deutschen Jagdverbandes, der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Die Bestätigung erfolgte durch das Friedrich-Loeffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit.

In einem Radius von 15 Kilometern um den Fundort herum soll nun eine sogenannte Restriktionszone mit einem generellen Jagdverbot errichtet werden, gab das Hessische Umwelt- und Landwirtschaftsministerium bekannt. Innerhalb dieser Zone liegen auch der Main-Taunus-Kreis, die Landkreise Darmstadt-Dieburg und Offenbach sowie die Städte Frankfurt am Main und Wiesbaden. Am Montag sollen das Veterinäramt und die Gefahrenabwehr des Kreises Groß-Gerau zudem die erste Kadaver-Sammelstelle mit einer Desinfektionsschleuse errichten.

Menschen sollen sich von toten Tieren fernhalten

Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine ansteckende Viruserkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die fast immer tödlich verläuft und gegen welche es keine Impfung gibt. Die Krankheit kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung, Schuhe oder Futter durch den Menschen übertragen werden. Für Menschen und andere Tierarten ist sie allerdings nicht ansteckend oder gefährlich.

Laut Torsten Reinwald, dem Sprecher des Deutschen Jagdverbandes, wurde das Virus vermutlich vom Mensch verbreitet, etwa durch Wurstabfälle. Das Kreisveterinäramt und zahlreiche Jäger suchen nun unter anderem mit Drohnen nach weiteren betroffenen Tieren.

Die Bürger Frankfurts sowie anderer Regionen innerhalb der Restriktionszone sind dazu aufgerufen, auffällige oder tote Wildschweine umgehend der Polizei zu melden und sich von ihnen fernzuhalten, um eine weitere Verbreitung des Virus zu vermeiden. Der erste Fall der Afrikanischen Schweinepest bei einem Wildschwein in Deutschland wurde 2020 in Brandenburg bestätigt. Seither gab es Ausbrüche vor allem in Brandenburg und Sachsen, aber auch vereinzelt in Mecklenburg-Vorpommern und Baden-Württemberg.

Transparenzhinweis
  • Dieser Text wurde mit maschineller Unterstützung erstellt und redaktionell geprüft. Wir freuen uns über Hinweise an t-online@stroeer.de.
Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
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