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Kapituliert Sylt jetzt vor den Punks?

Von Markus Krause

Aktualisiert am 29.06.2022Lesedauer: 3 Min.
Punks auf Sylt: Wie soll es mit den besonderen Gästen weitergehen? Diese Frage stellte sich im Hauptausschuss der Gemeinde.
Punks auf Sylt: Wie soll es mit den besonderen Gästen weitergehen? Diese Frage stellte sich im Hauptausschuss der Gemeinde. (Quelle: Eibner/imago-images-bilder)
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Was in Großstädten allgegenwärtig ist, sorgt auf Sylt für Probleme: bettelnde Punks und Obdachlose. Die Gemeinde bittet jetzt das Land um Hilfe.

Sylt ist mit den Punks in Westerland überfordert. Zu diesem Schluss kamen am Dienstagabend Lokalpolitiker, Verwaltung sowie Bürger und betroffene Gastronomen und Händler, berichtet das "Abendblatt". Doch wie es rund um die Dicke Wilhelmine – den Brunnen, um den die besonderen Gäste seit Einführung des 9-Euro-Tickets campieren – weitergehen soll, darüber gibt es unterschiedliche Ansichten.

Vor allem die Geschäftsleute machten ihrem Ärger in der Hauptausschusssitzung in Westerland Luft. Sie leiden wegen der Punks unter erheblichen Umsatzeinbußen. Auch kritisierten sie laut "Abendblatt" die Betonblöcke, die Bürgermeister Nikolas Häckel hatte aufstellen lassen, um den Missbrauch eines Durchgangs neben einem Ladengeschäft als Toilette zu verhindern.

Sylt: Schluss mit Deeskalation

Stattdessen forderten die Gewerbetreibenden den ständigen Einsatz eines Sicherheitsdienstes. Dieser sei laut der Zeitung auch beschlossen worden. Künftig soll der Dienst von 13 Uhr bis 1 Uhr nachts patrouillieren. Er löse die sogenannten Stadtlotsen ab, die bislang von Donnerstagmittag bis Sonntagabend durch die Stadt gingen. Ihnen wird diese Aufgabe nicht zugetraut.

Die "Stadtlotsen" wurden in Pandemiezeiten eingesetzt, um auf die Corona-Regeln hinzuweisen. Mit der neuen Aufgabe seien sie komplett überfordert, sagte der Ausschussvorsitzende Holger Flessau (CDU). Auch Ordnungsamtsleiterin Gabriele Gotthardt sagte, dass die Stadtlotsen bislang auf Deeskalation gesetzt hätten. Das solle sich durch die Einführung des Ordnungsdienstes nun ändern.

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Massiver Alkoholkonsum und Betteln sorgt für Ärger

Dazu kommen zwei weitere Maßnahmen: die Aufstellung von mobilen Toiletten und die Suche nach einem Streetworker, der Kontakt zu den Punks aufnehmen soll. Dennoch forderten die Händler und Gastronomen, dass weiterhin hart durchgegriffen werde.

"Wenn ein Betrunkener in Unterhose Gäste auf einer Restaurantterrasse aggressiv anbettelt", oder in der Fußgängerzone gegrillt werde, sei das nicht hinzunehmen, sagte ein Gastronom laut "Abendblatt". Das Problem: Die neuen Gäste würden "trinken und trinken und trinken" sowie die Passanten mit Betteln belästigen.

Sylter Gastronomen und Händler resignieren

Deshalb wurde auch abermals ein Alkoholverbot in der Innenstadt diskutiert. Das sei jedoch nicht umsetzbar. "Dafür fehlt uns schlichtweg die Rechtsgrundlage", sagte Bürgermeister Häckel schon im t-online-Interview. Genauso wie Platzverweise, die laut Gotthardt nur erteilt werden könnten, wenn es dafür entsprechende Vorkommnisse gebe. "Dann kapitulieren wir vor allem", sagte daraufhin ein Geschäftsmann laut "Abendblatt".

Auch ein Wirt machte seinen Unmut deutlich. Stündlich komme es zu Straftaten, außerdem gebe es immer wieder Schlägereien. Die Polizei rufe er nicht mehr an, weil die davon nur genervt sei und ohnehin gefühlt erst Stunden später komme. "Wir sind mit unserem Latein am Ende. Wir können alle so kein Geld verdienen", so der Wirt.

Anarchisten kommen auf die Nordseeinsel

Dennoch scheint sich die Gemeinde den Problemen inzwischen bewusst zu sein. Aus diesem Grund habe Häckel das Ministerium in Kiel angeschrieben, aber noch keine Reaktion erhalten, berichtete er laut "Abendblatt" in dem Ausschuss.

In einem weiteren Runden Tisch werden die Gemeindeverwaltung, Vertreter des Tourismus, des Dehoga, der Feuerwehr und Polizei über das kommende Wochenende beraten. Dieser soll am Mittwochabend stattfinden. Hintergrund: Für Samstag um 18 Uhr ist eine Demonstration der anarchistischen Szene unter dem Motto "Freiheit für Sylt" auf der Nordseeinsel angemeldet. Die Veranstalter rufen dazu auf, laut und kreativ zu sein sowie Spaß zu haben.

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