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Emotionale Ansage aus Sylt – Bürgermeister Häckel: "Kein Ghetto der Reichen"


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"Sylt ist kein Ghetto der Reichen"

Von t-online, mkr

Aktualisiert am 14.07.2022Lesedauer: 2 Min.
Nikolas Häckel, Sylter Bürgermeister, an der Promenade (Archivbild): Die öffentliche Wahrnehmung der Insel nennt er einen "Schlag ins Gesicht".
Nikolas Häckel, Sylter Bürgermeister, an der Promenade (Archivbild): Die öffentliche Wahrnehmung der Insel nennt er einen "Schlag ins Gesicht". (Quelle: Carsten Rehder/dpa-bilder)
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Emotionaler Aufruf von Nikolas Häckel: Der Bürgermeister von Sylt richtet auf Facebook klare Worte an die Presse, die Demonstranten sowie die Einwohner.

"Sylt ist kein Ghetto", schreibt Nikolas Häckel, Bürgermeister der gleichnamigen Gemeinde, in einem emotionalen Beitrag auf Facebook. Das wisse jeder, der sich "auch nur ein klein wenig" mit der Nordseeinsel beschäftige und sie "nicht als Plakat für eigene Ideologien nutzt", schreibt der 48-Jährige. Dazu ein Foto von sich in schwarz-weiß.

Häckel betont, dass Sylt "wie jede andere Stadt auch" eine bunte Gesellschaft sei, die Sorgen und Nöte habe und "Menschen, die hart für ihren Lebensunterhalt arbeiten". So würden viele Einwohner Wohngeld oder andere Sozialleistungen erhalten, außerdem hätten viele Sylterinnen und Sylter Zweit- oder sogar Drittjobs, um sich das Leben auf der Nordseeinsel leisten zu können.

Sylt eine Insel nur für Reiche? "Schlag ins Gesicht"

Deshalb kämpfe auch Sylt mit Problemen. Der Bürgermeister spricht über Obdachlosigkeit und Altersarmut und den schwierigen Wohnungsmarkt, der "extrem angespannt" sei. Dazu kämen täglich mehr als 4.500 Pendler auf die Insel, um dort zu arbeiten. Deshalb sei es ein "Schlag ins Gesicht" für alle Sylterinnen und Sylter, sagt Häckel, wenn nur von den Reichen auf Sylt geredet werde.

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Dabei würde nämlich völlig übersehen werden, "wie viele hier 'Normalos' sind, sich Tag für Tag durch den bundesweit üblichen Alltag kämpfen, ihre Familien durch harte Arbeit gut versorgen und ihnen eben nicht die 'gebratenen Tauben' zufliegen oder der Kaviar kiloweise in den Mund fällt."

Bürgermeister findet klare Worte für Presse und Demonstranten

Was folgt, ist ein eindringlicher Appell: "Niemand sollte dies vergessen, die Medien sollten dies nicht ignorieren und Demonstranten sollten schauen, ob Sylt für ihre Parolen wirklich der richtig gewählte Ort ist."

Gemeint ist wohl die mediale Aufmerksamkeit, die Sylt seit Start des 9-Euro-Ticket Anfang Juni erfährt – insbesondere die Berichterstattung rund um die Punks, die vor allem im Zentrum von Westerland seit Wochen campieren. Dazu kommen verschiedene Protest-Aktionen auf Sylt, wie die am kommenden Samstag geplante Demonstration des linken Bündnisses "Wer hat, der gibt" oder einen Aufmarsch der Partei "Die Rechte", der am 30. Juli stattfinden soll.

Die Motivation für den Beitrag begründet Häckel so: "Nun stehen einige Demos an und ich finde, die Realität auf Sylt wird oft verkannt und/oder falsch dargestellt", sagt der Bürgermeister t-online. Er hoffe, dass er damit vielen Einwohnern der Insel aus dem Herzen spreche. Für die Zukunft wünscht sich der 48-Jährige, dass "die Vielfalt der Sylterinnen und Syltern gesehen und die gesellschaftliche Situation real dargestellt wird".

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Verwendete Quellen
  • Facebook-Beitrag von Bürgermeister Nikolas Häckel
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