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Diese Nordsee-Insel ist teurer als Sylt – neuer Ort für Reiche und Schöne?


Diese Nordseeinsel ist teurer als Sylt

  • Markus Krause, Regio-Redakteur für Hamburg.
Von Markus Krause

Aktualisiert am 21.07.2022Lesedauer: 3 Min.
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Der Strand in Kampen und eine typische Pferdekutsche mit Gepäckanhänger am Bahnhof von Langeoog: Was die Übernachtungspreise angeht, ist Sylt in diesem Jahr nicht Spitzenreiter.
Der Strand in Kampen und eine typische Pferdekutsche mit Gepäckanhänger am Bahnhof von Langeoog: Was die Übernachtungspreise angeht, ist Sylt in diesem Jahr nicht Spitzenreiter. (Quelle: Chris Emil Janßen & blickwinkel/imago-images-bilder)
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Sylt wird häufig als die "Insel der Reichen und Schönen" bezeichnet. Preislich hat in diesem Jahr jedoch eine andere Nordseeinsel die Nase vorn.

Wer in diesem Sommer Urlaub auf Langeoog machen will, muss tief in die Tasche greifen. Das zeigt eine exklusive Auswertung des Reiseportals HomeToGo. Betrachtet wurde der Zeitraum 1. Juni bis 12. Juli für Check-in Daten zwischen dem 1. August und dem 1. September 2022. Auch auf Sylt haben die Preise angezogen, nicht aber so sehr wie auf der ostfriesischen Insel.

Auf Langeoog bezahlen Urlauber in diesem Jahr für Übernachtungen in einer Ferienwohnung oder einem Ferienhaus einen medianen Preis pro Nacht von 213 Euro. Auf Sylt liegt dieser bei "nur" 189 Euro. Der mediane Preis, der sich aus allen vorhandenen Daten zusammensetzt, betrachtet dabei nur die Werte, nicht wie oft welcher Wert vorkommt, und bildet daraus den Mittelwert.

Sylt ist in diesem Jahr günstiger als Langeoog

Vergleicht man die Daten mit denen des Vorjahres, so zeigt sich, dass im vergangenen Jahr zum selben Zeitraum der mediane Preis der verfügbaren Unterkünfte auf beiden Inseln weit unter dem diesjährigen Preis lag. "Das bedeutet aber nicht, dass die Preise unbedingt um die Differenz gestiegen sind", sagt Jonas Upmann, Sprecher von HomeToGo, t-online. Vielmehr seien in diesem Jahr nur noch die hochpreisigen Unterkünfte im Vergleichszeitraum verfügbar und die günstigeren bereits gebucht worden.

Dass die Preise auf Langeoog in diesem Jahr deutlich angezogen haben, bestätigt auch der Deutsche Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga). "Die Preise sind um 15 bis 20 Prozent höher als im Vorjahr", sagt Birgit Kolb-Binder, 1. Vorsitzende des Dehoga Bezirksverbandes Ostfriesland, t-online. Diese Entwicklung habe sich schon im vergangenen Jahr abgezeichnet.

Als Grund gibt Kolb-Binder die Tarifverhandlungen sowie die Kosten im Wareneinkauf, für Personal und Energie an. Zum Glück gebe es dennoch keine Probleme mit den Gästen, sagt die Besitzerin des "Hotel Kolb". Auch eine Veränderung beim Publikum auf der Nordseeinsel stelle sie nicht fest. "Es gibt immer noch sehr viele Familien mit Kindern. Da sehe ich keine große Differenz im Vergleich zu den Vorjahren."

Preissteigerungen natürlich auch auf Sylt

Auf Sylt ist man sich ebenfalls bewusst, dass die Preise gestiegen sind. "Es überrollt uns momentan, alles ist teurer geworden", sagt Dirk Erdmann, 1. Vorsitzender des Dehoga Sylt, t-online. Auch er führt die bereits genannten Gründe an. Angst, dass dadurch nun die "normalen" Urlauber wegbleiben, hat er aber nicht.

"Ich kann dieses 'Insel der Reichen' nicht mehr hören. Wir haben auf Sylt 80.000 Betten, wir haben Campingplätze. Da ist für jeden Geldbeutel etwas dabei", sagt der Inhaber des Hotel Rungholt in Kampen. Es seien gerade Sommerferien, auf der Insel seien Schulklassen unterwegs und natürlich auch völlig normale Menschen.

Nur noch wenige Angebote auf Langeoog verfügbar

Unterschiede zeigen sich auch bei der Anzahl der Angebote auf den beiden Inseln. Während es bei HomeToGo auf Sylt 18.267 Inserate gibt, stehen auf Langeoog insgesamt 348 Angebote zur Verfügung. Außerdem unterscheiden sich die Unterkünfte, zum Beispiel in ihrer Ausstattung, voneinander.

Das führt dazu, dass es auf Sylt auch Ferienwohnungen und -häuser gibt, die über dem medianen Preis von Langeoog liegen – aber eben auch darunter. Deshalb rät der Reiseexperte Upmann, in diesem Jahr möglichst flexibel zu sein. Das betreffe nicht nur die Reisedauer und die Reisezeit, sondern auch die Ausstattung und das Reiseziel.

Oft gebe es nur wenige Kilometer von beliebten Hotspots noch freie Unterkünfte. Dazu gehe der Trend weg vom starren Samstags-Check-in und viele Anbieter würden inzwischen auch unter der Woche Gäste begrüßen, so der HomeToGo-Sprecher. Mit diesen Tipps ließen sich häufig noch bezahlbare Unterkünfte an der Lieblingsdestination finden.

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Verwendete Quellen
  • Preisvergleich der Inseln Sylt und Langeoog von HomeToGo
  • Telefonat mit Dehoga Ostfriesland
  • Telefonat mit Dehoga Sylt
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