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Hells Angels trauern um "Vollstrecker": Brutale Vergangenheit


Hells Angels trauern um ihren "Vollstrecker"

Von t-online, mtt

Aktualisiert am 12.02.2023Lesedauer: 2 Min.
Peter Grabe: Der berüchtigte Hells Angel ist tot.Vergrößern des BildesPeter Grabe: Der berüchtigte Hells Angel ist tot. (Quelle: Facebook/Harbor City - Support)
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Sie nannten ihn "Zick Zack", "Jesus" oder "Vollstrecker": Einer der berüchtigtsten Hamburger Hells Angels ist gestorben. Die Todesursache gibt Rätsel auf.

Es ist das Frühjahr 1986, seit anderthalb Jahren stehen 13 Hells Angel vor Gericht. Die Vorwürfe lauten unter anderem auf Körperverletzung, Vergewaltigung, Zuhälterei und Schutzgelderpressung. Es ist ein Mammutprozess, der internationales Aufsehen erregt. Beim Schlussplädoyer pickt sich der Staatsanwalt einen aus der Schar der Angeklagten ganz besonders heraus. Er nennt den hünenhaften Zwei-Meter-Mann ein "leibhaftiges Schreckensbild".

Dieser Mann war Peter Grabe, damals Vizepräsident der Hamburger Rockerbande, bekannt unter Spitznamen wie "Zick Zack", "Jesus" oder auch "Vollstrecker". Diesen Montag ist er in einem Krankenhaus der Hafenstadt gestorben.

Hamburger Hells Angel: Todesermittlungsverfahren eingeleitet

Im Internet trauern nun seine Kumpane um ihn. Einer schreibt: "Er blieb bis zur letzten Stunde mehr als nur ein Freund, er blieb im Herzen immer ein Hells Angel. Wir alle vom Hells Angels MC Harbor City trauern."

Grabe wurde 72 Jahre alt. Laut den Facebook-Posts seiner Freunde hatte er die Hells Angels schon vor längerer Zeit wegen Krankheit verlassen. Die Polizei hat ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, wie ein Polizeisprecher t-online sagte. Heißt: Für die Ärzte ist die Todesursache noch unklar. Die Beamten wollen es nun genauer wissen.

Überfall auf Kneipe: Grabe zwang Frau, ihm die Stiefel zu lecken

Grabe, mit vollem Namen Karl-Peter Alfons Wilhelm Grabe, galt als brutale Erscheinung. Von den verurteilten Angeklagten im Hamburger Hells-Angels-Prozess erhielt er 1986 die höchste Strafe: Er wurde als Vizepräsident zu sieben Jahren Haft verurteilt, während sein Chef mit fünf Jahren davonkam.

Ein Überfall, den Grabe anführte, verdeutlicht seine Methode ganz besonders: Im Sommer parkte er seine Harley vor dem "Pickenpack" am Schulterblatt, mit weiteren Rockern im Schlepptau betrat er die Kneipe. Dort zwang er eine Frau: "Leck mir die Stiefel!"

Die Bande griff Berichten zufolge Essen von Tellern, warf es durch den Laden. Ein Hells Angel erbrach sich auf die Theke. Das Geschäftsmodell: Die Hells Angels verlangten eine monatliche "Wegbleibegebühr". Wer sie nicht zahlte, erlebte Terror. Der damalige "Pickenpack"-Wirt erklärte: "Die rustikalen Auftritte führten zu einer gewissen Appetitlosigkeit bei den Gästen."

Verwendete Quellen
  • facebook.com: Beiträge zum Tod von Peter Grabe
  • Nachfrage bei der Polizei Hamburg
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