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"Ausländer raus"-Video von Sylt: HAW Hamburg will Studentin rauswerfen


HAW Hamburg
Hochschule prüft Rauswurf der "Ausländer raus"-Ruferin von Sylt

Von t-online, pb

Aktualisiert am 28.05.2024Lesedauer: 2 Min.
Gebäude der HAW in Hamburg und die Studentin: Ihr droht der Rauswurf von der Hochschule.Vergrößern des BildesGebäude der HAW in Hamburg und die Studentin: Ihr droht der Rauswurf von der Hochschule. (Quelle: Montage/t-online)
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Seit Tagen führt ein Video aus einem Sylter Club zu Diskussionen. Mitten drin: eine Hamburger Studentin. Die Präsidentin ihrer Hochschule reagiert.

Für eine junge Frau, die sich an einem rassistischen Gesang im Sylter Nobelclub "Pony" kürzlich beteiligt hatte, gibt es weitere Konsequenzen: Der Hamburger Studentin steht nun ein Exmatrikulationsverfahren an ihrer Hochschule, der HAW Hamburg, bevor. Zuvor war sie bereits von der Hamburger Influencerin Milena Karl entlassen worden. Für diese hatte die Frau bislang als Assistentin gearbeitet.

An dem Exmatrikulationsausschuss, der den Fall prüfen soll, sollen auch HAW-Studenten beteiligt werden. Ein zweimonatiges Hausverbot, durch das die junge Frau nun auch die Lehrveranstaltungen der HAW nicht mehr besuchen kann, habe die Studentin wegen ihres Verhaltens auf Sylt bereits erhalten, teilte die Hochschule am Montagabend in einem Facebook-Post mit.

Video | Sylter "Pony"-Clubbetreiber veröffentlicht neue Aufnahmen
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Quelle: t-online

Mehreren Menschen aus Sylt-Video drohen berufliche Folgen

In dem Beitrag heißt es zudem: "Es liegt in unser aller Verantwortung, dass diese Hochschule ein Ort ist, an dem Menschen unabhängig von ihrer Nationalität, ethnischen Herkunft, Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung oder ihrer sexuellen Identität willkommen sind. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen!"

Auf der Plattform Reddit kursierte zudem ein Schreiben an die HAW-Studenten und Dozenten, das von der Hochschulpräsidentin Ute Lohrentz stammen soll und die sich darin "erschüttert und beschämt" über das Sylt-Video äußert.

Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Volksverhetzung

Während der Pfingstfeiertage hatte die Hamburger Studentin mit einer Gruppe zur Melodie des Partyhits "L'amour toujours" von Gigi D’Agostino rassistische Parolen gebrüllt. Die Szenen lösten bundesweit Empörung aus – auch Bundeskanzler Olaf Scholz äußerte sich dazu.

Die Staatsanwaltschaft Flensburg hat in dem Fall mittlerweile Ermittlungen eingeleitet. Oberstaatsanwalt Thorkild Petersen-Thrö erklärte: "Wir ermitteln wegen Verdachts der Volksverhetzung und wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen."

Konsequenzen hatte das umstrittene Video nicht nur für die Hamburger Studentin: Auch zwei weitere Personen aus dem Video wurden von ihren Firmen freigestellt beziehungsweise gekündigt, weitere Arbeitgeber von anderen Beteiligen wollen die Vorwürfe prüfen.

Verwendete Quellen
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