Sie sind hier: Home > Regional > Hamburg >

Hamburg bereitet sich auf Ansturm nach Suezkanal-Stau vor

Nach Suezkanal-Stau  

Hamburger Hafen bereitet sich auf Ansturm vor

30.03.2021, 14:24 Uhr | dpa

Hamburg bereitet sich auf Ansturm nach Suezkanal-Stau vor. Container auf dem Schiff "Ever Given": Am Hamburger Hafen wurden 100.000 Quadratmeter zusätzliche Lagerflächen für Container geschaffen. (Quelle: imago images/UPI Photo)

Container auf dem Schiff "Ever Given": Am Hamburger Hafen wurden 100.000 Quadratmeter zusätzliche Lagerflächen für Container geschaffen. (Quelle: UPI Photo/imago images)

Etwa 370 Schiffe haben nach der Blockade des Suezkanal auf die Weiterfahrt durch die Schifffahrtsstraße gewartet. Das hatte auch Auswirkungen auf den Hamburger Hafen. Dort bereitet sich die Stadt auf einen Ansturm vor.

Nach dem Ende der Suezkanal-Blockade bereitet sich der Hamburger Hafen vorsorglich auf einen Ansturm der zuvor im Stau stehenden Seeschiffe vor. "Wir stellen uns auf eine höhere Auslastung unserer Anlagen ein", sagte ein Sprecher der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. So werde etwa zur Lagerung von Export-Containern eine zusätzliche Fläche von rund 100.000 Quadratmetern aktiviert.

Die HHLA betreibt als größtes Container-Umschlagsunternehmen drei der vier Terminals im Hafen und hat im vergangenen Jahr 6,8 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen. Insgesamt wurden 8,5 Millionen TEU umgeschlagen. Wegen der tagelangen Blockade des Suezkanals durch die 400 Meter lange "Ever Given" haben sich nach Angaben der ägyptischen Kanalbehörde an beiden Kanalenden fast 370 Schiffe aufgestaut. Bis Dienstagvormittag verließen bereits erste Schiffe den Kanal, Dutzende durchquerten ihn, wie der Schifffahrtsdienstleister Leth Agencies und das Seefahrt- und Logistikunternehmen GAC mitteilten.

Besonderer Druck auf den Vorhäfen

Welches der Schiffe und wann genau nach Hamburg fährt, ist bislang unklar. Üblicherweise dauert die Fahrt vom Suezkanal bis in die Hansestadt nach Einschätzung des Verbands Deutscher Reeder zehn Tage. Auch welches Schiff welchen Hafen anlaufe, sei Sache der Reeder, sagte der HHLA-Sprecher. Hamburg sei auf den Routen zwischen Asien und Europa in der Regel nicht der erste Anlaufpunkt, sondern meistens Rotterdam.

"Besonderer Druck wird also zunächst auf den Vorhäfen lasten", sagte der Sprecher. Möglicherweise entschieden die Reeder dann aber, doch zuerst deutsche Häfen wie Wilhelmshaven, Bremerhaven und Hamburg anzulaufen.

Angespannte Lage noch weit bis in den Sommer

Die HHLA geht davon aus, dass die bereits seit Monaten angespannte Lage bei den Schiffsanläufen noch bis weit in den Sommer andauern wird. Die Suezkanal-Blockade sei da nur ein Teil des Problems. Hinzu kämen Störungen wegen der Corona-Pandemie, der Brexit, Winter- und Frühjahrsstürme oder der Arbeitskampf im Rotterdamer Hafen.

Der HHLA-Sprecher zeigte sich aber überzeugt: "Wir sind technisch und personell so aufgestellt, dass wir auch die kommenden Wochen zuverlässig bewältigen werden." Wichtig sei aber, dass alle Teilnehmer in der logistischen Lieferkette dazu ihren Beitrag leisteten und kooperierten.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
10-Tages-Vorhersage

Alba Modatchibo.deOTTODeichmannbonprix.deLIDLBabistadouglas.deamazon.de

shopping-portal