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Niedersachsen: Umweltminister Lies warnt vor Hitze-Tagen


Dramatische Warnung vor Hitze-Tagen
Niedersachsens Umweltminister: "Zeit der gemäßigten Sommer ist vorerst vorbei"

Von t-online, pas

16.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Ein Thermometer zeigt über 30 Grad an (Symbolbild). Am Wochenende wird eine Hitzewelle erwartet.Vergrößern des BildesEin Thermometer zeigt über 30 Grad an (Symbolbild). Am Wochenende wird eine Hitzewelle erwartet. (Quelle: localpic/imago-images-bilder)
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Am Wochenende werden in Hannover Temperaturen über 30 Grad erwartet. Was für viele Menschen nach Urlaubsfeeling und Badespaß klingt, bedeutet für andere ernste gesundheitliche Risiken. Daher warnt jetzt auch das Umweltministerium vor immer mehr Hitzetagen.

Der heißeste Tag in Hannover liegt bereits viele Jahrzehnte zurück: Am 21. August 1943 soll das Thermometer in Langenhagen auf 38,0 Grad geklettert sein. Voraussichtlich wird dieser Wert auch an diesem Wochenende nicht übertroffen werden, doch die Anzahl der Hitzetage in Niedersachsen steigt. Niedersachsens Umwelt- und Klimaschutzminister Olaf Lies (SPD) sagte am Donnerstag dazu: "Die Zeit der gemäßigten Sommer ist vorerst vorbei".

In dem Schreiben, das t-online vorliegt, erklärt Lies, dass die bevorstehenden Tage den Niedersachsen vor Augen führen würden, wie drastisch der Handlungsdruck sei. Vor der ersten Hitzewelle des Jahres zeige sich, dass mehr für Klimaschutz getan und sich das Land stärker auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten müsse.

Welche Hitzeaktionspläne schlägt Umweltminister Lies vor?

Neben einem sorgsameren Umgang mit Wasser, appelliert der Gesundheitsminister an Niedersachsens Kommunen eigene Hitzeaktionspläne zu planen und umzusetzen. Dabei gehe es um akute Maßnahmen für das kommende Wochenende, wenn die Temperaturen in Hannover erstmals die 30 Grad-Marke knacken, aber auch um langfristige Lösungen. Laut Lies sollten auf lange Sicht vor allem bauliche Maßnahmen greifen, wie zum Beispiel versiegelte Flächen wieder natürlicher zu gestalten. Aber auch die Schaffung von Wasser- und Grünflächen könne eine Lösung sein, so der Minister.

Vor allem die vulnerablen Gruppen, also ältere und kranke Menschen, sind während der Hitzetage besonders gefährdet. Dies gelte gerade in Städten, in denen sich die Hitze während der heißen Tage staut. Das Umweltbundesamt warnt explizit vor Problemen des Herz-Kreislaufsystems zu denen zunehmende Hitzebelastung führen kann.

Auch bodennaher Ozon, welcher durch intensive Sonneneinstrahlung und eine hohe Lufttemperatur entstehen kann, bilde eine gesundheitliche Belastung. Kreislaufprobleme, Kopfschmerzen und Benommenheit sind typische Folgen, wenn dann das körpereigene Kühlsystem überlastet. Modellrechnungen würden über 5.000 zusätzliche Sterbefälle pro Jahr durch Hitze bereits bis zur Mitte dieses Jahrhunderts alleine in Deutschland vorhersagen.

Niedersachsens Behörden warnen vor heißen Tagen (Symbolbild).
Niedersachsens Behörden warnen vor heißen Tagen (Symbolbild). (Quelle: Andreas Haas/imago-images-bilder)

"Heiße Tage", "Hitzetage" und "Tropennächte"

Die Kenngröße "Heiße Tage" oder "Hitzetage" und "Tropennächte" des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden zur Beurteilung von gesundheitlichen Belastungen verwendet. Demnach ist ein "Heißer Tag" definiert als Tag, dessen höchste Temperatur oberhalb von 30 Grad Celsius (°C) liegt, und eine "Tropennacht" als Nacht, deren niedrigste Temperatur 20 °C nicht unterschreit.

Niedersachsens Aktionsplan gegen den Klimawandel

Das Land Niedersachsen plane daher, die Folgen des Klimawandels in Zusammenarbeit mit den Kommunen abzumildern. Neben der Herausgabe von Leitlinien für dringend notwendige Anpassungen in den Kommunen von September 2021, hat das Land auch das NIKO eingerichtet: das Niedersächsische Kompetenzzentrum Klimawandel. Aufgabe des Instituts sei die Bereitstellung wissenschaftlicher Beratung für alle klimawandel-relevanten Fragen im Bundesland.

Vor allem aber fordere Lies so schnell wie möglich von fossilen Energieträgern wegzukommen. Der Ausbau von erneuerbaren Energien, um die unumkehrbaren Folgen des Klimawandels abzufedern wäre demnach alternativlos.

Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
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