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Niedersachsen wirbt um zweites Werk für Batterie-Produktion

Von dpa
01.01.2022Lesedauer: 2 Min.
Produktion von Batteriezellen für Elektroautos
Ein Mitarbeiter von Volkswagen steht in einem Reinraum zur Produktion von Batteriezellen. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Die niedersächsische Landesregierung wirbt um die Ansiedlung einer zweiten Fabrik zur Fertigung von Batteriezellen für Elektroautos. "Niedersachsen hat hervorragende Standorte für die Produktion von Batterien. Insbesondere an der Küste sind die Bedingungen mit der Windenergie vor Ort kaum zu toppen", sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Landtag in Hannover hatte sich jüngst für die Errichtung einer zweiten Batteriezellfabrik in Niedersachsen ausgesprochen.

Regierungschef Weil, der auch im Aufsichtsrat von Volkswagen sitzt, verwies nun darauf, dass in Salzgitter bereits das Zentrum der Batterieentwicklung für den VW-Konzern steht. Der Standort eines zweiten Batteriewerks müsse im internationalen Vergleich aber auch wirtschaftlich wettbewerbsfähig sein. "Da ist der Bund gefragt, denn andere Länder in Europa locken mit hohen Subventionen, die die Möglichkeiten des Landes Niedersachsen deutlich überschreiten. Deutschland muss sich fragen, ob es sich leisten kann, dass die wichtigste Komponente am Auto künftig nicht mehr aus Deutschland kommt", sagte Weil. "Es kann für uns keine Option sein, dass Klimaschutz zu einem Abbau der Industrie führt."

Das geplante neue VW-Werk für die kommende E-Auto-Generation Trinity bezeichnete der SPD-Politiker derweil als Schlüsselprojekt für die Autoindustrie. "Es zeigt, wie man sich das Auto der Zukunft vorstellen kann: komplett digitalisiert, klimaneutral und angenehm zu fahren." Volkswagen bekenne sich mit der Fabrik, die am Hauptsitz in Wolfsburg entstehen soll, klar zu seinen Wurzeln in Niedersachsen.

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Über den jüngsten Machtpoker zwischen der VW-Führung und dem VW-Betriebsrat sagte Weil, er sei guter Dinge, dass es nach anstrengenden Wochen nun möglich sei, die Energie aller Beteiligten auf gemeinsame Ziele zu richten. "Die personelle Aufstellung steht, und es ist jetzt geklärt, wie es mit Volkswagen weitergehen soll", sagte er. "Es gibt große Baustellen - die schwierigsten sind die Digitalisierung und Elektrifizierung. Da muss immer noch sehr viel geschehen, diese Themen werden über den Erfolg von Volkswagen in zehn Jahren entscheiden."

Volkswagen hatte Anfang Dezember eine Personalrochade verkündet, die den Streit mit dem Betriebsrat befrieden soll. Konzernchef Herbert Diess darf demnach an der Spitze bleiben, erhält jedoch einen anderen Zuschnitt seiner Aufgaben und neue Vorstandskollegen.

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