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Neuer EnBW-Chef kommt von Rolls-Royce Power Systems

Von dpa
05.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Neuer EnBW-Chef kommt von Rolls-Royce Power Systems
Andreas Schell, Vorstandsvorsitzender der Rolls-Royce Power Systems, w├Ąhrend einer Pressekonferenz. (Quelle: Felix K├Ąstle/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Der Karlsruher Energiekonzern EnBW soll demn├Ąchst von Andreas Schell, dem bisherigen Chef des Gro├čmotorenherstellers Rolls-Royce Power Systems, gef├╝hrt werden. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus Kreisen des EnBW-Aufsichtsrats. Der 52-j├Ąhrige Manager folgt auf Frank Mastiaux, der den drittgr├Â├čten Versorger in Deutschland Ende September nach zehn Jahren wie schon angek├╝ndigt verlassen wird. Die EnBW hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von knapp 32,15 Milliarden Euro und einen Betriebsgewinn (bereinigtes Ebitda) von 2,96 Milliarden Euro erzielt. Das Unternehmen hat gut 26.000 Besch├Ąftigte und 5,5 Millionen Kunden.

In der Findungskommission des Aufsichtsrats haben sich die beiden gro├čen Anteilseigner, das Land Baden-W├╝rttemberg und der kommunale Zweckverband Oberschw├Ąbische Elektrizit├Ątswerke (OEW), schon auf Schell verst├Ąndigt, erfuhr die dpa. Am Donnerstag soll der Aufsichtsrat die Personalie offiziell beschlie├čen, das gilt als Formsache. EnBW-Aufsichtsratschef Lutz Feldmann und auch Rolls-Royce Power Systems wollten die Personalie auf Anfrage nicht kommentieren.

Der bisherige EnBW-Chef Frank Mastiaux hat den einstigen Atomkonzern umgebaut und den Anteil der erneuerbaren Energien kr├Ąftig erh├Âht. Durch den russischen Krieg in der Ukraine steht die ganze Branche und somit bald auch Schell vor einer gro├čen Herausforderung: Die Branche muss unabh├Ąngig von russischem Gas werden. Das wird schwierig, weil man nach dem Atomausstieg Ende 2022 eigentlich mit Hilfe von Gaskraftwerken den ├ťbergang zu ausreichend regenerativen Energien ├╝berbr├╝cken wollte.

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Schell ist seit f├╝nf Jahren Chef bei Rolls-Royce Power Systems, einem Spezialisten f├╝r Antriebssysteme und Gro├čmotoren mit Hauptsitz in Friedrichshafen am Bodensee. Erst im Januar wurde sein Vertrag vorzeitig bis 2025 verl├Ąngert. Der Maschinenbauingenieur hat in den 2000er Jahren f├╝r den damaligen DaimlerChrysler-Konzern gearbeitet und sollte den US-Autobauer umstrukturieren. Nach der Insolvenz von Chrysler 2009 wechselte Schell zu dem fr├╝heren amerikanischen Luftfahrtkonzern UTC und war dort f├╝r die Digitalstrategie verantwortlich.

Bei Rolls-Royce Power Systems ist er Chef von etwa 9000 Mitarbeitern. Unter der Marke mtu vertreibt das Unternehmen Motoren und Antriebssysteme f├╝r Schiffe, Energieerzeugung, schwere Land- und Schienenfahrzeuge, milit├Ąrische Fahrzeuge sowie f├╝r die ├ľl- und Gasindustrie. Seit einer Strukturreform im April 2021 besch├Ąftigt sich eine Sparte ausschlie├člich mit klimafreundlichen Produkten wie Antrieben mit Wasserstoff.

Schell ist Ausdauersportler: Der 52-J├Ąhrige beschreibt sich selbst als leidenschaftlichen Triathleten. Bei der EnBW muss er sich dauerhaft mit dem Einfluss der Politik auseinandersetzen. Das Unternehmen ist seit 2011 gr├Â├čtenteils im Besitz der ├Âffentlichen Hand. Das Land Baden-W├╝rttemberg h├Ąlt fast 47 Prozent an dem Konzern und dem Zusammenschluss OEW von neun oberschw├Ąbischen Landkreisen geh├Âren ebenfalls fast 47 Prozent. In dem Zweckverband sind die Kreise Alb-Donau, Biberach, Bodensee, Freudenstadt, Ravensburg, Reutlingen, Rottweil, Sigmaringen und Zollernalb vertreten.

Seit der Atomkatastrophe von Fukushima vor gut elf Jahren vollzieht EnBW unter Mastiaux einen strikten Kurswechsel. Konventionelle Kraftwerksbl├Âcke wurden stillgelegt, die CO2-intensive Erzeugung reduziert. Ende dieses Jahres soll das letzte EnBW-Kernkraftwerk, Block II in Neckarwestheim (Kreis Heilbronn), vom Netz gehen.

EnBW entwickelt Wind- sowie Solarparks und baut die Schnellladeinfrastruktur f├╝r E-Mobilit├Ąt in Deutschland aus. Erneuerbare Energien haben inzwischen einen Anteil von 40 Prozent. Seit 2012 hat sich allein die installierte Leistung der Windkraft von 218 auf 2000 Megawatt mehr als verneunfacht.

Und auch die neuen Ziele sind schon gesetzt: Bis 2050 sollen die Erneuerbaren mehr als drei Viertel des Portfolios ausmachen. Vergangenes Jahr lag ihr Anteil schon bei knapp ├╝ber 50 Prozent. In 2035 wollen die Karlsruher dann nur noch Strom aus Gaskraftwerken, Erneuerbaren sowie Speichern produzieren. Bis dahin will der Karlsruher Konzern auch Klimaneutralit├Ąt erreichen.

Noch bezieht der drittgr├Â├čte deutsche Stromkonzern hinter Uniper und Eon f├╝r seine Kunden aber einen "nicht unerheblichen Teil" von Steinkohle und Gas aus Russland. F├╝r die Kohle sieht Mastiaux die Lage als kontrollierbar an - selbst wenn russische Lieferungen ausbleiben. Beim Gas gebe es aber keinen kurzfristigen Ersatz.

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