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Kardinal Woelki gesteht Fehler ein


"Hätte anders kommunizieren müssen"
Kölner Kardinal Woelki gesteht Fehler ein

Von dpa
27.12.2022Lesedauer: 1 Min.
Kardinal Rainer Maria WoelkiVergrößern des BildesDer Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki findet rückblickend, er hätte mehr mit von Missbrauch Betroffenen kommunizieren sollen. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa/dpa-bilder)
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Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki hat im Gespräch mit der "Rheinischen Post" eigene Fehler bei der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen eingeräumt.

In der Debatte um eine unzureichende Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche hat der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki "Fehler" eingeräumt. Der 66-Jährige betonte in einem Gespräch mit der "Rheinischen Post" zwar, sein Erzbistum habe sich als eine der ersten Diözesen der Aufarbeitung sexueller Gewalt "ganz entschieden verschrieben". Es sei allerdings "ein mühsamer Prozess", in dem er "sicherlich Fehler" gemacht habe. Woelki sagte auch: "Ich hätte vor allem mit Betroffenen anders kommunizieren müssen."

Das Kölner Erzbistum befindet sich derzeit in einer schweren Vertrauenskrise, nachdem Woelki entschieden hatte, ein Gutachten zum Umgang von Bistumsverantwortlichen mit Missbrauchsvorwürfen aus "rechtlichen Gründen" vorerst nicht zu veröffentlichen. Im vergangenen Jahr schickte Papst Franziskus Woelki schließlich in eine Auszeit, nachdem er ihm "große Fehler" in seiner Kommunikation vorgeworfen hatte. Anschließend hatte Woelki beim Papst ein Rücktrittsgesuch eingereicht. Über dieses hat der Papst allerdings noch nicht entschieden.

In einem zweiten Interview mit der Kölner Lokalzeitung "Kölnische Rundschau" hatte sich Woelki zuvor kritisch zum Umgang mit seiner Person geäußert und Verwunderung geäußert, dass "immer nur Köln" im Fokus stünde. Außerdem hatte er mitgeteilt, "mit vollkommener Gelassenheit" die Ermittlungsergebnisse der Staatsanwaltschaft abzuwarten. Diese ermittelt derzeit gleich zweifach wegen des Verdachts der falschen eidesstattlichen Aussage gegen den Kardinal.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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