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Opernsanierung in Köln übersteigt Eine-Milliarden-Euro-Marke


Sanierung der Oper überschreitet die Eine-Milliarde-Euro-Marke

Von Laura Schameitat

Aktualisiert am 17.01.2023Lesedauer: 2 Min.
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Kölner Oper
Die Oper in Köln (Archivbild): Seit 2012 wird das Gebäude saniert, das Projekt verschlingt immer mehr Geld. (Quelle: Oliver Berg/Archiv/dpa-bilder)
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Seit 2012 läuft die Sanierung der Bühnen am Kölner Offenbachplatz, 2015 wurde die geplante Eröffnung abgesagt. Seitdem wird weiter umgebaut – die Kosten steigen.

Die Pressekonferenz war lange angekündigt: Im Januar wolle sie zum Fertigstellungstermin und den prognostizierten Baukosten für die Bühnen am Offenbachplatz Stellung nehmen, hatte die Stadtverwaltung in den vergangenen Monaten immer wieder mitgeteilt.

Am Dienstagmittag gaben Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Technische Betriebsleiter, Bernd Streitberger, bei einer Pressekonferenz nun die neuen Details zur Sanierung bekannt. Wenig überraschend für viele Kölner: Das Projekt wird wieder teurer, es sind rund 20 bis 30 Millionen Euro mehr nötig, als bei der letzten Ratssitzung im September 2021 angegeben worden waren.

Damals lagen die Kosten bereits bei 642 Millionen Euro, jetzt sollen es 665 Millionen werden, inklusive eines Risikobudgets sogar 674 Millionen Euro. Beim Baubeschluss 2011 hatte die Stadt noch 253 Millionen Euro veranschlagt.

Firmen seien inzwischen insolvent

Zwei Drittel der erhöhten Kosten entfallen laut Streitberger auf Preissteigerungen im Bausektor im letzten Jahr. "2020 rechnete man mit einer allgemeinen Teuerungsrate von zwei Prozent jährlich, wir sind wegen der damals sehr regen Baukonjunktur von drei Prozent im Jahr ausgegangen. Nun rechnen wir mit 6,5 Prozent", sagte Streitberger.

Zudem seien einige Risiken eingetreten. So sei eine Firma, die Schlüsselgewerke der Theatertechnik verantwortete, im letzten Jahr ebenso insolvent gegangen, wie die Firma, die mit der Sanierung der Klinkerfassade beauftragt war. Die neu ausgeschriebenen Aufträge seien teurer als die ursprünglich abgeschlossenen Verträge gewesen. Hinzu kämen "punktuelle Differenzen zwischen Planung und Bestandsgebäude sowie Beschädigungen an bereits eingebauten Anlagen, die zu Mehraufwand beziehungsweise Mehrkosten geführt haben".

Bauzeit von fast zwölf Jahren

Die neu veranschlagten 665 Millionen Euro umfassen dabei nur die Sanierungskosten. Rechnet man die Finanzierungskosten – also etwa Zinsen – und die Kosten für die Übergangsspielstätten der Oper im Deutzer Staatenhaus und des Schauspiels im Mülheimer Depot hinzu, ergibt sich eine Gesamtsumme von knapp einer Milliarde Euro.

Doch das Duo Reker/Streitberger hatte bei der Pressekonferenz am Dienstagmittag auch eine gute Nachricht im Gepäck: Der avisierte Fertigstellungstermin wird laut Streitberger zu halten sein. Die ursprünglich geplante dreieinhalbjährige Bauzeit ginge demnach am 22. März 2024 nach fast zwölf Jahren endlich zu Ende – noch in der Amtszeit von Henriette Reker, die bis 2025 läuft.

Diese sagte dazu: "Der Termin zur Schlüsselübergabe bleibt laut aktueller Prognose der 22. März 2024, wir müssen hier und heute nicht über eine Verlängerung der Bauzeit sprechen. Das ist aus meiner Sicht eine gute Nachricht. Und es zeigt, dass sich trotz aller Risiken, die eine komplexe Großbaustelle mit sich bringt, auf der Baustelle am Offenbachplatz Dinge verändert haben."

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Verwendete Quellen
  • Pressemitteilung der Stadt Köln vom 17.01.2023
  • Anfrage bei der Stadt Köln
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