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Konzerttickets in Köln teurer: Peter Brings - "Muss das sein?"


"Wir rocken die Inflation"
Peter Brings zu teuren Tickets: Wer kann sich das schon leisten?

MeinungVon t-online, Peter Brings

Aktualisiert am 11.07.2023Lesedauer: 2 Min.
Peter Bring während eines Konzerts (Symbolbild): Der Brings-Frontman sorgt sich um die steigenden Ticketpreise für Konzertbesuche.Vergrößern des BildesPeter Brings während eines Konzerts (Symbolbild): Der Brings-Frontmann sorgt sich um die steigenden Ticketpreise für Konzertbesuche. (Quelle: IMAGO/Christoph Reichwein (crei))
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Konzertbesuche werden immer teurer. Peter Brings befürchtet, dass sich einige die Tickets bald nicht mehr leisten können und fragt sich: "Muss das sein?"

Wir haben uns als Band immer Gedanken über unsere Eintrittspreise gemacht. Das war auch in den sogenannten besseren Zeiten so. Immer das Maximum rauszuholen war und ist nicht Priorität bei Brings. Dass der Ticketpreis nicht ganz unwichtig für volle Hallen ist, war uns immer schon klar. Wenn wir unter den magischen 50 Euro bleiben, geht es fast immer gut aus. Und selbst die sind bei Brings selten zu zahlen.

Konzerte sind teuer geworden. 200 bis zu 350 Euro sind fast normal. Doch wer kann sich das schon leisten? Uns ist aufgefallen, dass die kleineren nationalen Bands es immer schwerer haben, die Hallen zu füllen. Hierzulande ist man eher bereit, für internationale Acts horrende Eintrittspreise zu zahlen. Die kommen halt auch nur alle vier Jahre.

Bei uns sieht die Sache schon ganz anders aus. Aber wir haben ein treues Publikum und können uns nicht beklagen. Vielleicht liegt es aber auch an unserer Preispolitik. 2011 haben wir unser 20-jähriges Jubiläum mit fast 50.000 Menschen im Stadion gefeiert. Unser Wunsch war, den Menschen in unserer Stadt etwas zurückzugeben. Die Innenraumtickets haben fünf Euro gekostet, die VIP-Tickets und Logen waren dafür eher sauteuer. Die teuren Tickets subventionierten aber die preiswerten. Am Ende ging das auch auf. Viele von euch haben uns damals unterstützt, damit das klappt.

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"Gerade in dunklen Zeiten wichtig zusammenzukommen"

Jetzt sind die Zeiten finanziell für viele schwierig. Nicht einschätzbar, was da noch auf einen zukommt. Da rutscht der Konzertbesuch auf der Prioritätenliste ziemlich weit nach hinten. Dabei ist es doch gerade in dunkleren Zeiten so wichtig zusammenzukommen und Arm in Arm zu singen und zu feiern.

Darum: Wir rocken die Inflation! So unser Motto am 4. August 2023 in Bonn auf dem Kunstrasen. Die ersten 1.000 Tickets haben zehn Euro gekostet. Die nächsten 1.000 zwölf Euro. Damit haben wir den Laden mit 10.000 Menschen gefüllt, wobei die letzten 1.000 einen immer noch zivilen Preis von 28 Euro bezahlt haben.

Wir fragen uns: Warum geht das nur bei uns? Konzerte, Kino, Theater sind so wichtig für unsere Seelen und müssen bezahlbar bleiben, da sind wir uns einig. Alles ist teurer geworden, doch wir müssen aufpassen, damit die Schere zwischen Arm und Reich nicht auch in diesem Bereich noch weiter auseinander geht. Solidarität kostet manchmal Geld. Doch was ist schon Kohle, wenn man treue Fans hat, die mit uns feiern wollen?
Euer Pitter.

Verwendete Quellen
  • Eigene Gedanken des Autors
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