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Karneval in Köln: Das kosten die Doping-Tests der Pferde beim Rosenmontagszug


So viel kosten die Doping-Tests der Pferde im Karneval

Von t-online, fe

05.12.2023Lesedauer: 2 Min.
Pferde und Jecken auf dem Rosenmontagszug 2023: Die Tierrechtsorganisation Peta kritisiert den Einsatz von Pferden im Zug.Vergrößern des BildesPferde auf dem Rosenmontagszug 2023: Am Einsatz der Tiere gibt es immer wieder Kritik. (Quelle: Hardt)
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Pferde sind beim Rosenmontagszug ein gewohnter Anblick. Doch was kostet überhaupt die medizinische Untersucht der Tiere? Die Verwaltung gibt Antworten.

Wenn das Trömmelchen geht und der Rosenmontagszug durch Köln zieht, dann ist sie nicht weit: Die Debatte darüber, ob Pferde Teil des Umzugs sein sollen. "Brauchtum", sagen die Befürworter, "unzeitgemäße Tierquälerei" sagen die anderen. Tierarzt und Kölner Stadtratsmitglied Ralf Unna (Grüne) gehört zu letzteren. Im Rechnungsprüfungsausschuss wollte Unna deshalb wissen, was es überhaupt koste, die Tiere medizinisch zu untersuchen und etwa auch auf Doping zu kontrollieren.

Anlass seiner Anfrage war der Fall eines Pferdes, das beim Rosenmontagszug 2023 eingesetzt worden war, obwohl es erst kurz zuvor einer Operation an den Zähnen unterzogen worden war. Zudem sei das Pferd trotz des Eingriffs mit einer "scharfen Trense" geführt worden – also mit einem scharfkantigen Zaumzeug, das um den Kopf des Pferdes geschnallt wird und das Gebiss hält. Über die Trense lassen sich die Tiere führen und kontrollieren. Bei einer Kontrolle sei dann herausgekommen, dass das Pferd vor seinem Einsatz gedopt worden war.

Pferde im Karneval sind immer wieder Streitthema

Um Dopingfälle zu vermeiden, werden den Tieren am Rosenmontagszug Blutproben entnommen. Ein externes Labor prüfe dann, ob sich im Blut verbotene Substanzen wie Beruhigungsmittel, Schmerzmittel oder Stoffe zur Leistungssteigerung nachweisen lassen. Auf die Anfrage von Ralf Unna teilte die Stadtverwaltung mit, dass zehn Prozent der eingesetzten Pferde Blutproben entnommen wurden. Die Kosten für die Laboruntersuchungen hätten sich auf 4.498,20 Euro belaufen und seien vollumfänglich aus dem Budget des Amtes für Umwelt- und Verbraucherschutz gezahlt worden.

Kosten für Fortbildungen der am Rosenmontag eingesetzten Tierärzte hätte es nicht gegeben, da derartige Schulungen nicht nötig gewesen sein. Das erklärte die Verwaltung auf eine weitere Anfrage Unnas. Zusätzlich seien auch externe Fachtierärzte eingesetzt worden, um die Pferde vor, während und nach dem Umzug zu begutachten. Die dadurch entstandenen Kosten seien jedoch in Gänze vom Festkomitee Kölner Karneval getragen worden.

Die Debatte um Pferde im Rosenmontagszug wird seit einigen Jahren geführt. Auch t-online hat über die Diskussion bereits berichtet – etwa über das Pferd "Sam", dessen seltsames Verhalten beim Rosenmontagszug 2023 zu Aufregung geführt hatte. Da Sam Symptome von Stress gezeigt hatte, war die Sorge um das Tier groß. Mehr zu Sam und seiner Geschichte lesen Sie hier.

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