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Köln: Jüdisches Museum Miqua wird um 63 Millionen Euro teurer


Miqua am Rathaus
Jüdisches Museum wird um 63 Millionen Euro teurer

Von t-online, fe

22.06.2024Lesedauer: 2 Min.
Blick auf die Baustelle "Archäologische Zone - Jüdisches Museum MiQua" - im Hintergrund der Kölner Dom und das Historische Rathaus.Vergrößern des BildesBlick auf die Baustelle "Archäologische Zone – Jüdisches Museum MiQua" (Archivbild): Der Bau verzögert sich. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa./dpa)
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Eine Dauerbaustelle geht in die nächste Runde: Der Bau des jüdischen Museums am Rathaus verzögert sich um weitere Jahre. Auch die Kosten steigen weiter an.

Der Bau des jüdischen Museums Miqua (Museum im Archäologischen Quartier) ist eines der Kölner Großprojekte. Nun hat die Stadt bekannt gegeben, dass sich die Fertigstellung der Baustelle noch weiter verzögern wird – und auch die Kosten weiter steigen. So werde das Projekt 63 Millionen Euro teuer, als bisher angenommen. Das erklärte die Stadt in einer Pressemitteilung: Die Gesamtkosten belaufen sich somit etwa 190 Millionen Euro.

Ursprünglich sollte das Museum am Rathaus 2019 fertiggestellt werden. Dann wurde die Eröffnung auf das Jahr 2021 verschoben. Schließlich sollte der Bau Ende 2024 fertig sein. Auch daraus wurde nichts. Nun soll das Museum im Dezember 2027 den Betrieb aufnehmen.

Museum soll Erinnerung an jüdisches Viertel erhalten

Grund sei Kündigung des zuständigen Stahlbauers Ende 2021, so die Stadt. Um einen neuen Stahlbauer zu finden, musste die Stadt ein zweistufiges Ausschreibungsverfahren ausrufen, wodurch sich die Arbeiten verzögerten. Die Verträge mit anderen beteiligten Fachfirmen mussten verlängert werden, wodurch sich die Kosten weiter erhöhten, "die bereits im Zuge der Corona Pandemie und des Ukrainekrieges angestiegen waren", so die Stadt. Daneben führten auch archäologische Arbeiten und Funde zu einer Steigerung der Kosten.

Das Miqua soll dazu dienen, historische Erinnerungen an das jüdische Leben in Köln zu erhalten. An seinem Standort befand sich ein jüdisches Viertel mit mittelalterlicher Synagoge und einem Ritualbad. Die Arbeiten müssen vorsichtig vonstattengehen, um keine Relikte zu zerstören oder zu beschädigen. Bei den Arbeiten wurden unter anderem auch Teile römischer Rundbögen gefunden. "Im gesamten Projekt ist der Leitgedanke 'Schutz der Archäologie' die oberste Förderauflage der Bezirksregierung Köln", heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Verwendete Quellen
  • Pressemitteilung der Stadt Köln vom 21. Juni 2024 (per E-Mail)
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