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Köln: Redeverbot in Bahn wegen Corona? KVB richtet Appell an Fahrgäste


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Redeverbot in Bus und Bahn? KVB macht klare Ansage

Von t-online, ags

Aktualisiert am 28.01.2021Lesedauer: 2 Min.
Eine Bahn der KVB (Symbolbild): In Weiden kam es zu einer schweren Kollision.
Eine Bahn der KVB: In den Bahnen der Kölner Verkehrsbetriebe soll kein Redeverbot gelten. (Quelle: Manngold/imago-images-bilder)
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Mund halten, um die Infektionsgefahr mit dem Coronavirus zu senken: Mögliche Redeverbote in Bus und Bahn sorgten für Wirbel. In Köln lehnt die KVB das ab.

Zur Eindämmung von Corona-Infektionen hatten sich spanische Inseln eine neue Regel einfallen lassen: Fahrgäste in Bussen und Bahnen auf Mallorca und anderen Balearen-Inseln sollten möglichst den Mund halten. Neben der geltenden Maskenpflicht könne dies das Risiko einer Ansteckung vermindern, hieß es von der Regionalregierung. Ist ein solches Verbot auch in deutschen Städten, etwa in Köln, im Gespräch?


10 Tipps: So schützen Sie sich in Bus und Bahn vor Corona

Maskenpflicht wegen Corona: Aktuell gilt in allen Bussen, Bahnen und Zügen eine Maskenpflicht. Das bedeutet, Sie müssen Mund und Nase bedecken. Geeignet dafür sind OP-Masken, selbst genähte Stoffmasken oder auch die Bedeckung mit Schals und Tüchern.
Tickets online kaufen: Der Kauf von Tickets beim Fahrer ist in den meisten Regionen derzeit nicht möglich. Es ist aber deshalb nicht erlaubt, ohne gültigen Fahrschein zu fahren. Sie können für den Ticketkauf die Online-Angebote vorab nutzen oder die Fahrscheine per App erwerben.
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Die KVB hat sich auf Anfrage von t-online dagegen ausgesprochen. "Wir möchten unseren Fahrgästen kein Rede- oder Telefonierverbot verordnen", sagte Sprecher Matthias Pesch. "Wir appellieren allerdings an unsere Kunden, sich in der Pandemie verantwortungsbewusst zu verhalten, um das Ansteckungsrisiko so gering wie möglich zu halten."

Das hieße jedoch auch, möglichst auf ausgiebige Telefonate und Gespräche zu verzichten, um nicht die Verbreitung von Aerosolen im Fahrgastraum zu fördern, so die KVB.

"Redeverbot nicht kontrollierbar"

"Unser Eindruck ist, dass sich der allergrößte Teil unserer Fahrgäste auch ohne Verbot an diese Regeln hält", sagt Pesch. "Hinzu kommt, dass sich ein solches Rede- oder Telefonierverbot auch gar nicht kontrollieren ließe."

Auch wenn die Auslastung der Busse und Bahnen derzeit etwa bei 30 Prozent liege, appelliert die KVB-Chefin Stefanie Haaks zudem an die Eigenverantwortung der Fahrgäste: "Jeder sollte seine Mobilität so weit reduzieren, wie es ihm möglich ist", so die Vorstandsvorsitzende.

"Da erschließt es sich mir beispielsweise überhaupt nicht, warum eine Joggerin in Königsforst nach ihrem Waldlauf eine Station mit der Bahn fahren muss – oder warum es noch immer so viele Fahrradfahrer gibt, die ihr Rad mit der Bahn transportieren und dadurch die Laufflächen in der Bahn reduzieren."

Seit Beginn dieser Woche müssen in Bus und Bahn landesweit medizinische Masken oder FFP2-Masken getragen werden, einfache Stoffmasken reichen nicht mehr aus. Die KVB zieht ein positives Fazit nach der Umstellung: "Es sind nur sehr wenige Fahrgäste noch mit Stoffmasken unterwegs", so Pesch.

"Wir können und wollen unseren Fahrgästen das Sprechen auf keinen Fall verbieten", hatte auch Ingo Wortmann, Präsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, gegenüber dem "Spiegel" gesagt. Die Münchner Verkehrsgesellschaft, deren Geschäftsführung er vorsitzt, will stattdessen den Fahrgästen eine Empfehlung zum Telefonieren außerhalb geben. "Wir wollen unsere Fahrgäste schützen", so Wortmann.

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Verwendete Quellen
  • Pressesprecher der KVB, Matthias Pesch
  • "Spiegel": "Wieso sollen Fahrgäste in der S-Bahn den Mund halten, Herr Wortmann?"
  • Eigene Recherche
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Von Laura Schameitat, Florian Eßer
CoronavirusMallorca

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