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Erzbistum Köln will zurückgehaltenes Missbrauchs-Gutachten offenlegen

Sexueller Missbrauch in Köln  

Erzbistum will zurückgehaltenes Gutachten offenlegen

05.03.2021, 19:38 Uhr | dpa

Erzbistum Köln will zurückgehaltenes Missbrauchs-Gutachten offenlegen . Ein goldenes Kreuz auf dem Kölner Dom (Archivbild): Der Kölner Erzbischof will ein umstrittenes Gutachten veröffentlichen. (Quelle: dpa/Caroline Seidel)

Ein goldenes Kreuz auf dem Kölner Dom (Archivbild): Der Kölner Erzbischof will ein umstrittenes Gutachten veröffentlichen. (Quelle: Caroline Seidel/dpa)

Ein unter Verschluss gehaltenes Gutachten zu Missbrauch in der katholischen Kirche hatte eine Krise im Erzbistum Köln ausgelöst: Nun will der dafür scharf kritisierte Kardinal Rainer Maria Woelki es offenlegen.

Das Kölner Erzbistum will das bisher zurückgehaltene erste Missbrauchsgutachten ab dem 25. März zur Einsicht auslegen. Nach vorheriger Anmeldung könnten "Betroffene, Medienvertreter und die interessierte Öffentlichkeit" Einblick nehmen, teilte das Erzbistum am Freitag mit. Kardinal Rainer Maria Woelki steht seit Wochen in der Kritik, weil er das von ihm beauftragte Gutachten der Münchner Kanzlei Westpfahl Spilker Wastl (WSW) wegen rechtlicher Bedenken bisher nicht veröffentlicht hat.

Stattdessen hatte Woelki den Kölner Strafrechtler Björn Gercke mit der Erstellung eines neuen Gutachtens beauftragt. Dieses soll bei einer Pressekonferenz am 18. März präsentiert und dann auf der Internetseite des Erzbistums veröffentlicht werden. Erste "Ergebnisse und Konsequenzen" aus diesem Gutachten sollen nach Angaben vom Freitag in einer weiteren Pressekonferenz am 23. März vorgestellt werden.

In beiden Gutachten wurde untersucht, wie Verantwortliche des Erzbistums Köln in der Vergangenheit mit Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Kindern durch Priester umgegangen sind. Gercke hatte vor einigen Tagen dem "Kölner Stadt-Anzeiger" gesagt, dass er Pflichtverletzungen "noch lebender Amtsträger" der katholischen Kirche festgestellt habe.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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