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Schwerer Unfall in Köln: Fahrradfahrerin erleidet Schädelbruch und stirbt

"Dooring"-Unfall  

81-jährige Radfahrerin erleidet Schädelfraktur und stirbt

Von Frank Überall

25.07.2021, 08:57 Uhr
Schwerer Unfall in Köln: Fahrradfahrerin erleidet Schädelbruch und stirbt. Polizisten inspizieren den Unfallwagen: Der BMW-Fahrer hatte beim Öffnen der Tür offenbar nicht auf den Verkehr geachtet.  (Quelle: Frank Überall)

Polizisten inspizieren den Unfallwagen: Der BMW-Fahrer hatte beim Öffnen der Tür offenbar nicht auf den Verkehr geachtet. (Quelle: Frank Überall)

In Köln hat es einen schweren Verkehrsunfall gegeben. Eine 81-jährige Radfahrerin ist dabei lebensgefährlich verletzt worden und im Krankenhaus gestorben. Offenbar hatte ein Autofahrer die Frau übersehen.

Mit ihrem E-Bike war eine Seniorin am Freitagmorgen auf der stark befahrenen Luxemburger Straße in Köln-Klettenberg stadteinwärts unterwegs, als es zu einem Unfall kam. Ein BMW war auf einem Parkstreifen abgestellt, der Fahrer öffnete nach Auskunft eines Polizeisprechers unachtsam die Tür und tangierte das Fahrrad.

Die 81-Jährige erlitt ersten Erkenntnissen zufolge eine Schädelfraktur und brach sich das Schienenbein. Die Verletzungen waren lebensgefährlich. Sie musste vom Notarzt sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Dort ist sie nun am Samstag ihren Verletzungen erlegen.

Polizisten stehen neben Pylonen und der Unfall-Markierung auf der Fahrbahn: Am Freitagmorgen kam es in Klettenberg zu einem schweren Unfall, eine Radfahrerin ist an ihren Verletzungen gestorben. (Quelle: Frank Überall)Polizisten stehen neben Pylonen und der Unfall-Markierung auf der Fahrbahn: Am Freitagmorgen kam es in Klettenberg zu einem schweren Unfall, eine Radfahrerin ist an ihren Verletzungen gestorben. (Quelle: Frank Überall)

Für die Aufnahme des Unfalls wurde die Luxemburger Straße stadteinwärts längere Zeit gesperrt, es bildeten sich Staus. Um eine Übersicht über den Unfallort zu bekommen, setzte die Polizei eine Drohne ein.

"Dooring" – Unfälle beim Türöffnen

"Dooring"-Unfälle, bei denen Autofahrende Fahrräder übersehen, kommen in Köln vergleichsweise häufig vor. Erst im April hatte die Kölner Polizei eindringlich vor dem Phänomen gewarnt. Von 2010 bis 2020 hatten sich nach Angaben der Behörde in der Stadt insgesamt 1.472 Radfahrende bei solchen Unfällen verletzt – meist aber nur leicht.

Ein Polizeiwagen riegelt die Luxemburger Straße ab: Es kam zu Staus. (Quelle: Frank Überall)Ein Polizeiwagen riegelt die Luxemburger Straße ab: Es kam zu Staus. (Quelle: Frank Überall)

Die Polizei weist darauf hin, dass gerade bei hoher Geschwindigkeit starke Verletzungen entstehen können und rät deshalb, einen Helm zu tragen. Darüber hinaus empfiehlt die Kölner Polizei Autofahrenden beim Aussteigen den "Holländischen Griff": Dabei soll man mit der rechten Hand nach dem Türgriff greifen, wodurch man sich automatisch nach hinten drehe. Das Sichtfeld werde damit erweitert, Radfahrende könnten frühzeitig erkannt werden.

Verwendete Quellen:

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