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Kölner Baseballverein sieht Existenz gefährdet

  • Lena Kappei
Von Lena Kappei

Aktualisiert am 27.07.2021Lesedauer: 4 Min.
Die Cologne Cardinals spielen gegen die Hamburg Stealers (Archivbild): Der Kölner Traditionsverein soll einen neuen Mietvertrag unterschreiben, der das Ende der "Cards" bedeuten könnte.
Die Cologne Cardinals spielen gegen die Hamburg Stealers (Archivbild): Der Kölner Traditionsverein soll einen neuen Mietvertrag unterschreiben, der das Ende der "Cards" bedeuten könnte. (Quelle: Herbert Bucco/imago-images-bilder)
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Steht der Traditionsverein Cologne Cardinals vor dem Aus?

Seit mehr als 35 Jahren spielen die Cologne Cardinals, einer der größten und erfolgreichsten Baseball- und Softballvereine Deutschlands, im ehemaligen Reitstation in Köln-Müngersdorf. Doch nun sehen sich die Sportlerinnen und Sportler vor dem Aus.

Der Verein soll einen neu aufgesetzten Mietvertrag über die genutzte Sportanlage am Walter-Binder-Weg bis zum 31. Juli unterschreiben. Dieser wurde von der Kölner Sportstätten GmbH und dem Sportamt durch die Gremien der Stadt gebracht. Grundlage seien Vorgaben einer Baugenehmigung von 2001, die lange Zeit weder der Stadt noch dem Verein bekannt waren. Das Problem: Der neue Mietvertrag gibt Nutzungszeiten der Anlage von lediglich 18 bis 20.30 Uhr unter der Woche vor. Für die Cardinals – derzeit zwölf Mannschaften verschiedener Altersklassen, darunter auf Bundesliganiveau – ist ein Trainings- und Spielbetrieb aber so undenkbar.

"Das würde bedeuten, dass wir sofort einpacken könnten und über 250 Aktive ihren Sport nicht mehr ausüben können", sagt der Vereinsvorsitzende Georg Apfelbaum im Gespräch mit t-online. Diese Konsequenz werde seitens der Sportstätten und dem Sportamt so hingenommen, berichtet er. "Es täte ihnen auch leid, aber man würde sich nur an öffentliches Recht halten."

Streit mit einem Anwohner wegen Lärmbelästigung

Hintergrund des plötzlichen neuen Vertrags soll ein Streit mit einem einzelnen Anwohner sein, der sich immer wieder über Lärm beschwert habe. "Es hat in der letzten Zeit zahlreiche Lärmmessungen gegeben und alle haben bestätigt, dass wir nicht zu laut sind", sagt Apfelbaum zu t-online.

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Auch die Nutzungszeiten, die der Verein zum Spielbetrieb braucht, wurden laut Apfelbaum jährlich den Kölner Sportstätten und dem Sportamt mitgeteilt. Diese waren bisher nie ein Problem gewesen. "Warum jetzt auf einmal die Baugenehmigung in den Mietvertrag aufgenommen werden musste, konnte mir niemand beantworten", so der Vereinsvorsitzende.

Der Verein spielt auf einer Anlage, die Teil des Sportparks Müngersdorf ist: Hier ist unter anderem die Deutsche Sporthochschule beheimatet sowie das RheinEnergie Stadion, die Heimstätte des 1. FC Köln. In diesem sogenannten Lärmquartier darf es laut Apfelbaum eine gewisse Anzahl von Großveranstaltungen geben, die lauter sind oder später am Abend laufen dürfen. Die 17 Heimspiele des FCs wären da abgedeckt. "Damit macht die Stadt Köln aber kein Geld, sondern mit Konzerten und anderen Großveranstaltungen im Sportpark Müngersdorf. Die sind aber offenbar nicht mit Genehmigungen abgedeckt. Deshalb kann besagter Anwohner der Stadt richtig wehtun, wenn diese Großveranstaltungen gekippt werden. Wir gehen also davon aus, dass unser Verein die Verhandlungsmasse mit dem Anwohner ist", kann Apfelbaum nur mutmaßen.

Stadt Köln bestätigt konkrete Klageandrohungen des Anwohners

Und was sagt die Stadt Köln dazu? "In den vergangenen Jahren hat es zunehmend Anwohnerbeschwerden aus dem Wohnumfeld der Sportanlage Walter-Binder-Weg gegeben", bestätigt ein Sprecher der Stadt Köln auf Anfrage von t-online. "Anwohnerinnen und Anwohner beklagen insbesondere Verstöße gegen den Lärmschutz, stark ausgeweitete Nutzungszeiten der Anlage, die nicht durch die Baugenehmigung abgedeckt sind, Verstöße gegen den Landschaftsschutz sowie die nicht baurechtlich genehmigte Errichtung von Bauten und einer zusätzlichen Spielfläche."

Tatsächlich gebe es inzwischen konkrete Klageandrohungen der Beschwerdeführer, die den gesamten Sportbetrieb im Sportquartier Müngersdorf bedrohen, so der Sprecher. Daher soll ein weiterer Sportplatz für den Baseballverein Abhilfe schaffen.

Zweites Spielfeld soll Alternative sein – reicht aber nicht

"Das Ziel des zum 31.07.2021 angestrebten Vertrags ist es, den Spielbetrieb auf der Sportanlage Walter-Binder-Weg zu sichern", heißt es. "Zudem werden wegfallende Trainingszeiten am Walter-Binder-Weg durch die Zurverfügungstellung der Sportanlage Biesterfeldstraße kompensiert."

Das sieht Georg Apfelbaum anders: "Das stimmt so nicht", sagt er. Abgesehen davon, dass die Anlage in der Biesterfeldstraße zu klein sei und für Baseball noch nicht ausgebaut, sei sie nie als Kompensation aller Trainings- und Spielzeiten des Vereins gedacht gewesen. Es sei laut Apfelbaum eh schon schwierig, alle Mannschaften ausreichend in Müngersdorf spielen lassen zu können. "Die Behauptung, die Anmietung der Sportanlage Biesterfeldstraße sei aufgrund der Reduzierung in Müngersdorf geschehen, ist unserer Meinung nach nicht richtig", so Apfelbaum.

Die Suche nach einem zweiten Spielfeld sei notwendig gewesen, da teilweise mit fünf Mannschaften gleichzeitig trainiert werde. Außerdem sei es ein Lizenzkriterium für die 1. Bundesliga im Baseball, ein zweites Feld oder Flutlicht zu haben. "Da dieses zweite Feld aber nicht über die nötigen Ausmaße für die 1. und 2. Bundesliga verfügt und nach Aussage des Sportamtes mit der Baugenehmigung von Schutzzäunen nicht vor zwölf bis 15 Monaten zu rechnen ist, kann dieses Feld auch für alle anderen Teams keine kurzfristige Alternative sein", sagt der Vereinsvorsitzende.

Petition und offener Brief an OB Reker

Jetzt sucht der Base- und Softballverein Unterstützung mithilfe einer Petition. Auch ein offener Brief an die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker wurde verfasst. "Wir bitten Sie als Oberbürgermeisterin der 'Sportstadt Köln‘ um Hilfe und Ihre Unterstützung", schreibt Beatrix Kaschel aus dem Vorstand der Cologne Cardinals. Der Verein biete dem Kölner Westen ein Breitensportangebot, insbesondere für Kinder- und Jugendliche, das bei Auflösung des Vereins ersatzlos entfallen würde.

"Wir hoffen sehr auf Ihre Hilfe, um den Sportlerinnen und Sportlern weiterhin eine Zukunft im Baseball- und Softballsport in Köln im Sportpark Müngersdorf anbieten zu können und diesen traditionsreichen Verein zu retten", so der Brief.

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Von Tobias Christ
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