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Ferienflieger nach Mallorca notgelandet: "Das Blut lief ihnen aus den Ohren"


Bericht über Notlandung: "Blut lief ihnen aus den Ohren"

Von t-online, mtt

Aktualisiert am 16.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Corendon-Maschine beim Start (Symbolbild): Am Wochenende war es auf einem Mallorca-Flug zu einem Druckabfall gekommen.Vergrößern des BildesCorendon-Maschine beim Start (Symbolbild): Am Wochenende war es auf einem Mallorca-Flug zu einem Druckabfall gekommen. (Quelle: Horst Galuschka/imago images)
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In einem Ferienflieger von Nürnberg nach Mallorca gab es einen Druckverlust, die Maschine musste notlanden. Jetzt berichtet ein Passagier von traumatischen Erlebnissen: Am Boden habe es beim Öffnen der Türen einen lauten Knall gegeben. Mehreren Mitreisenden sei das Trommelfell geplatzt.

An Bord einer vollbesetzten Boeing 737-800 der türkischen Fluggesellschaft Corendon haben sich einem Bericht zufolge dramatische Szenen abgespielt. Das Flugzeug hatte am Sonntag eine in Nürnberg gestartete Reise nach Palma de Mallorca abbrechen müssen und war in der Schweiz notgelandet.

Jetzt zitiert das Portal inFranken.de einen Mitreisenden, demzufolge das Schlimmste für die Passagiere erst nach erfolgter Notlandung in Basel kam. Laut dem 46-Jährigen hatte es während des Flugs in der Maschine zunächst nach brennendem Kunststoff gerochen. Ein Mann, vermutlich der Co-Pilot, sei nach hinten gegangen, um nachzuschauen. Auf einmal habe der Pilot aus dem Cockpit geschrien, der Co-Pilot solle sofort wieder nach vorne kommen.

Schockstarre im Mallorca-Flieger aus Nürnberg

Als Nächstes seien die Sauerstoffmasken aus der Decke gekommen. "Man hat gesehen, dass die Lage ernst wird", schilderte der Passagier laut inFranken.de. "Der Neigungswinkel, das war schon ein echt sportlicher Sinkflug."

Im Flieger sei es sehr ruhig geblieben, die Menschen hätten wie in Schockstarre verharrt. Die Maschine habe umgedreht und Basel angeflogen. Währenddessen hätten immer mehr Passagiere über Ohrenschmerzen geklagt.

Passagier: "Wie eine Explosion"

Als nach der Landung am Boden die Türen geöffnet wurden, habe es einen lauten Knall gegeben. "Wie eine Explosion", erzählt der Passagier. "Ich bin kein Experte, aber der Druckunterschied war so enorm."

Dabei seien mehreren Personen die Trommelfelle geplatzt, sagte der 46-Jährige. "Das Blut lief ihnen aus den Ohren." Es sei das Ende eines echten "Höllenflugs" gewesen. Nach Angaben des Flughafens hatten 37 Passagiere Tinnitus- oder Trommelfellbeschwerden. Einige von ihnen mussten ins Krankenhaus gebracht werden, sagte eine Airport-Sprecherin t-online am Donnerstag. Ob Menschen tatsächlich das Trommelfell geplatzt sei, könne sie nicht sagen.

Corendon sprach lediglich von Passagieren mit Ohrenschmerzen

Ein Corendon-Sprecher hatte den Vorfall zuvor weit weniger dramatisch beschrieben. Ihm zufolge hatte die Cockpit-Crew während des Flugs einen Druckabfall bemerkt, die Flughöhe reduziert und den nächsten Flughafen angeflogen.

Mehrere der 188 Passagiere hätten wegen des schnellen Sinkflugs über Ohrenschmerzen geklagt. Obwohl der Druckabfall, der Sinkflug und das Herausfallen von Sauerstoffmasken aus der Kabinenverkleidung einen Schreckmoment für viele Passagiere bedeutet habe, habe es sich um einen Vorgang gehandelt, der mit routinemäßigem Vorgehen für die Crew beherrschbar gewesen sei.

Verwendete Quellen
  • Telefonat mit dem Flughafen Basel
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