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Energiekrise: Nürnberg erstrahlt zum Christkindlesmarkt – oder doch nicht?


Nürnberg erstrahlt zum Christkindlesmarkt – oder nicht?

  • Meike Kreil
Von Meike Kreil

Aktualisiert am 08.10.2022Lesedauer: 2 Min.
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Der Nürnberger Christkindlesmarkt.
Der Nürnberger Christkindlesmarkt (Archivbild): Seinen Flair machen auch die romantischen Lichter aus. (Quelle: dpa / Daniel Karmann)
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Während in Nürnberg die Beleuchtung teils eingestellt ist, soll die Stadt zum Christkindlesmarkt wieder erstrahlen. Wie ist das mit der Energiekrise vereinbar?

Die Weihnachtszeit naht. Und damit auch der weltberühmte Christkindlesmarkt in Nürnberg. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Doch nach zwei Jahren Corona-Pause ist die Vorfreude nicht gänzlich ungetrübt. Denn in diesem Jahr steht er vor einer neuen Herausforderung: der Energiekrise.

Die Nürnberger Altstadt ist zur Adventszeit noch ein bisschen schöner als sonst. Lichterglanz sorgt dann für unvergleichliche Stimmung. Da nun überall – wo möglich – die Lichter im Zuge der Energiekrise ausgehen, stellt sich allerdings die Frage: Betrifft das auch die beliebte Weihnachtsbeleuchtung zum Christkindlesmarkt?

Die interne Diskussion dazu sei eindeutig ausgefallen – und zwar zugunsten der Beleuchtung. Jedoch mit zeitlichen und räumlichen Einschränkungen. Das erklärt Michael Fraas, der zuständige Wirtschafts- und Wissenschaftsreferent der Stadt Nürnberg, t-online. Nebenstraßen sollen etwa nicht mehr ganz so weihnachtlich erstrahlen, die Hauptachsen wie König- und Karolinenstraße dagegen nach wie vor.

Nürnberger Christkindlesmarkt: Weihnachtsbeleuchtung trotz Energiekrise

Das sei nach Ansicht des Referenten vertretbar, weil bereits vor Jahren die Lichterketten auf energiesparende LEDs umgestellt wurden. Damit sei der Stromverbrauch "auf ein Minimum reduziert" worden.

Die Weihnachtsbeleuchtung kostet jährlich durchschnittlich 200.000 Euro, wie der Wirtschaftsreferent angibt. Den größten Kostenfaktor mache der Aufbau aus. Denn für das Aufhängen der Lichterketten würden Dienstleister beauftragt, die mit Hebebühnen und Kränen anrücken müssten. "Das kostet Geld." Da aber in diesem Jahr weniger Lichterketten zum Einsatz kämen, werde die Rechnung wohl günstiger ausfallen.

Die Weihnachtsbeleuchtung in der Innenstadt organisiert der Verein "Nürnberg leuchtet". Die Finanzierung erfolge laut Fraas, der im Vorstand des Vereins sitzt, aus Sponsorenmitteln, Spenden und einem städtischen Zuschuss.

Touristische Gebäude in Nürnberg sollen wieder angestrahlt werden

An anderer Stelle dagegen sollen wieder mehr Lichter angehen. Nürnberg war Vorreiter, was das Abschalten der nächtlichen Beleuchtung im Zuge der Energiekrise betrifft. Seit Juli bleiben Lorenzkirche, Burg und Co. nachts dunkel – was zwar der Energiebilanz zuträglich ist, weniger aber dem abendlichen Flair in der Altstadt.

Ein Christkind hängt unter der beleuchteten Aufschrift "Christkindlesmarkt" in der Nürnberger Altstadt (Archivbild): In Nürnberg wird ein neues Christkind gewählt.
Lichterketten wie diese werden auch heuer wieder in der Innenstadt Nürnbergs erleuchten – wenn auch mit Einschränkungen. (Quelle: FutureImage/imago-images-bilder)

Deshalb prüft die Stadtspitze gerade, die Beleuchtung für touristisch wichtige Sehenswürdigkeiten während der Adventszeit wieder anzuknipsen. Wie Fraas mitteilt, steht dem jedoch eine Verordnung des Bundes vom 26. August dieses Jahres entgegen. Die trägt den Namen – Achtung – Kurzfristenergieversorgungssicherungsmaßnahmenverordnung und sieht ein Verbot der "Beleuchtung von öffentlichen Nichtwohngebäuden und Baudenkmälern" vor.

Nicht erst seit der Energiekrise sei das Thema Stromsparen ein großes, so Fraas. So werde der Markt seit zehn Jahren mit Ökostrom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien des regionalen Stromversorgers N-Ergie versorgt. Zudem würde auf besonders energieintensive Einrichtungen wie etwa eine Eislauffläche verzichtet. Und "auch sonst sind wir Pioniere in Sachen Nachhaltigkeit", erklärt er selbstbewusst weiter. Der Nürnberger nämlich sei der erste Weihnachtsmarkt gewesen, der ausschließlich Pfand-Glühweintassen ausgegeben habe. Außerdem bestehe ein Verbot von Einweggeschirr.

Und so laufen die Vorbereitungen des Christkindlesmarkts auf Hochtouren, bevor der Startschuss – nach aktuellem Stand – am Freitag des ersten Adventswochenendes fällt: diesmal am 25. November. Den eröffnet dann wie üblich das Christkind mit seinem Prolog um 17.30 Uhr.

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Verwendete Quellen
  • Nachfrage bei der Stadt Nürnberg
  • E-Mail-Kontakt zu Michael Fraas
  • www.gesetze-im-internet.de: Verordnung (7.10.22)
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