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Nachfolger für Bamberger Erzbischof Schick: "Mann mit guten Nerven gesucht"


Kirchenrechtler schätzt ein
Nachfolger für Bamberger Erzbischof: "Mann mit guten Nerven gesucht"

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 02.11.2022Lesedauer: 2 Min.
Ludwig SchickVergrößern des BildesDer Erzbischof von Bamberg (Archivbild): Ludwig Schick hat überraschend seinen Rücktritt verkündet. (Quelle: Nicolas Armer/dpa/Archivbild/dpa-bilder)
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Nach dem Rücktritt des Bamberger Erzbischofs geht die Suche nach dem Nachfolger los. Das könnte schwierig werden angesichts eines "eklatanten Priestermangels".

Der Nachfolger von Ludwig Schick als katholischer Erzbischof von Bamberg braucht nach Einschätzung des Kirchenrechtlers Thomas Schüller gute Nerven.

"Sicherlich wird man jemanden suchen, der angesichts der heftigen Polarisierungen in der deutschen Kirche die Gabe des Zusammenbringens hat, einen moderaten und erfahrenen Mann mit guten Nerven", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Leider ist der Pool geeigneter Kandidaten durch den eklatanten Priestermangel sehr eingeschränkt."

Wie an Allerheiligen bekannt wurde, hat Papst Franziskus das Rücktrittsgesuch des 73 Jahre alten Erzbischofs nach 20 Jahren im Amt angenommen. Schick, der als einer der vergleichsweise reformorientierten Bischöfe in der Debatte um eine Modernisierung der katholischen Kirche gilt, hatte seinen Rücktritt damit begründet, er wolle bevorstehende wichtige Entscheidungen und Weichenstellungen einem jüngeren Nachfolger überlassen.

Der Papst hat in der Entscheidung um die Nachfolge das letzte Wort

Wann ein solcher Nachfolger feststeht, ist unklar. Die Entscheidung liegt dabei nicht – wie sonst so vieles in der katholischen Kirche – ganz allein beim Papst, obwohl der natürlich das letzte Wort hat.

Im bayerischen Konkordat, dem Staatskirchenvertrag zwischen dem Heiligem Stuhl und dem Freistaat aus dem Jahr 1924, heißt es: "In der Ernennung der Erzbischöfe und Bischöfe hat der Hl. Stuhl volle Freiheit." Aber Franziskus bekommt Entscheidungshilfen: Das Bamberger Domkapitel und die Bischofskonferenz schicken die Namen geeigneter Kandidaten nach Rom. Bis zur Ernennung eines Nachfolgers können einige Monate vergehen.

Wer es wird, sei "schwer zu sagen", sagte Schüller – "weil nach Bayernkonkordat der Papst ja nicht frei ernennen kann, sondern aus der Liste der Vorgeschlagenen einen neuen Erzbischof ernennen muss". Es hänge also "alles an den Vorschlägen des Bamberger Domkapitels, der amtierenden bayerischen Bischöfe und des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, der in dieser Funktion ein Vorschlagsrecht hat".

Das Bamberger Domkapitel wird nun erstmal einen Administrator wählen, der das Erzbistum bis dahin für die Zeit der Sedisvakanz, also des verwaisten Bischofsstuhls, kommissarisch leitet.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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