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Wuppertaler Schaeffler-Beschäftigte protestieren gegen Werksschließung

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 17.09.2020Lesedauer: 2 Min.
Fahnen mit dem Schriftzug der Schaeffler AG wehen im Wind (Archivbild): In Wuppertal wollen Mitarbeiter die Werksschließung nicht akzeptieren.
Fahnen mit dem Schriftzug der Schaeffler AG wehen im Wind (Archivbild): In Wuppertal wollen Mitarbeiter die Werksschließung nicht akzeptieren. (Quelle: Karmann/dpa-bilder)
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Mitarbeiter von Schaeffler wollen den geplanten Stellenabbau nicht hinnehmen und haben sich zu Protesten zusammengeschlossen. In Wuppertal will man so die drohende Werksschließung verhindern.

Am Mittwoch haben zahlreiche Mitarbeiter des Automobil- und Industriezulieferers Schaeffler gegen die Pläne zum Personalabbau und zu Werksschließungen bei dem fränkischen Familienunternehmen protestiert. Auch in Wuppertal wollten die Mitarbeiter protestieren, denn hier droht sogar eine komplette Werksschließung.

Vor dem Standort in der Mettmanner Straße 79 haben sich laut "WZ" ab 14 Uhr Mitarbeiter rund 400 Mitarbeiter versammelt, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen. "Wir werden um das Werk in Wuppertal kämpfen. Die Schließung scheint von langer Hand geplant, der Arbeitgeber hat den Standort kaputtgefahren", sagt der Betriebsratsvorsitzende Özgür Ecevit Sönmezcicek der Zeitung.

Oberbürgermeister Andreas Mucke (SPD) fand zur geplanten Werkschließung ebenfalls deutliche Worte: "Mit großem Unverständnis, sehr großer Verärgerung und existenzieller Sorge um den Bestand des Standortes Wuppertal habe ich die Ankündigung Ihres Unternehmens zur Kenntnis genommen", heißt es in einer Erklärung. Und weiter: "Dabei beruhigt uns auch überhaupt nicht, dass Sie ankündigen, sozialverträgliche Lösungen zu finden. Denn wir haben mittlerweile das Vertrauen in die Verlässlichkeit Ihrer Ankündigungen und Entscheidungen verloren."

Corona-Krise trifft Autozulieferer

Doch nicht nur am Standort in Wuppertal hat es Proteste gegeben. In Schweinfurt hätten sich rund 1.500 Mitarbeiter an einer Protestveranstaltung beteiligt und am Firmensitz in Herzogenaurach hätten rund 200 Schaeffler-Beschäftigte an einem "Trauermarsch" teilgenommen, teilten Gewerkschafter der IG Metall mit.

Schaeffler kämpft wie viele andere Zulieferer mit der Strukturkrise im Automobilbau. Die Corona-Pandemie ließ das Unternehmen nun in die roten Zahlen rutschen. Die IG Metall kritisierte am Mittwoch, das Maßnahmenpaket ziele vor allem auf den eigentlich gut laufenden Industriebereich, weniger auf die Automotive-Sparte. "Ein Großteil der 4.400 Arbeitsplätze soll im Bereich Industrie abgebaut werden", sagte Thomas Höhn von der IG Metall in Schweinfurt.

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