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Alba Berlin ist deutscher Basketball-Meister: "Herz ist voll"


Finalsieg gegen Ludwigsburg  

Alba Berlin ist deutscher Basketball-Meister

28.06.2020, 17:44 Uhr | dpa, t-online.de

Alba Berlin ist deutscher Basketball-Meister: "Herz ist voll". Stellvertretend für eine intensive Partie: Albas Jonas Mattisseck (l.) und Ludwigsburgs Teyvon Myers streiten um den Ball. (Quelle: imago images/BBL-Foto)

Stellvertretend für eine intensive Partie: Albas Jonas Mattisseck (l.) und Ludwigsburgs Teyvon Myers streiten um den Ball. (Quelle: BBL-Foto/imago images)

Das Warten in der Hauptstadt hat ein Ende: Nach zwölf Jahren kehrt Alba Berlin auf den Basketball-Thron zurück und sichert sich die neunte Meisterschaft. Im zweiten Finalspiel gegen Ludwigsburg wurde es am Ende ziemlich knapp.

In souveräner Manier hat Alba Berlin beim außergewöhnlichen Finalturnier der Basketball-Bundesliga triumphiert und seine ersehnte neunte Meisterschaft gewonnen. Der Hauptstadtklub setzte sich am Sonntag in München mit 75:74 (42:35) auch im zweiten Endspiel gegen die MHP Riesen Ludwigsburg durch und holte erstmals seit 2008 wieder den Titel. Bereits das Final-Hinspiel hatte Alba mit 88:65 für sich entschieden und löste den früh gescheiterten Titelverteidiger und Gastgeber FC Bayern ab. 



Beste Alba-Werfer im weitgehend zuschauerleeren Audi Dome waren Niels Giffey und Martin Hermannsson mit jeweils 14 Punkten. Damit blieb das Pokalsieger-Team von Trainer Aito Garcia Reneses auch in seinem zehnten Spiel des Turniers zu Corona-Zeiten ungeschlagen und feierte zum ersten Mal seit 17 Jahren das Double. Außenseiter Ludwigsburg musste erneut auf seinen am Fuß verletzten Leistungsträger Marcos Knight verzichten und war bei seiner ersten Finalteilnahme klar unterlegen.

  • Alle Highlights des BBL Final-Turniers gibt es hier.


"Alba ist ein würdiger Meister. Sie haben generell eine starke Saison gespielt, schon den Pokal geholt. Alba war klar das beste Team im Turnier", sagte BBL-Chef Stefan Holz der Deutschen Presse-Agentur und gratulierte auch dem Finalgegner. "Ludwigsburg war mehr als ein Geheimtipp und hat eine tolle Saison gespielt, vielleicht die beste ihre Geschichte."

Nach dem Pokalsieg auch die Meisterschaft

Wie schon beim Pokaltriumph vor gut vier Monaten konnte Alba sein Finaltrauma überwinden. In den vergangenen beiden Saisons waren die Berliner jeweils an den Münchnern gescheitert, hatten unter Aito insgesamt fünf Titelchancen in Endspielen vergeben.

Auch dieser Korb von Jonas Wohlfarth-Bottermann konnte an der Ludwigsburger Niederlage nichts ändern. (Quelle: imago images/BBL-Foto)Auch dieser Korb von Jonas Wohlfarth-Bottermann konnte an der Ludwigsburger Niederlage nichts ändern. (Quelle: BBL-Foto/imago images)

"Wir waren in 30 Jahren von Alba wettbewerbsübergreifend 34-mal in Finalspielen - das zeigt unseren Anspruch, das zeigt, wie wir uns immer wieder neu erfunden haben. Aber klar, das Salz in der Suppe sind die Titel", sagte Geschäftsführer Marco Baldi bei Magentasport. "Es ist eine totale Freude, einen Titel zu gewinnen. Die Entwicklung von Alba Berlin wird das aber nicht dramatisch beeinflussen."

Hermannsson-Verbleib noch offen

So ist beispielsweise offen, ob der 73 Jahre alte Aito womöglich doch noch eine Saison in Berlin dranhängt. Leistungsträger wie Peyton Siva und Luke Sikma besitzen noch einen Vertrag über den Sommer hinaus, der Verbleib des starken Isländers Martin Hermannsson ist hingegen ungeklärt.

Zwei Tage nach dem deutlichen Hinspielsieg ließ Alba von Beginn an keine Zweifel am Titelgewinn. Sikma zeigte einen Rückwärts-Traumpass über seinen Kopf auf Center Landry Nnoko. Zwar lag Ludwigsburg früh mit 9:5 vorne, mit zwei getroffenen Distanzwürfen drehte Berlins Schwede Markus Eriksson aber die Partie. Alba war treffsicher von der Dreipunkte-Linie und spielte seine Erfahrung aus. Bei 15 Punkten Vorsprung gegen Ende des dritten Viertels schien die Partie entschieden, Ludwigsburg kämpfte sich aber nochmal heran. Bei den Riesen durften sich wieder mehrere deutsche Youngster beweisen, darunter auch die Trainersöhne Johannes und Jacob Patrick.

Für die Endspiel-Teilnehmer endete am Finaltag auch nach mehr als drei Wochen die Zeit im gemeinsamen Quarantäne-Hotel. "Es hätte nicht besser laufen können", resümierte Ligachef Holz das Turnier. Spätestens Mitte Oktober soll die nächste Saison beginnen - die Liga hofft dann wieder auf Zuschauer in den Arenen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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