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Eishockey-WM: Deutschland bangt vor Slowakei-Spiel um Goalie Grubauer

Eishockey-WM  

Deutschland bangt vor Schlüsselspiel um NHL-Torwart

15.05.2019, 09:04 Uhr | dpa

Eishockey-WM: Deutschland bangt vor Slowakei-Spiel um Goalie Grubauer. DEB-Goalie Philipp Grubauer: Deutschland droht ein Ausfall des NHL-Profis. (Quelle: imago images/Laci Perenyi)

DEB-Goalie Philipp Grubauer: Deutschland droht ein Ausfall des NHL-Profis. (Quelle: Laci Perenyi/imago images)

Im vierten Vorrundenspiel der Eishockey-WM wartet auf Deutschland der bislang schwerste Gegner: Gastgeber Slowakei. Mit einem Sieg kann das DEB-Team das Viertelfinale perfekt machen. Ein Hoffnungsträger droht jedoch auszufallen.

Vor dem Schlüsselspiel der WM-Vorrunde gegen Gastgeber Slowakei bangt Deutschlands Eishockey-Nationalteam um den Einsatz von NHL-Torhüter Philipp Grubauer. Der Keeper der Colorado Avalanche verletzte sich beim 4:1 (1:0, 2:1, 1:0) gegen Frankreich in seinem ersten Spiel bei der Weltmeisterschaft in Kosice und musste schon zur Hälfte der Partie offiziell wegen "muskulärer Problemen" vom Eis runter.

Ob der 27-Jährige am Mittwoch (ab 20.15 Uhr im Liveticker bei t-online.de) im möglicherweise vorentscheidenden Spiel um die Viertelfinal-Teilnahme wieder spielen kann, soll sich erst kurzfristig entscheiden, erschien zunächst aber zumindest fraglich.

Grubauer reiste erst am Sonntag an

"Das kann ich noch nicht sagen, weil ich kein Arzt bin. Wir schauen morgen früh, wie es ihm geht", sagte Bundestrainer Toni Söderholm nach dem dritten Sieg im dritten WM-Spiel. Grubauer war nach dem Playoff-Aus mit Colorado erst am Sonntag in Kosice angekommen. "Hoffen wir mal, dass es nichts Schlimmes ist. Vielleicht nur eine Zerrung. Und dass er im weiteren Turnierverlauf wieder für uns zum Einsatz kommt", meinte Kapitän Moritz Müller.

Sollte Grubauer im wichtigsten Spiel der Vorrunde ausfallen, würde Mathias Niederberger von der Düsseldorfer EG wie bei den Auftaktsiegen gegen Großbritannien (3:1) und Dänemark (2:1) oder Niklas Treutle im Tor stehen. Der Nürnberger Treutle war für Grubauer eingewechselt worden und zeigte eine gute Leistung.

Drei deutsche Auftaktsiege gab es zuletzt vor 89 Jahren

"Das ist ein Superstart, eine Super-Ausgangslage. Jetzt geht es richtig los", sagte Angreifer Patrick Hager. Zuletzt hatte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) 2011 noch unter Bundestrainer Uwe Krupp ebenfalls in der Slowakei die ersten drei Spiele gewonnen, stand damals aber mit einem Punkt weniger als nun da: Der dritte Sieg gegen Slowenien gelang vor acht Jahren nach Penaltyschießen. Drei Siege in den ersten drei WM-Spielen nach 60 Minuten schaffte Deutschland zuvor überhaupt nur einmal: Vor 89 Jahren bei der ersten Weltmeisterschaft. Damals war das Turnierformat allerdings noch ein völlig anderes.

Bedingt durch den Spielplan, der dem Olympiazweiten die vermeintlich leichteren Gegner zum Auftakt beschert hat, kann Deutschland mit einem weiteren Sieg am Mittwoch den Viertelfinal-Einzug so gut wie perfekt machen. Zudem wäre der DEB-Auswahl die direkte Olympia-Qualifikation für Peking 2022 kaum noch zu nehmen. "Schön, dass wir dem näher gekommen sind. Wir sollten aber nicht zu zufrieden sein, wir haben noch andere Sachen vor", meinte Kapitän Müller.

Slowakei schlägt Mitfavorit USA

Obwohl der WM-Gastgeber nach drei Spielen erst drei Punkte hat, wartet am Mittwoch der bislang schwerste Gegner auf das deutsche Team. Anders als Deutschland musste die Slowakei bislang nur gegen die Top-Nationen antreten, spielte dabei beeindruckend stark und gewann sogar gegen WM-Mitfavorit USA (4:1).

Sollte Deutschland den vierten Sieg in regulärer Spielzeit verpassen, wäre die angestrebte Viertelfinal-Qualifikation in Gefahr, da der wahrscheinliche deutsche Haupt-Konkurrent gegen die vermeintlich kleineren Nationen noch punkten kann. "Ich denke, dass die Slowakei bislang der härteste Brocken wird", sagte Top-Stürmer Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers, der zusammen mit Moritz Seider (18. Minute), Matthias Plachta (34.) und Korbinian Holzer (60.) gegen Frankreich traf (38.).

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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