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Formel 1: Nach Fan-Eklat – Max Verstappens "Orange Army" eskaliert weiter


"Bleib weg, wir wollen Dich nicht"

  • David Digili
Von David Digili

Aktualisiert am 12.07.2022Lesedauer: 3 Min.
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"Orange Army": Die Fans von Max Verstappen hüllen den Großen Preis von Österreich in orangenen Rauch.
"Orange Army": Die Fans von Max Verstappen hüllen den Großen Preis von Österreich in orangefarbenen Rauch. (Quelle: IMAGO/HOCH ZWEI)
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Beim Großen Preis von Österreich kommt es zu schlimmen Vorfällen auf den Tribünen. Im Mittelpunkt dabei: die Fans von Formel-1-Weltmeister Max Verstappen.

Die Meldungen erschreckten. Machten wütend. Sorgten für Kopfschütteln. "Wer auch immer diese Leute sind, sie sollten sich schämen und auf Lebenszeit von Rennveranstaltungen ausgeschlossen werden", erklärte Sebastian Vettel. "Ich denke, es sollte null Toleranz geben."

Denn nach dem Großen Preis von Österreich bestimmt nicht Sieger Charles Leclerc die Schlagzeilen oder das nächste Erfolgserlebnis von Mick Schumacher (mehr dazu lesen Sie hier) – sondern ein Eklat für die Formel 1.

Die Formel 1 reagiert deutlich

Gleich mehrfach beschwerten sich weibliche Fans wegen Übergriffen während dieses Rennwochenendes in Spielberg. Die Veranstaltung sei für sie zum Spießrutenlauf geworden, sie meldeten auch Belästigungen, Beleidigungen und tätliche Übergriffe. Auch rassistische und homophobe Beleidigungen soll es über die Tage gegeben haben.

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Die Rennserie sah sich zu einem deutlichen Statement gezwungen: "Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass einige Fans völlig inakzeptablen Kommentaren ausgesetzt waren. Wir nehmen diese Angelegenheit sehr ernst, haben sie mit dem Rennpromoter und der Security thematisiert, und werden mit denen sprechen, die diese Vorfälle gemeldet haben", schrieb die Formel 1 in einer ersten Stellungnahme. Und weiter: "Dieses Verhalten ist inakzeptabel und wird nicht toleriert werden."

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Auch Weltmeister Max Verstappen selbst ging auf Abstand – sollen doch gerade Fans des Red-Bull-Piloten an den Vorfällen beteiligt gewesen sein. "Ich habe einige schockierende Sachen gelesen, das ist nicht okay."

Die "Orange Army" wird zum Problem

Tatsächlich wird seit Jahren schon jeder Grand Prix in der Steiermark zum großen Auftritt der "Orange Army" – die das Rennwochenende in der Alpenrepublik eigentlich in den zweiten "Großen Preis der Niederlande" verwandelt. Die "Orange Army", das sind die – zurückhaltend formuliert – leidenschaftlichsten unter den Verstappen-Anhängern. Zu Tausenden bevölkern sie die Tribünen und die umliegenden Anlagen, hüllen die Strecke in orangefarbenen Rauch.

Die Kontrolle verloren: Fans aus der "Orange Army" haben nach dem Rennen in Spielberg Werbeplakate abgerissen.
Die Kontrolle verloren: Fans aus der "Orange Army" haben nach dem Rennen in Spielberg Werbeplakate abgerissen. (Quelle: IMAGO/DPPI)

Aber: Nun könnte die "Orange Army" auch zum Problem werden. Nicht nur für Verstappen, sondern für die ganze Formel 1.

Eine Besucherin berichtete beispielsweise, ihr sei auf einer Fantribüne inmitten von Verstappen-Fans das Kleid angehoben worden. Als sie die Täter konfrontierte, hätten diese geantwortet, als Anhängerin von Lewis Hamilton verdiene sie keinen Respekt. Die Stimmung zwischen den Fan-Lagern der beiden Rivalen scheint sich immer weiter aufzuladen.

Immer tiefere Gräben zwischen Verstappen- und Hamilton-Fans

In welche Abgründe das führen kann, musste Hamilton während des Qualifyings in Spielberg leidvoll selbst erfahren: Bei seinem recht heftigen Einschlag in die Bande brandete unter den zahlreichen Verstappen-Anhängern großer Jubel auf – noch bevor klar war, dass der Brite unverletzt ist.

Unter Beobachtung: Lewis Hamilton (li.) musste nach seinem Crash am Rennwochenende die Häme der Verstappen-Fans über sich ergehen lassen.
Unter Beobachtung: Lewis Hamilton (li.) musste nach seinem Crash am Rennwochenende die Häme der Verstappen-Fans über sich ergehen lassen. (Quelle: IMAGO/GEPA pictures/ Wolfgang Jannach)

Zuvor hatte Verstappen in einem Interview mit "Sport 1" gestichelt, die niedrigere Intensität der Duelle mit seinem aktuellen Konkurrenten Charles Leclerc als die seiner Zweikämpfe mit Hamilton gründe sich darin, "wie sehr man die andere Person respektiert. Ich kenne Charles wie gesagt schon sehr lange. Damit hat man automatisch mehr Respekt voreinander, weil man sich logischerweise auch viel besser kennt."

"Ich finde das schade"

Aller Rivalität mit dem siebenmaligen Weltmeister zum Trotz sagte Verstappen aber auch: "Grundsätzlich finde ich es schade, dass die Fans in der Tat wie Fußball-Fans reagieren. Sie pfeifen immer den Gegner aus. In Holland pfeifen sie gegen Lewis, in England gegen mich. Ich finde das schade, weil wir oft extrem harte, sportlich hochwertige Kämpfe austragen. Da müsste man auch den Gegner respektieren."

Schwierige Situation: Selbst Max Verstappen selbst scheinen die eigenen Fans mittlerweile unangenehm zu sein.
Schwierige Situation: Selbst Max Verstappen scheinen die eigenen Fans mittlerweile unangenehm zu sein. (Quelle: IMAGO/Sammy Minkoff)

Beim vorangegangenen Rennen in Silverstone wiederum – Hamiltons Heimrennen – wurde Verstappen tatsächlich vom heimischen Publikum gnadenlos ausgepfiffen. Das dramatische Saisonfinale 2021, als sich der Niederländer im Chaos des letzten Saisonrennens in Abu Dhabi noch in der letzten Runde den WM-Titel vor Hamilton sicherte, scheint die Gemüter besonders auf den Rängen noch immer zu erhitzen.

Die nun gemeldeten Vorfälle aber haben eine neue Dimension. Und das Fahrerlager reagiert geschlossen. Mercedes-Teamchef Toto Wolff wurde deutlich: "Wer auch immer meinen Satz liest: Bleib weg, wir wollen dich nicht, wenn du zu der Gruppe gehörst. Wenn du ein richtiger Formel-1-Fan bist, egal von welchem Team, egal von welchem Fahrer, kannst du nicht rassistisch, nicht homophob oder sexistisch sein, denn dann passt du nicht in die Formel 1 und wir wollen dich nicht." Verstappen brachte einen anderen Vorschlag ein, der enthemmten Zuschauer Herr zu werden: "Du machst manchmal dumme Sachen, wenn du Alkohol trinkst. Ich will damit nichts entschuldigen. Aber man könnte das regulieren. Es gibt eine bestimmte Menge an Alkohol."

Hamilton selbst zog ein ernüchterndes Fazit: "We Race As One" – das Motto, mit dem sich die Formel 1 gegen Rassismus und Ausgrenzung stark macht – sei zwar "gut und schön". Aber: "Es hat nicht wirklich etwas bewirkt."

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherche
  • Interview mit Max Verstappen bei Sport1
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