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Formel 1: Ärger über Helm-Regel – Vettel: "Ich halte das für Bullshit"

Streit um Helm-Regel  

Vettel: "Ich halte das für großen Bullshit"

Von Cian Hartung

11.11.2019, 17:51 Uhr
Formel 1: Ärger über Helm-Regel – Vettel: "Ich halte das für Bullshit". Hatte in seiner Karriere mehr als 60 unterschiedliche Helm-Designs: Ferrari-Star Sebastian Vettel. (Quelle: imago images/Motorsport Images)

Hatte in seiner Karriere mehr als 60 unterschiedliche Helm-Designs: Ferrari-Star Sebastian Vettel. (Quelle: Motorsport Images/imago images)

Seit 2016 dürfen die Formel 1-Fahrer ihr Helm-Design nur ein Mal in der Saison wechseln. Viele Piloten fühlen sich eingeschränkt und fordern nun mehr Freiheiten. Dabei wurde die Regelung vor allem aus Marketing-Gründen eingeführt. 

Früher konnten die Fahrer beliebig oft ihre Helm-Designs wechseln. Seit 2016 ist aber Schluss damit. Denn zu der Saison führte die FIA ein, dass die Formel-1-Piloten nur ein Mal innerhalb eines Rennjahres das Design ihres Helms ändern. Der Hintergrund: So sollten die Zuschauer an der Strecke und am Bildschirm die Fahrer besser erkennen können.

Außerdem sollte die neue Regelung der Vermarktung der Fahrer helfen. Beispielsweise nutzten in der langen Geschichte der Formel-1-Fahrer wie Michael Schumacher oder Ayrton Senna ihre charakteristischen Helmdesigns für einen höheren Wiedererkennungswert. Besonders Sennas leuchtend gelber Helm hat noch heute Kultstatus. Doch die Fahrer sehen das anders und fordern daher eine Regel-Revolution.

Trug seine Karriere lang das gleiche Helm-Design: Formel-1-Legende Ayrton Senna. (Quelle: imago images/Motorsport Images)Trug seine Karriere lang das gleiche Helm-Design: Formel-1-Legende Ayrton Senna. (Quelle: Motorsport Images/imago images)

Vettel: "Wir Fahrer sollten es in der Hand haben"

"Meine Meinung ist: Wir Fahrer sollten es in der Hand haben, wie unser Helm aussieht", so Vettel, der seinen Fans bis zur Einführung der Regel rund 60 verschiedene Helm-Farbgebungen präsentierte.

Wechselte zu Red-Bull-Zeiten regelmäßig sein Helm-Farbe: Ferrari-Pilot Sebastian Vette – hier noch bei Red Bull (2013). (Quelle: imago images/Crash Media Group)Wechselte zu Red-Bull-Zeiten regelmäßig sein Helm-Farbe: Ferrari-Pilot Sebastian Vette – hier noch bei Red Bull (2013). (Quelle: Crash Media Group/imago images)

"Ich halte die Regel daher für großen Bullshit", so Vettel und schiebt die Begründung gleich hinterher: "Wir haben ja schon sehr wenig Spielraum. Der Helm ist wahrscheinlich die einzige Gelegenheit."

Verstappen: "Da könnte man uns einfach machen lassen"

Einig ist er bei der Frage mit seinem Dauerkonkurrenten, dem Red-Bull-Fahrer Max Verstappen. "Ich finde es schön, jedes Jahr ein anderes Design zu haben. Immer nur der gleiche Look, das wird doch langweilig", findet der Niederländer.

Lässt seine Helme meist orange färben: Der Niederländer Max Verstappen. (Quelle: imago images/Motorsport Images)Lässt seine Helme meist orange färben: Der Niederländer Max Verstappen. (Quelle: Motorsport Images/imago images)

Alles sollte erlaubt sein, sagt er, schließlich diene der Helm inzwischen nicht mehr als alleiniges Unterscheidungsmerkmal. "Wir haben große Nummern auf den Autos und Halo über dem Cockpit. Da könnte man uns einfach machen lassen", kritisiert Verstappen.

Bottas: "Wir sollten bestimmen, nicht jemand anderes"

Der designierte Mercedes-Vizemweltmeister Valtteri Bottas fügt sich der Meinung seiner beiden Kollegen an: "Es wäre schön, wenn wir da ein paar mehr Freiheiten hätten, denn der Helm ist etwas Persönliches", so der Finne. "Da sollten wir bestimmen, nicht jemand anderes."
  

   
In der Vergangenheit haben Vettel und Verstappen bereits mehrmals gegen die Helm-Regel protestiert und sogar verstoßen. So variierte Vettel sein Helm-Design basierend auf den schwarz-rot-goldenen Streifen der Deutschland-Flagge immer wieder ohne dies vorher bei der FIA angemeldet zu haben. Verstappen fuhr beim Red-Bull-Heimrennen in Spielberg sogar mit einem gänzlich anderem Design, ohne dies vorher mit dem Automobilverband abgesprochen zu haben. Weder Vettel noch Verstappen wurden von der Rennleitung bislang dafür bestraft.

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