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Mercedes-Probleme werfen Fragen auf – auch Vettel hadert

Von t-online, BZU

Aktualisiert am 28.03.2021Lesedauer: 3 Min.
Lewis Hamilton (l.) neben Valtteri Bottas: In Bahrain läuft es bisher noch nicht für Mercedes.
Lewis Hamilton (l.) neben Valtteri Bottas: In Bahrain läuft es bisher noch nicht für Mercedes. (Quelle: Motorsport Images/imago-images-bilder)
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Jahrelang dominierte Mercedes die Formel 1. Doch zum Start der neuen Saison hat der Dauerchampion Probleme. Von einem "unfahrbaren" Wagen ist sogar die Rede. Und auch Sebastian Vettel im Aston Martin schwächelt.

Fast eine halbe Sekunde hatte Max Verstappen im Qualifying Vorsprung, im dritten Freien Training zuvor waren es sogar sieben Zehntel. Der Niederländer im Red Bull fährt in Bahrain bisher vorneweg. "Das Auto funktioniert richtig gut in diesem Jahr, das ist ein großartiger Start", sagte er selbstbewusst nach dem Qualifying. Dass Verstappen am Sonntag von der Pole Position startet, ist aber nicht nur eigenes Können, sondern auch das Schwächeln anderer.

Allen voran Mercedes sorgte für Verwunderung bei den Formel 1-Fans. Denn die Silberpfeile, die über Jahre hinweg das Geschehen in der Königsklasse des Motorsports dominierten, hatten Probleme. "Ich konnte nicht wirklich Runden zusammenbekommen, und das Auto fühlte sich teilweise wirklich unfahrbar an", erklärte Valtteri Bottas nach den ersten zwei Trainings, fügte jedoch an: "Aber es ist Freitag, und deshalb fahren wir Trainings."

"Nun beginnt der Kampf"

Einen Tag später reichte es zumindest für die Plätze zwei und drei im Qualifying. Wirkliche Freude wollte bei Teamchef Toto Wolff aber nicht aufkommen: "Ich weiß nicht, ob das besser oder schlechter als erwartet ist, aber jeder Rückstand ist hart zu ertragen", zitierte das "Motorsport Magazin" den 49-Jährigen. Gleichzeitig blieb der Österreicher angriffslustig: "Ich bin stolz darauf, wie wir uns vom Test zurückgekämpft haben, das war suboptimal. Nun beginnt der Kampf."

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Doch die Probleme von Mercedes werfen Fragen auf. Eine davon ist, worin die Vorteile Red Bulls liegen. Weltmeister Lewis Hamilton sieht sie im Tempo: "Wir wollen natürlich Erster sein, aber wir wussten von Tag eins an, dass Red Bull schneller ist als wir." Auch Toto Wolff lobte die Arbeit des Konkurrenten: "Sie haben einen großartigen Job gemacht. Sie haben eine extrem konkurrenzfähige Power-Unit abgeliefert."

Toto Wolff bleibt vor dem Rennen in Bahrain gelassen.
Toto Wolff bleibt vor dem Rennen in Bahrain gelassen. (Quelle: PanoramiC/imago-images-bilder)

Auch die Gegebenheiten der Strecke kämen Red Bull entgegen, meint Wolff. "Bahrain war auch im letzten Jahr nicht großartig. Red Bull meistert Streckenlayout und Asphalt hier besser als wir. Aber das ist keine Erklärung, die akzeptabel ist: Wir müssen das tun, was wir auch die letzten Jahre gemacht haben. Auto, Reifen und alles optimieren, um dann wieder im Rennen zu sein." Das ist der Plan für das Rennen am Sonntag (ab 17 Uhr im Liveticker bei t-online).

Rätsel bei Aston Martin

Weitaus weniger optimistisch ist Sebastian Vettel. Der Heppenheimer hatte sich seinen Auftakt im Aston Martin anders vorgestellt. Nur die beiden Haas-Boliden konnte er am Samstag hinter sich lassen. Startplatz 18 ist die Realität für den ehemaligen Ferrari-Piloten.

"Ich hatte gleich zweimal die gelbe Flagge, da ging dann nichts mehr", sagte Vettel, "was drin gewesen wäre, ist schwer zu sagen, aber eine Sekunde schneller hätte ich wohl sein können."

Für Sebastian Vettel ist der Start im Aston Martin noch ausbaufähig.
Für Sebastian Vettel ist der Start im Aston Martin noch ausbaufähig. (Quelle: Motorsport Images/imago-images-bilder)

Vettel und Teamkollege Lance Stroll, in der Quali letztlich Zehnter, waren schon im Training nicht in Schwung gekommen. Vettel kämpfte nach sechs Jahren im Ferrari zudem noch immer mit den neuen Bedingungen. "Bremsen, lenken, wie das Auto gefahren werden will", sagte er schon vor der Quali: "Ich muss mich immer noch an ein paar Dinge gewöhnen."

Ein Aufwärtstrend war allerdings durchaus zu erahnen, umsetzen konnte Vettel diesen dann aber nicht mehr. "Wir hatten einige Dinge verändert, das Auto fühlte sich direkt besser an", so Vettel: "Wir sind nicht da, wo wir sein wollen, aber wir machen mit jedem Lauf Fortschritte. Die Lernkurve ist noch steil." Im Rennen soll nun eine Aufholjagd gelingen: "Wir sind schneller als Platz 18."

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