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Formel 1 in Frankreich: Verstappen schlägt Hamilton – Vettel stark

Formel 1 in Frankreich  

Krimi in Le Castellet: Verstappen schlägt Hamilton – Vettel stark

20.06.2021, 16:52 Uhr | dd, t-online

Formel 1 in Frankreich: Verstappen schlägt Hamilton – Vettel stark. Prägend beim Großen Preis von Frankreich: Hamilton (l.) und Verstappen im Duell. (Quelle: Reuters/Yves Herman)

Prägend beim Großen Preis von Frankreich: Hamilton (l.) und Verstappen im Duell. (Quelle: Yves Herman/Reuters)

Das Rennen in Le Castellet steht ganz im Zeichen des Zweikampfs zwischen den beiden Titelkandidaten. Am Ende setzt sich Max Verstappen knapp vor Lewis Hamilton durch – und auch Sebastian Vettel zeigt die nächste ansprechende Leistung.

Was für ein Krimi zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen beim Großen Preis von Frankreich – und was für ein wichtiger Sieg für den Niederländer im Kampf um den WM-Titel der Formel 1: Der Red-Bull-Pilot setzte sich nach einem packenden Duell über fast die gesamte Renndistanz gegen den Briten im Mercedes durch. Durch den Sieg auf dem Kurs in Le Castellet behält Verstappen (nun 131 Punkte) dazu auch die Führung in der WM-Wertung vor seinem Rivalen (nun 119). Platz drei belegte Verstappens Teamkollege Sergio Perez.

Auch Sebastian Vettel fuhr ein starkes Rennen und wurde nach Startplatz zwölf noch Neunter, sammelte damit zum dritten Mal in Folge Punkte. Mick Schumacher zeigte am Ende des Feldes erneut eine respektable Leistung im unterlegenen Haas und landete auf Platz 19 erneut vor seinem Teamkollegen Nikita Mazepin.

"Es war nicht einfach, ich musste auf den letzten Runden noch einige Leute überholen, aber es hat gelangt", sagte Verstappen: "Ich habe das genossen. Wir kämpfen weiter, das wird noch eine aufregende Saison." Für Hamilton war auch der zweite Rang nach schwierigen Tagen offensichtlich ein Trost. "Wir hatten das ganze Wochenende über Probleme", sagte er, "dafür ist das ein gutes Resultat. Wir haben auf den Geraden viel auf Red Bull verloren, das müssen wir uns nochmal genauer anschauen."

So lief das Rennen:

Le Castellet galt eigentlich als Mercedes-Strecke, nach den desaströsen Vorstellungen der Dauersieger auf den Stadtkursen in Monaco und Baku hoffte man auf der konventionellen Rennstrecke von Paul Ricard auf eine Rückkehr zur Normalität – immerhin feierte der 36-jährige Hamilton bei den vergangenen beiden Auflagen in Südfrankreich jeweils ungefährdete Siege.

Doch in diesem Jahr ist Red Bull mindestens auf Augenhöhe. Auf den Geraden hatte Verstappen sogar deutliche Vorteile gegenüber Hamilton und dessen Teamkollegen Valtteri Bottas. Am Ende holte der Niederländer seinen 13. Formel-1-Sieg und den dritten der Saison vor Hamilton und seinem Teamkollegen Sergio Perez. Bemerkenswert aber: Red Bull macht Mercedes nun auch bei der Strategie Konkurrenz, schlug den Rivalen mit dessen vielfach gepriesener "Barcelona-Taktik".

Verstappen gewann den Start, rutschte aber in der zweiten Kurve weg und musste Hamilton passieren lassen. Der Brite konnte sich Zehntel um Zehntel absetzen. Als Verstappen am Ende der 18. Runde zum Reifenwechsel reinkam, betrug sein Rückstand auf den WM-Rivalen gute drei Sekunden – doch diese holte er in einer Runde auf: Als Hamilton einen Umlauf später aus der Boxengasse auf die Strecke zurückrollte, hatte Verstappen haarscharf die Nase vorn.

Die Entscheidung kam kurz vor Schluss

Nun fuhren Verstappen, Hamilton und dessen Teamkollege Valtteri Bottas wie an der Perlenschnur hintereinander her. Hamilton attackierte, kam aber nicht in Schlagdistanz. Verstappen klagte früh über nachlassende Reifen, 21 Runden vor dem Rennende tauschte der Niederländer nochmal auf Medium, Hamilton blieb draußen und schonte seine Pneus.

Doch es nutzte nichts. Verstappen machte es wie Hamilton beim vierten Saisonrennen in Barcelona. Er nahm einen zwischenzeitlichen Platzverlust in Kauf, um mit frischen Reifen wie in Siebenmeilenstiefeln die Spitze zurückzuerobern. Phasenweise war Verstappen zwei Sekunden pro Runde schneller als Hamilton, in der 52. von 53 Runden übernahm der Niederländer die Spitze.

Verwendete Quellen:
  • Mit Material der Nachrichtenagentur SID

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