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"MĂŒhsames Aufholen": Verstappen traut dem Momentum nicht

Von dpa
09.05.2022Lesedauer: 3 Min.
Red-Bull-Pilot Max Verstappen reckt bei der Siegerehrung die Faust in die Luft.
Red-Bull-Pilot Max Verstappen reckt bei der Siegerehrung die Faust in die Luft. (Quelle: Hasan Bratic/dpa./dpa)
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Miami (dpa) - Mit einer lÀrmenden Polizei-Eskorte erschien Miamis Premierensieger Max Verstappen zur Podiumsfeier und streckte mit einem Football-Helm auf dem Kopf die Faust in den Himmel.

Als sich der ausgepumpte Formel-1-Weltmeister wieder aus einem Netz von Luftschlangen befreit hatte, diktierte er seinem Team gleich den nĂ€chsten Arbeitsauftrag. "Wir haben immer noch einige Probleme. Wir mĂŒssen sicherstellen, dass wir verlĂ€sslicher sind", mahnte der 24-JĂ€hrige nach dem schweißtreibenden Erfolg in Florida.

Verstappen mit dritten Sieg im fĂŒnften Lauf

Seinen dritten Sieg im fĂŒnften Saisonlauf nahm der NiederlĂ€nder eher geschĂ€ftsmĂ€ĂŸig zur Kenntnis. "Es ist wirklich schön hier, aber du kannst auch hier nur 25 oder 26 Punkte holen", entgegnete Verstappen auf die Frage, ob ihm der Sieg beim glamourösen DebĂŒt der Rennserie in Miami besonders viel bedeute. Noch immer nagen die beiden AusfĂ€lle in Bahrain und Australien am Champion, der deshalb noch 19 Punkte RĂŒckstand auf WM-Widersacher Charles Leclerc hat.

"Es wird ein mĂŒhsames Aufholen. Wir werden nicht jedes Rennen gewinnen und es wird knapp werden", sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko dem TV-Sender Sky mit Blick auf das Titelrennen. Dank seiner Steuerkunst hatte Verstappen auf den Schlussrunden von Miami die Attacken von Leclerc abgewehrt, nachdem ein Safety-Car ihm den zuvor komfortablen Vorsprung geraubt hatte. Immer mehr spitzt sich in diesem Jahr auf diesen Zweikampf zu, in dem der Titelverteidiger gerade das Momentum auf seiner Seite hat.

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Doch Verstappen traut seinem GlĂŒck nicht ganz. Die Technik-Pannen am Trainingsfreitag und der Sensordefekt im Motor seines Teamkollegen Sergio Perez im Rennen nĂ€hrten die Sorgen des Champions vor weiteren kostspieligen RĂŒckschlĂ€gen. "Das Auto ist schnell, aber wir mĂŒssen diese Probleme abstellen", forderte Verstappen.

Ferrari will Druck auf Red Bull erhöhen

Leclercs Ferrari-Team will den Druck auf Red Bull schon beim nĂ€chsten Grand Prix in Barcelona wieder erhöhen. Teamchef Mattia Binotto kĂŒndigte eine neue Ausbaustufe fĂŒr den F1-75 an. "Ich hoffe, sie funktionieren, damit wir sie uns wieder schnappen können", sagte der Italiener.

Im WettrĂŒsten um den Titel habe sich Red Bull durch einen Kraftakt bei der Entwicklung des Autos in den vergangenen Wochen einen kleinen Vorteil verschafft. "Aber die Budgetgrenze setzt ein Limit fĂŒr die Ausgaben. Also hoffe ich, sie hören irgendwann auf mit dem Entwickeln", sagte Binotto.

Sein Chefpilot Leclerc gab sich trotz des nĂ€chsten DĂ€mpfers mit Blick auf die Gesamtwertung noch betont gelassen. "Ich mag die Position des Gejagten, weil das bedeutet, dass du etwas richtig machst", sagte der Monegasse. "Wir mĂŒssen einfach immer weiter pushen. Es ist knapp und das wollen alle so sehen", fĂŒgte Leclerc hinzu.

Stallduell bei Red Bull

Im Action-Krimi zwischen ihm und Verstappen droht der Konkurrenz auch fĂŒr den Rest der Saison die Nebenrolle. Serien-Weltmeister Mercedes ist nur noch dritte Kraft und kommt einfach nicht nĂ€her, George Russell als FĂŒnfter und Lewis Hamilton als Sechster waren chancenlos. "Wir sind im Niemandsland", klagte Teamchef Toto Wolff.

Auch die ambitionierten Herausforderer McLaren, Alpine und Sebastian Vettels Arbeitgeber Aston Martin haben die radikale Regelreform nicht fĂŒr den großen Wurf nutzen können. Dem Rest fehlen die Mittel.

Auch deshalb kann Verstappen damit rechnen, dass es im Kampf um Siege vorerst weiter nur auf ihn und Leclerc zulĂ€uft. Also zieht der Weltmeister seine Zuversicht daraus, dass er in dieser Saison immer gewonnen hat, wenn er es ĂŒber die volle Distanz schaffte. "Ich muss einfach immer ins Ziel kommen", sagte Verstappen.

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