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2. Bundesliga: Frühe Unterzahl – HSV verliert Derby gegen St. Pauli deutlich


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Frühe Unterzahl – HSV verliert Derby gegen St. Pauli klar

Von sid
Aktualisiert am 14.10.2022Lesedauer: 3 Min.
St. Pauli jubelt: Sie gewannen das Hamburg-Derby gegen den HSV.
St. Pauli jubelt: Das Team von Trainer Timo Schultz gewann das Hamburg-Derby gegen den HSV. (Quelle: IMAGO/MIS)
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Herber Dämpfer für den HSV im Aufstiegsrennen. Im Hamburg-Derby setzte es eine Niederlage gegen St. Pauli. Die Tabellenführung könnten sie damit verlieren.

Die beeindruckende Erfolgsserie des Hamburger SV ist in einem hitzigen Stadtderby gerissen. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter unterlag in Unterzahl beim FC St. Pauli deutlich mit 0:3 (0:0) und muss nach zuvor sechs Spielen ohne Niederlage um die Tabellenführung in der 2. Bundesliga bangen. Darmstadt 98 kann schon mit einem Unentschieden beim Karlsruher SC am Samstag (13.00 Uhr im Liveticker bei t-online) vorbeiziehen.

St. Pauli beendete durch die Tore von Eric Smith (61.), Marcel Hartel (74.) und David Otto (89.) eine Serie von sieben Spielen ohne Sieg. Dabei profitierten die Gastgeber von der frühen Roten Karte gegen HSV-Kapitän Sebastian Schonlau (28., Notbremse).

Im Parallelspiel trennten sich Greuther Fürth und Hansa Rostock 2:2 unentschieden. Dabei glichen die Rostocker erst in der dritten Minute der Nachspielzeit durch einen Elfmeter aus.

Hamburger SV – FC St. Pauli

Trotz der ungünstigen Voraussetzungen vor der Begegnung wollte Pauli-Trainer Timo Schultz von der Außenseiterrolle nichts wissen. "So ein Derby kannst du vom Rest der Saison ausklammern", sagte Schultz und versprach "viel Kampf mit offenem Visier". Sein Team legte entsprechend mutig los. Kapitän Jackson Irvine köpfte im Anschluss an eine Ecke nach nur 47 Sekunden knapp drüber.

Danach übernahm aber der Favorit vor 29.205 Zuschauern am Millerntor das Kommando. Beim ersten gefährlichen HSV-Abschluss durch Ludovit Reis war aber Torhüter Nikola Vasilj zur Stelle (11.). Die Gastgeber standen tief, lauerten aber auf Umschaltmomente und hatten die große Chance zur Führung: Etienne Amenyido scheiterte aber am stark reagierenden Daniel Heuer Fernandes (15.).

Pyrotechnik auf der Tribüne: Das Derby verliefe auf den Rängen und auf dem Platz hitzig.
Pyrotechnik auf der Tribüne: Das Derby verlief auf den Rängen und auf dem Platz hitzig. (Quelle: IMAGO/Stephanie Zerbe/ Eibner-Pressefo)

Nach der ansehnlichen Anfangsphase wurde die Begegnung immer hektischer, viele Fouls und schnelle Ballverluste prägten das Geschehen. Der HSV tat sich schwer, seine größeren spielerischen Fähigkeiten auf den Platz zu bringen.

Nach einem langen Abschlag von Vasilj war die Innenverteidigung der Gäste indisponiert. Schonlau schubste den enteilten Amenyido und sah von Schiedsrichter Deniz Aytekin die Rote Karte. Der HSV spielte trotz Unterzahl weiter nach vorne, doch St. Pauli hatte nun mehr Räume. Igor Matanovic hätte bei seinem Pfostentreffer fast für die Pausenführung des Außenseiters gesorgt (44.).

St. Pauli erhöhte zu Beginn des zweiten Durchgangs den Druck. Leart Paqarada verzog aber zweimal (54., 60.). Smith traf dann per Kopf nach einem Eckball. Die Begegnung wurde noch hitziger, bei einer Rudelbildung in der 68. Minute waren sogar beide Torhüter beteiligt. Hartel sorgte dann mit seinem dritten Saisontor für die Entscheidung, Otto legte noch einen drauf.

Greuther Fürth – Hansa Rostock

Greuther Fürth musste unterdessen kurz vor dem Schlusspfiff gegen ein rustikales Hansa Rostock einen weiteren Tiefschlag hinnehmen. Die Franken ließen sich am Freitag beim 2:2 (1:0) von der ruppigen Spielweise der Gäste zwar lange nicht aus dem Konzept bringen. Ein unmittelbar vor dem Ende verwandelter Foulelfmeter von Ryan Malone (90.+3) brachte die konsternierten Franken aber um ihren zweiten Saisonsieg. Die Mannschaft von Trainer Marc Schneider kletterte nach dem dritten Remis am Stück zum Auftakt des 12. Spieltags aber vorerst auf Tabellenplatz 15.

Enttäuschte Fürther: Sie gaben einen Sieg in der Nachspielzeit aus der Hand.
Enttäuschte Fürther: Sie gaben einen Sieg in der Nachspielzeit aus der Hand. (Quelle: IMAGO/Sportfoto Zink / Wolfgang Zink)

Der Fürther Kapitän Branimir Hrgota (20. Minute) erzielte vor 10.516 Zuschauern die Führung. Ein Klärungsversuch per Kopf von Damian Roßbach landete direkt vor seinen Füßen, Hrgota hämmerte den Ball aus 17 Metern ins Tor. Ein Fernschuss des Stürmers (36.) krachte später gegen die Latte, aus kurzer Distanz scheiterte er (45.+6) auch noch an Keeper Markus Kolke.

Den zwischenzeitlichen Ausgleich von Lukas Fröde (57.) machte per Kopf Ragnar Ache (60.) nach einer herrlichen Flanke von Simon Asta wieder wett. Nach Gelb-Rot gegen John Verhoek (62.) vergab kurz vor dem Ende Afimico Pululu (88.) die dicke Chance zum 3:1. Im Gegenzug schockte Malone die Hausherren.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagenturen SID und dpa
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