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Aufsteiger Hoffenheim schießt sich zur Herbstmeisterschaft


Aufsteiger Hoffenheim schießt sich zur Herbstmeisterschaft

04.08.2012, 18:14 Uhr | t-online.de

Aufsteiger Hoffenheim schießt sich zur Herbstmeisterschaft. Demba Ba, Carlos Eduardo und Vedad Ibisevic (v. li.) reiten mit Hoffenheim auf der Erfolgswelle. (Quelle: imago)

Demba Ba, Carlos Eduardo und Vedad Ibisevic (v. li.) reiten mit Hoffenheim auf der Erfolgswelle. (Quelle: imago)

Von null auf Platz eins. In der Saison 2008/2009 schaffte der ehemalige Provinzverein TSG 1899 Hoffenheim das scheinbar Unmögliche. Im letzten Spiel vor der Winterpause sicherten sich die Kraichgauer durch ein 1:1 gegen Schalke die Herbstmeisterschaft. Erst als zweiter Klub in der Geschichte der Bundesliga gelang einem Aufsteiger dieses Kunststück. Elf Jahre zuvor war der 1. FC Kaiserslautern nach dem Aufstieg Spitzenreiter der abgelaufenen Vorrunde geworden.

"Ich bin mehr als glücklich und stolz", sagte Dietmar Hopp, Mäzen des Kleinstadt-Klubs und Vater des Erfolgs, und leistete sich einen kleinen Seitenhieb auf Verfolger Bayern München. "Ich bin heilfroh, dass wir diesen Punkt gemacht haben. Wir sind zwar punktgleich, aber wir stehen vor Bayern. Wir sind nicht mehr der Dorfverein, wir sind der Verein der Metropolregion Rhein-Neckar", sagte Hopp.

Ungeschlagen im Carl-Benz-Stadion

Bemerkenswert in dieser Hinrunde war die Heimbilanz des Aufsteigers. 1899 wahrte zu Hause eine weiße Weste. Nur zwei Unentschieden konnten die Gegner im Mannheimer Carl-Benz-Stadion erringen.

Von der Kreisliga A bis in die Bundesliga

Die Vereinsgeschichte des Klubs aus dem Sinsheimer Stadtteil Hoffenheim klingt wie ein Märchen. Die Fußballabteilung schaffte zwischen 1990 und 2008 den Aufstieg aus der Kreisliga A bis ins Profigeschäft Bundesliga - ermöglicht durch die Millionen des Milliardärs und SAP-Gründers Hopp.

Beispielsweise gab die TSG vor der Saison 2007/08 mehr Geld für Neuverpflichtungen aus als alle übrigen Zweitligisten zusammen. Hoffenheim verpflichtete unter anderem die Junioren-Nationalspieler Carlos Eduardo aus Brasilien, den Nigerianer Chinedu Obasi sowie den österreichischen Nationalspieler Andreas Ibertsberger.

Es folgt der Absturz

Doch Fußballdeutschland brachte Hoffenheim nicht nur Sympathien entgegen. In den Medien wurde der Verein wegen der finanziellen Zuwendungen durch Mäzen Hopp als "Retortenklub" charakterisiert. Hopp selbst war Zielscheibe der gegnerischen Fans.

Dann folgte der Absturz: Mit Beginn der Rückrunde, dem Umzug in die neu gebaute 60 Millionen Euro teure Rhein-Neckar-Arena und unter dem Druck der nun gestiegenen Ansprüche, konnte die Mannschaft nicht mehr an die Leistungen der Hinrunde anknüpfen. Zwölf Spiele wurden damals in Folge nicht gewonnen. Die Folge: Platz sieben in der Abschlusstabelle.

Ausfall von Ibisevic nicht zu kompensieren

Die Ursache für diesen Absturz lag unter anderem an der Verletzung von Toptorjäger Vedad Ibisevic. 18 Treffer und sieben Vorlagen gingen auf das Konto des Bosniers. Dieser Ausfall war für die TSG nicht zu verkraften. Weder Demba Ba noch Obasi konnten die Ibisevic-Rolle adäquat ausfüllen. Und so blieben in fast allen Rückrundenspielen zahlreiche Chancen ungenutzt.

Noch nie in der Bundesliga-Geschichte stand ein Herbstmeister nach 28. Spieltagen schlechter da als der Klub aus dem Kraichgau. Und der Traum von der perfekten Saison war ausgeträumt.


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