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Bastian Schweinsteiger: Sein Wechsel wirft Fragen auf

Nur die halbe Wahrheit bekannt?  

Der seltsame Abgang des Bastian S. aus München

12.07.2015, 07:31 Uhr | t-online.de

Bastian Schweinsteiger: Sein Wechsel wirft Fragen auf. Bastian Schweinsteiger unterschreibt einen Vertrag bei Manchester United bis 2018 . (Quelle: imago images/Sven Simon)

Bastian Schweinsteiger unterschreibt einen Vertrag bei Manchester United bis 2018 . (Quelle: Sven Simon/imago images)

Die Nachricht hat die Fanwelt des FC Bayern erschüttert. Bastian Schweinsteiger wechselt zu Manchester United. Noch kann sich niemand so recht vorstellen, wie es sich anfühlen wird, wenn der Rekordmeister ohne seinen emotionalen Leader in die Saison startet. Noch viel weniger kann man die Folgen für den Klub absehen. Denn mit Schweinsteiger geht nicht irgendein verdienter Spieler, sondern die Identifikationsfigur schlechthin der vergangenen Jahre.

Auf der Pressekonferenz kurz vor der offiziellen Team-Präsentation gab Karl-Heinz Rummenigge den Wechsel bekannt. Dabei legte der Vorstandsboss des FC Bayern großen Wert darauf, dass die Initiative von Schweinsteiger ausging. "Er hat mir mitgeteilt, dass er zum Ende seiner Karriere etwas anderes machen möchte."  

Schweinsteiger spricht nicht zu den Fans

Ob das wirklich die ganze Wahrheit ist, darf zumindest bezweifelt werden. Interessant wäre ein Statement Schweinsteigers gewesen. Er, von den Münchner Anhängern als Fußballgott verehrt, pflegte immer ein sehr inniges Verhältnis zu den Fans. Wenn er sich seinen Wechsel zu Manchester United wirklich reiflich überlegt hätte, dann hätte es keine bessere Gelegenheit für ein paar Abschiedsworte gegeben als eben diese Team-Präsentation in der ausverkauften Allianz Arena.

Doch Schweinsteiger sagte an diesem Tag lieber nichts. Wollte er schweigen, bevor er sich anmerken lassen muss, dass er eigentlich lieber geblieben wäre? Er hätte seinen Herzensklub dadurch in eine schwierige Lage bringen können. Als Rummenigge stattdessen im Stadion den Wechsel erklärte, erntete er Pfiffe von den Rängen. "Ich habe Verständnis, dass das bei den Fans zu großen Diskussionen führt", sagte der Bayern-Chef.  

Bayern hat nicht gekämpft

Zuvor versprach Rummenigge Schweinsteiger öffentlich ein Abschiedsspiel und stellte ihm eine Karriere beim FC Bayern nach dessen Profilaufbahn in Aussicht. Der 59-Jährige lobte Schweinsteiger über den grünen Klee und zog alle Register, um deutlich zu machen, welch toller Mensch und Fußballer der Mittelfeldspieler sei.

Nur mit einem einzigen Satz erwähnte er indes, dass der Klub um seinen Star angeblich auch gekämpft habe. "Wir haben versucht, ihn zu überzeugen, bei Bayern München zu bleiben", sagte Rummenigge zu diesem Thema.

Mangelnde Wertschätzung?

Ähnlich karg waren die Bemühungen der Verantwortlichen im Vorfeld. Schweinsteiger, dessen Vertrag noch bis 2016 lief, bekam in den letzten Wochen immer stärker zu spüren, dass man auf seine Dienste keinen gesteigerten Wert legt. Und so dürfte sich der Wunsch nach Veränderung in den letzten Tagen immer mehr verfestigt haben.

Daher ist es durchaus nicht gelogen, wenn Rummenigge sagt, dass Schweinsteiger mit dem Wechsel-Wunsch auf den Klub zugekommen sei, aber wohl nur die halbe Wahrheit. 

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