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Max Kruse kehrt zu Werder Bremen zurück: Wechsel ist fix!


"Habe auf mein Bauchgefühl gehört"  

Fix! Max Kruse kehrt zu Werder Bremen zurück

02.08.2016, 19:04 Uhr | t-online.de, sid, dpa

Max Kruse kehrt zu Werder Bremen zurück: Wechsel ist fix!. Werder Bremen ist sich mit Max Kruse und dem VfL Wolfsburg über einen Wechsel einig. (Quelle: imago images/regio24)

Werder Bremen ist sich mit Max Kruse und dem VfL Wolfsburg über einen Wechsel einig. (Quelle: regio24/imago images)

Stürmer Max Kruse vom Bundesligisten VfL Wolfsburg verlässt die Niedersachsen mit sofortiger Wirkung und kehrt zum norddeutschen Ligarivalen Werder Bremen zurück. Das gab Werder bekannt.

Über die finanziellen Modalitäten dieses Wechsels vereinbarten die Klubs Stillschweigen. Spekulationen zufolge liegt die Ablösesumme bei neun Millionen Euro. 2006 hatte der damalige Jungprofi 75.000 Euro gekostet.

Nach mehrtägigen Verhandlungen und dem Medizincheck einigten sich die beiden Klubs auf einen sofortigen Wechsel des 14-maligen Nationalspielers.

Kruse: "Habe auf mein Bauchgefühl und Herz gehört"

"Der Fußball ist der Mittelpunkt meines Lebens", sagte Kruse nach seinen Eskapaden in der vergangenen Saison demonstrativ: "Ich habe bei diesem Transfer auf mein Bauchgefühl und Herz gehört. Werder hat mir damals die Chance gegeben, Bundesliga-Profi zu werden, und ich habe mein erstes Spiel als Bundesligaprofi für diesen Verein gemacht", so Kruse weiter. Jetzt wolle er versuchen dabei zu helfen, dass der Verein wieder zu alter Stärke zurückfindet.

"Wir sind sehr froh, dass sich Max mit voller Überzeugung für eine Rückkehr zu Werder ausgesprochen hat. Er ist ein Spieler, der sich in den letzten Jahren hervorragend entwickelt hat und sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft auf höchstem Niveau seine Qualität nachgewiesen hat", sagte Sportchef Frank Baumann.

Skripnik: "Er ist offensiv flexibel einsetzbar"

Cheftrainer Viktor Skripnik freut sich auf einen weiteren Leistungsträger: "Max ist in der Offensive flexibel einsetzbar und bietet weitere Optionen für unser Spiel. Wir haben seine bisherige Vorbereitung verfolgt und sind uns sicher, dass er sofort seine Präsenz auf den Platz bringen kann. Wir freuen uns, dass er wieder für Werder aufläuft."

Ärger durch private Eskapaden

Kruse ist wahrscheinlich der teuerste Transfer der Bremer Vereinsgeschichte. 2009 hatten der SV Werder Marko Marin für rund acht Millionen Euro verpflichtet. Transfersumme plus Gehalt für Kruse können die Bremer durch die Verkäufe von Torjäger Anthony Ujah nach China für elf Millionen Euro sowie von Abwehrchef Jannik Vestergaard zu Borussia Mönchengladbach für 13 Millionen Euro finanzieren.

Nach einer Spielzeit mit mehreren Ungereimtheiten und sportlichen Enttäuschungen hatten die Niedersachsen auf die Dienste des exzentrischen Profis, eigentlich noch bis 2019 beim VfL unter Vertrag, keinen großen Wert mehr gelegt. Kruse waren in 32 Spielen nur sechs Tore gelungen, ein nahezu perfekter Transfer zu Galatasaray Istanbul scheiterte an der politischen Lage in der Türkei.

Ins Wolfsburger Abseits befördert hatte sich der in Reinbek vor den Toren Hamburgs geborene Kruse durch zwei private Ausraster. Im Oktober 2015 wurde er mit einer Geldstrafe belegt, weil ihm bei einer Taxifahrt in Berlin Bargeld in Höhe von 75.000 Euro abhanden gekommen war. Fünf Monate später geriet der Angreifer erneut in die Schlagzeilen, weil er sich in einem Klub mit einer "Bild"-Reporterin angelegt hatte. Daraufhin strich Bundestrainer Joachim Löw Kruse aus seinem Kandidatenkreis für die EM-Endrunde in Frankreich.

Bislang ein Bundesliga-Einsatz für Werder

An der Weser kehrt Kruse quasi zu seinen Wurzeln zurück. Von 2006 bis 2009 stand er als hoffnungsvolles Talent beim SV Werder unter Vertrag, kam jedoch unter Coach Thomas Schaaf nur zu einem Erstliga-Einsatz. Ansonsten trug der Hobby-Pokerspieler das Trikot der U23-Mannschaft.

Über den Zweitligisten FC St. Pauli fand er beim SC Freiburg in die erste Liga, eine weitere Station vor seinem Engagement in Wolfsburg war Borussia Mönchengladbach. Von dort wechselte er vor einem Jahr für zwölf Millionen Euro zum VfL.

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