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Poulsen & Werner treffen: Leipzig für Bayern-Spiel gerüstet

Von dpa
Aktualisiert am 16.12.2018Lesedauer: 3 Min.
Timo Werner traf doppelt für RB Leipzig.
Timo Werner traf doppelt für RB Leipzig. (Quelle: Jan Woitas./dpa)
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Leipzig (dpa) - Timo Werner war nach seinem fünften Doppelpack wieder bester Laune. Vergessen waren der Frust über das Europa-League-Aus und der Wirbel um seine vermeintliche Kritik an Trainer Ralf Rangnick.

"Ich habe ein ganz normales Verhältnis zum Trainer. Wenn man so ausscheidet und so einen Vorwurf bekommt, ist das nicht schön. Da freut es mich umso mehr, dass wir als Mannschaft gewonnen haben", sagte der deutsche Nationalstürmer nach dem 4:1 (2:1) gegen den FSV Mainz 05 am Sonntag. Damit festigten die Sachsen vor dem Spitzenspiel am Mittwoch beim FC Bayern München den vierten Tabellenplatz.

Und Werner spielte beim sechsten Saison-Heimsieg wieder eine Hauptrolle. Als das Spiel zu kippen drohte, sorgte der Torjäger mit zwei Toren (75. und 88.) für die Entscheidung. "Ich musste mich beeilen. Ein paar Sekunden später wurde ich ausgewechselt", scherzte Werner, der zum fünften Mal in dieser Saison doppelt traf. Nach dem peinlichen Europa-League-Aus gegen Rosenborg Trondheim (1:1) waren ihm noch Aussagen wegen der großen Rotation als Kritik an Rangnick ausgelegt worden.

Umso mehr dürften die Leipziger nun hoffen, dass Werner seinen Vertrag verlängert. Der Stürmer hat ein konkretes Vertragsangebot vorliegen. Werners Kontrakt bei den Sachsen läuft noch bis 2020. RB bemüht sich seit einem Jahr um eine vorzeitige Verlängerung des Vertrags zu erheblich verbesserten Bezügen.

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Vor nur 30.136 Zuschauern hatte Yussuf Poulsen bei anhaltendem Schneefall zwei schnelle Treffer (14. und 19. Minute) erzielt, ehe Karim Onisiwo für Mainz nach 38 Minuten per Kopfball der Anschlusstreffer gelang. "Wir haben nicht sehr gut begonnen. Wir waren ein bisschen zu nachlässig", sagte Onisiwo. Sein Trainer Sandro Schwarz lobte den engagierten Auftritt: "Von der Leistung her war es gut, vom Ergebnis her frustrierend."

Rangnick hatte erneut kräftig rotiert und das Team auf acht Positionen im Vergleich zum Europa-League-Spiel gegen Trondheim am vergangenen Donnerstag (1:1) verändert. Und einige Überraschungen waren dabei: In Willi Orban, Dayot Upamecano und Ibrahima Konaté setzte er drei Innenverteidiger ein, dazu auf den hinteren Außenpositionen Lukas Klostermann und Marcel Halstenberg. Diese nominell eher defensive Aufstellung war aber gleichzeitig der große taktische Schachzug.

RB stand sehr tief, begann sein gefürchtetes Pressing erst in der eigenen Hälfte. Das ermöglichte den Angreifern Poulsen und Werner im Konterspiel große Räume, wobei sie von Klostermann und Halstenberg Unterstützung bekamen. "Die Reaktion der Mannschaft ist hoch einzuschätzen, unabhängig ob der Sieg zu hoch war. Wir haben phasenweise wie erhofft gespielt, dann uns aber auch extrem schwer getan und nicht engagiert gegen den Ball gespielt. Aber heute zählte in erster Linie die Reaktion", bemerkte Rangnick zufrieden.

Damit hatten die Gäste eine halbe Stunde lang erhebliche Probleme und bekamen dabei nicht zufällig die Gegentore, die nach schönen Hereingaben von Kevin Kampl und Werner folgerichtig fielen. Außerdem hatten Marcel Sabitzer (4.), Halstenberg (5.) und Kampl (22.) weitere hochkarätige Einschussmöglichkeiten.

Die Mainzer aber hatten eine Antwort parat. Sie verstärkten den Druck und zwangen die diesmal überraschend instabile Leipziger Hintermannschaft zu Fehlern. Besonders Halstenberg wirkte dabei anfällig. Sein Fehler führte schließlich auch zum Anschlusstreffer, den der neu ins Team gekommene Levin Öztunali mustergültig auflegte.

In der Halbzeit musste Rangnick seinen Regisseur auswechseln. Kampl klagte nach einem Zusammenprall über Kopfschmerzen und sah auf einem Auge nicht mehr klar. Für ihn kam Konrad Laimer, der wohl auch am Mittwoch in München auflaufen wird, da Marcel Sabitzer die fünfte Gelbe Karte sah.

Trotzdem behielt Leipzig seine defensive Grundordnung und machte es den passsicheren Gästen damit leicht, immer wieder gefährlich in den RB-Strafraum zu kombinieren. Selbst lief man sich, bedingt durch Ungenauigkeiten in den Zuspielen und Missverständnissen bei den Laufwegen, immer wieder fest. Einmal aber kamen sie durch: Der starke Demme passte ins Zentrum auf Werner, der die Partie entschied.

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