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BVB: Drei Trainer, die Borussia Dortmund sofort helfen würden


Dortmund hat nur eine Option, den Super-GAU zu verhindern

  • Robert Hiersemann
  • Florian Wichert
Von Robert Hiersemann und Florian Wichert

08.02.2021Lesedauer: 1 Min.
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Edin Terzic: Der Cheftrainer von Borussia Dortmund konnte mit seinem Team zuletzt nicht überzeugen.
Edin Terzic: Der Cheftrainer von Borussia Dortmund konnte mit seinem Team zuletzt nicht überzeugen. (Quelle: t-online/imago-images-bilder)
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Der BVB ist mit großen Ambitionen in die Saison gestartet – rutscht nun aber immer weiter in der Tabelle ab. Wie kommt der Klub aus dieser Krise wieder heraus?

Bereits acht Niederlagen (eine mehr als in der kompletten Vorsaison) stehen nach 20 Bundesligaspieltagen für Borussia Dortmund zu Buche. Cheftrainer Edin Terzic, dem kaum Chancen auf eine Weiterbeschäftigung nach dem Ende der Spielzeit eingeräumt werden, hat in seiner Amtszeit nur 13 von 27 möglichen Punkten geholt.

Das Minimalziel, die Qualifikation für die Champions League, gerät immer stärker in Gefahr – ganz zu schweigen von den 16 Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Bayern München. Wie lange geht das noch gut?

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Nach der 1:2 Niederlage am vergangenen Samstag in Freiburg sagten die BVB-Bosse Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc nichts zur aktuellen Lage. Und so war es der bedauernswerte Terzic, der sich selbst zu den Fragezeichen hinter seiner Zukunft als Trainer äußern musste. "Das ist überhaupt nicht das Thema", antwortete der Coach genervt: "Es geht nur darum, die Mannschaft wieder zu stabilisieren."

Kehl nimmt Terzic in Schutz

Zumindest Lizenspielerleiter Sebastian Kehl sprang seinem Trainer später noch zur Seite. "Wir sehen jeden Tag wie Edin Terzic sowohl in fachlicher als auch in emotionaler Hinsicht mit den Spielern arbeitet. Wie akribisch er dabei zu Werke geht und wie klar er Problempunkte offen und ehrlich anspricht", sagte der 38-Jährige dem "Kicker".

Muss Borussia Dortmund noch mal den Trainer wechseln?

Pro
Florian Wichert
Florian Wichert

Ja, Nichtstun ist keine Option!

Bei 16 Punkten Rückstand auf Bayern ist die Meisterschaft weg, bei 4 Punkten Rückstand auf Frankfurt wird die so wichtige Qualifikation für die Champions League immer schwieriger. Macht Dortmund mit Trainer Terzic und dessen Punkteschnitt von 1,4 in der Liga weiter, landet der BVB am Ende im Mittelfeld – und das wäre eine Vollkatastrophe!

Was tun also?

Das Transferfenster im Winter? Ist geschlossen. Das im Sommer? In weiter Ferne und zu spät. Dortmund hat nur eine Option, um den Super-GAU zu verhindern: einen erneuten Trainerwechsel! Und zwar jetzt. Denn Nichtstun ist keine Option.

Der Kader reicht ganz offensichtlich mal wieder nicht für eine Attacke auf Bayern, aber für Platz vier MUSS er reichen. Wenn Terzic das nicht hinbekommt, muss eben ein neuer Trainer her.

Der Trainermarkt gibt auf den ersten Blick kaum Kandidaten her, aber drei gibt es doch: Bruno Labbadia, Friedhelm Funkel und Ralf Rangnick. Alle drei haben Erfahrung, einen klaren Plan und würden Dortmund zu hundert Prozent in die Champions League führen, damit dann Marco Rose übernehmen und den notwendigen Umbruch vorantreiben kann. Ja, auch Labbadia, der zuletzt bei Hertha Opfer einer miesen Kaderplanung wurde – vorher aber genauso wie Wolfsburg oder den HSV eindrucksvoll vor dem Abstieg und somit deren Super-GAU rettete.

Kontra
Robert Hiersemann
Robert Hiersemann

Nein, es ist Zeit für den BVB, ein Zeichen zu setzen

Edin Terzic ist erst 38 Jahre alt und durfte die Profis von Borussia Dortmund als Cheftrainer bei bisher 9 Bundesligapartien betreuen. Ihn jetzt zu feuern, wäre ein Fehler – und zudem ein fatales Zeichen für zukünftige Coaches des Vereins, die aufgezeigt bekämen, wie schnell (und überhastet) der BVB die Reißleine zieht.

Terzic verdient das Vertrauen der Dortmunder Bosse. Er ist sympathisch, engagiert, die Spieler stehen hinter ihm. Und es ist doch noch alles möglich: In der Liga sind es nur vier Punkte Abstand auf Platz vier, im DFB-Pokal steht der BVB im Viertelfinale und in der Champions League kämpft man gegen Sevilla um das Weiterkommen.

Dortmund kann in dieser Spielzeit noch viel erreichen. Doch dafür muss man nun Ruhe bewahren – und auf die Qualitäten des Trainers vertrauen, den man erst vor knapp acht Wochen einstellte. Es ist Zeit für den BVB, ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, dass ein Trainer nicht gleich nach ein paar Pleiten seinen Platz räumen muss.

Terzic sollte zumindest noch die Chance erhalten, den kommenden Monat zu arbeiten. Denn jetzt kommen die Spiele, mit denen man alles wieder herausreißen kann. Erst ein Sieg in Sevilla, dann der Derby-Erfolg auf Schalke und anschließend ein gutes Spiel beim FC Bayern, schon hat man alle wieder hinter sich.

Wer hat recht?

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Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online) und Robert Hiersemann (Head of Fußball und Sport) aktuelle Fußballthemen.

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