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Sieg im Abstiegskampf: FCA gewinnt glatt gegen Wolfsburg

Von dpa
Aktualisiert am 03.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Der FC Augsburg feierte im Abstiegskampf einen wichtigen Sieg.
Der FC Augsburg feierte im Abstiegskampf einen wichtigen Sieg. (Quelle: Matthias Balk/dpa./dpa)
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Augsburg (dpa) - Markus Weinzierl riss nach dem "Big Point" im Abstiegskampf die Arme nach oben, Jung-Aushilfe Vincent Heilmann klatschte zerknirscht seine Spieler ab. Nach einem Blitz-Tor hat der FC Augsburg die Abstiegssorgen beim VfL Wolfsburg wieder vergrĂ¶ĂŸert.

Weinzierls Mannschaft feierte beim 3:0 (1:0) gegen die Niedersachsen um den zweitjĂŒngsten Interimscoach der Bundesliga-Historie einen "Big Point" im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga.

Der VfL kassierte ohne den mit dem Coronavirus infizierten Chef Florian Kohfeldt schon seine dritte Niederlage nacheinander. "Insgesamt ist es enttĂ€uschend", resĂŒmierte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Jörg Schmadtke. "Du musst im Abstiegskampf deutlich mehr PrĂ€senz zeigen."

Die Augsburger rĂŒckten bis auf zwei ZĂ€hler an die Wolfsburger heran und können im Nachholspiel am Mittwoch gegen den FSV Mainz 05 sogar an den "Wölfen" vorbeiziehen. Der ersehnte Klassenverbleib rĂŒckt nĂ€her. "Das war ein verdienter Sieg", bilanzierte Weinzierl. "Es ist aber weiter eng und wohl bis zum Schluss spannend."

Iago trifft nach nur 49 Sekunden

Nach nur 49 Sekunden brachte Iago, der sein Tor mit einem Baby-Jubel zelebrierte, die FuggerstĂ€dter vor 23.143 Zuschauern in FĂŒhrung. Florian Niederlechner (63.) nach Video-Beweis und Mads Pedersen (69.) machten den verdienten Heimsieg perfekt. "Ich wusste ja, dass ich mir den Ball ins Gesicht geschossen hatte", meinte Niederlechner lachend und sprach von einem "perfekten Nachmittag".

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Der ehemalige Coach Mark van Bommel hat bei den Wolfsburgern nicht viel hinterlassen - sein Assistent Heilmann durfte aber bleiben. Und da sich Cheftrainer Kohfeldt nach einer Corona-Infektion noch nicht frei testen konnte, stand der junge NiederlĂ€nder mit erst 25 Jahren und 38 Tagen als Verantwortlicher an der Seitenlinie. JĂŒnger war in der Bundesliga nur Bernd Stöber beim 1. FC SaarbrĂŒcken mit 24 Jahren in der Saison 1976/77 gewesen.

"Er genießt von unserer Seite höchstes Vertrauen und große WertschĂ€tzung", hatte Sportdirektor Marcel SchĂ€fer im Streamingdienst DAZN vor dem Anpfiff ĂŒber Heilmann gesagt.

Ultra-Gruppen zurĂŒck im Stadion

Es wurde ein rassiges DebĂŒt. Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie kehrten bei der erlaubten Vollauslastung der Arenen Ultra-Gruppen organisiert ins Stadion zurĂŒck. Und die Augsburger Fans brannten gleich mal Bengalos ab. Man roch das Feuerwerk noch, als Iago nach einem Doppelpass mit Pedersen von der linken Seite mit dem schwĂ€cheren rechten Fuß die FĂŒhrung der Hausherren erzielte.

Der Brasilianer stopfte sich bei seinem Baby-Jubel den Ball unter die Vorderseite des Trikots und sendete am Daumen nuckelnd GrĂŒĂŸe nach Hause. Es war die perfekte Medizin fĂŒr Manager Stefan Reuter, der nach einer HĂŒftoperation an KrĂŒcken im Stadion erschien.

Wolfburg am Ball - ohne Erfolg

Die auf fĂŒnf Positionen verĂ€nderten Augsburger waren bissig. Die Wolfsburger brauchten eine Weile, um sich von dem Wirkungstreffer zu erholen. Lukas Nmecha (23.) ließ Reece Oxford und Jeffrey Gouweleeuw aussteigen, erst bei Torwart Rafal Gikiewicz war Endstation.

Es schlichen sich anschließend jedoch viele Fehler auf beiden Seiten ein, den Wolfsburgern brachte das Plus an Ballbesitz nichts. Aus sieben Metern rettete VfL-Keeper Pavao Pervan per Fuß noch gegen US-StĂŒrmer Ricardo Pepi (45.+2). Die dicke Chance zum 2:0 vergab aber Daniel Caligiuri (56.), der eine Vorlage des gefĂ€hrlichen Iago auf die TribĂŒne schoss.

Dann machten aber Niederlechner, der den Ball nach einer Ecke beim Torschuss nicht mit der Hand gespielt hatte, und Pedersen fĂŒr die aggressiveren Augsburger alles klar.

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