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  • FC Bayern München und Julian Nagelsmann: Kriegt er die Kurve?


Meinung
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Die subjektive Sicht des Autors auf das Thema. Niemand muss diese Meinung übernehmen, aber sie kann zum Nachdenken anregen.

Der Anfang vom Ende

  • Robert Hiersemann
  • Florian Wichert
Von Robert Hiersemann und Florian Wichert

Aktualisiert am 02.05.2022Lesedauer: 1 Min.
Zuletzt folgte Niederlage auf Niederlage: Der Druck auf Nagelsmann wächst. (Quelle: t-online)
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Der Chef-Trainer des FC Bayern kam mit reichlich Vorschusslorbeeren und für eine hohe Ablöse nach München. Deshalb sind die Erwartungen hoch. Zu hoch?

"Es sind zu viele Niederlagen in dieser Art." Das waren die eindringlichen Worte vom frustrierten Bayern-Cheftrainer Julian Nagelsmann nach der peinlichen 1:3-Pleite am vergangenen Samstag in Mainz. Es war die fünfte Saison-Niederlage (Alles zum Ärger um die Meisterfeier lesen Sie hier) in der laufenden Bundesliga-Saison – so viele gab es zuletzt vor sieben Jahren.


FC Bayern: Was diese ehemaligen Stars heute machen

t-online.de hat sich 20 ehemalige Spieler des deutschen Rekordmeisters herausgesucht und aufgeschrieben, was sie heute machen. Tobias Rau beispielsweise, 2003 bis 2005 im Verein, unterrichtet heute in der Nähe von Bielefeld an einer Gesamtschule Biologie und Sport.
Thomas Helmer (1992–1999): Jahrelang eine Bank in der Defensive des FC Bayern. Zuletzt moderierte der Europameister von 1996 die Sport1-Kultsendung "Doppelpass", im Sommer 2021 gab er sie jedoch an Florian König ab. Helmer ist dennoch weiterhin für Sport1 als Moderator im Einsatz, moderiert unter anderem den "Doppelpass on Tour", den Sport1-Fantalk oder auch die Spiele des DFB-Pokals.
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Hinzu kommen das blamable Ausscheiden in der 2. Runde des DFB-Pokals gegen Borussia Mönchengladbach und das frühe Aus im Champions-League-Viertelfinale gegen Außenseiter Villarreal.

Nagelsmann (Vertrag bis 2026), der mit reichlich Vorschusslorbeeren im vergangenen Sommer von Leipzig nach München wechselte, erlebte eine nervenaufreibende Saison. In der Liga erreichte man mit dem zehnten Meistertitel in Folge das Ziel, doch viel mehr gibt es nicht zu bejubeln. Was zu wenig ist für den Job an der Säbener Straße. Und was zur Frage führt:

Kriegt Julian Nagelsmann die Kurve?

Pro
Florian Wichert
Florian Wichert

Ja, er wird die nötigen Veränderungen vorantreiben

Bei Bayern rumort es. Nur ein Titel, die lustlose Pleite gegen Mainz, dazu enttäuschte Fans und mäkelnde Stars. Die Verantwortlichen können die Situation nicht ernst genug nehmen. Und, ganz klar: Diese ist auch brandgefährlich für Trainer Nagelsmann.

Aber: Die Bayern-Bosse werden nicht so kurzsichtig sein, ihm das Vertrauen zu entziehen. Sie haben mehr als 20 Mio. Euro Ablöse gezahlt und ihn mit einem Fünf-Jahres-Vertrag ausgestattet. Zu Recht.

Nagelsmann ist der perfekte Bayern-Trainer. Ein gebürtiger Bayer, selbstbewusst, schlagfertig und zugleich bodenständig. Kein Trainer würde besser zum Rekordmeister passen. Er hat eine tolle Ansprache, lässt modernen, offensiven Fußball spielen.

Das Problem in dieser Saison ist nicht Nagelsmann. Es sind ein paar mittelmäßige Ergänzungsspieler sowie Stars wie Leroy Sané, die ihren Trainer im Stich lassen. Und der hat erkannt, dass es nun auf verschiedenen Ebenen Veränderungen braucht. Nagelsmann wird diese konsequent vorantreiben, umsetzen und die Probleme lösen – beispielsweise in der Wackelabwehr.

Fakt ist: Der 34-Jährige hatte überall Erfolg, ist nie entlassen worden. Dabei wird es auch bleiben. Nagelsmann wird den FC Bayern wieder an die Spitze in Europa führen und zum Sieg in der Champions League.

Kontra
Robert Hiersemann
Robert Hiersemann

Nein, das ist nicht in Sicht

Im DFB-Pokal und in der Champions League hatte Bayern keinen Erfolg. Wohl niemals zuvor ist der Weltklub so blamabel aus gleich zwei Wettbewerben ausgeschieden. Und deutscher Meister wären mit dieser Top-Mannschaft viele andere Trainer auch geworden. Die erste Saison unter Julian Nagelsmann ist schwach. Und anstatt wenigstens die Spielzeit mit Anstand zu Ende zu bringen, verschenkte Bayern die letzte Partie fast freiwillig. Die Leistung gegen Mainz war nicht mal Dienst nach Vorschrift, das war fahrlässig und wird dem Ernst der Lage nicht gerecht.

Nagelsmann muss dringend die Kurve kriegen, aber das ist nicht in Sicht. Natürlich verschaffen ihm sein Talent und die hohe Ablöse, die der Verein für ihn zahlte, ein gewisses Polster. Aber eine weitere Saison mit nur einem Titel wird nicht ausreichen.

Was noch hinzukommt: Verschiedene Medien berichten inzwischen davon, dass einige Routiniers des Bayern-Kaders unzufrieden mit der mangelnden direkten Kommunikation, den Trainingsinhalten und der Taktik von Nagelsmann sind. Achtung! Meckereien in der Mannschaft waren schon für andere Bayern-Trainer der Anfang vom Ende.

Sowohl Niko Kovac als auch Carlo Ancelotti – die letzten beiden Bayern-Trainer, die entlassen wurden – verbuchten beide sportlich bessere erste Saisons als Nagelsmann. Außerdem kassierte keiner von ihnen direkt mal eine 0:5-Klatsche gegen Gladbach oder eine 2:4-Blamage gegen Bochum. Beide wurden im ersten Jahr Meister – und flogen wenige Monate später raus.

Was meinen Sie? Wer hat recht?

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Im "Zweikampf der Woche" kommentieren wöchentlich Florian Wichert (Stellvertretender Chefredakteur bei t-online) und Robert Hiersemann (Head of Fußball und Sport) aktuelle Fußballthemen. Sehen Sie das Format oben im Video oder auch ab 22.30 Uhr im Free-TV im Rahmen von "Bundesliga Analyse" auf Sport 1.

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