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DFB-Pokal: Der "respektlose" FC Bayern hat mehr als nur das Finale verloren


DFB-Pokal
Der FC Bayern hat noch viel mehr als das Finale verloren

MeinungEin Kommentar von Florian Wichert

Aktualisiert am 21.05.2018Lesedauer: 2 Min.
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Lange Gesichter und dünn besetzte Reihen bei den Bayern nach der Niederlage gegen Frankfurt.Vergrößern des Bildes
Lange Gesichter und dünn besetzte Reihen bei den Bayern nach der Niederlage gegen Frankfurt. (Quelle: Michael Dalder/reuters)

Die Bayern verlieren überraschend das Endspiel gegen Frankfurt. Nach dem Spiel verschwinden viele Spieler in der Kabine. Ohne dem Sieger zu gratulieren. Das ist respektlos und schadet dem Verein mehr als die Niederlage.

Die Niederlage im Pokalfinale gegen Frankfurt ist bitter für den FC Bayern, aber sie ist hochverdient. Die Eintracht wollte diesen Sieg unbedingt, das spürte man von der ersten Minute bis zur letzten – die Bayern wollten ihn nicht in diesem Maße.

Viel schlimmer als die Niederlage war aber anschließend das Verhalten diverser Bayern-Spieler. Statt dem Gegner zu gratulieren, ihrem künftigen Trainer Niko Kovac Respekt zu erweisen und sich wie Sportsmänner zu verhalten, verschwanden sie während der Siegerehrung in der Kabine.

Die Spieler, die sich aufgrund der besonderen Stellung des Vereins in der Bundesliga ohnehin oft genug Arroganz-Vorwürfen ausgesetzt sehen, verhielten sich also: arrogant. Die Spieler beteuern, sie hätten nicht dran gedacht, dazubleiben. Das macht es aber nicht besser.

Sie hätten lieber Jupp Heynckes zum Abschied den Pokal schenken sollen – wie er es verdient gehabt hätte, nachdem er ihnen die Saison gerettet und sie zur Meisterschaft geführt hat. Das Mindeste aber wäre ein respektvolles Verhalten nach dem Spiel gewesen.

Explizit ausgenommen davon sind Neuer, Starke und wenige weitere, die auf dem Platz blieben.

Die anderen sollten sich ein Beispiel nehmen:

  • an Heynckes, der sich als einziger in der ARD den kritischen Fragen stellte.
  • an Borussia Dortmund – die bei ihren Finalniederlagen stets auf dem Platz blieben und beispielsweise 2015 Jürgen Klopp so verabschiedet haben, wie er es verdient hatte. Schade, dass das Heynckes nicht vergönnt war.
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