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Saabrücken-Pokalheld nach Düsseldorf-Sieg: "Sensation auch sensationell gefeiert"


"Die Sensation haben wir auch sensationell gefeiert"

Von Cian Hartung

Aktualisiert am 04.03.2020Lesedauer: 4 Min.
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Grenzenlose Freude nach dem Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale: Saarbrücken-Verteidiger Christopher Schorch (re.).
Grenzenlose Freude nach dem Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale: Saarbrücken-Verteidiger Christopher Schorch (re.). (Quelle: Jan Huebner/imago-images-bilder)
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Viertligist Saarbrücken ist nach einem Elfmeterdrama gegen Düsseldorf sensationell ins Pokal-Halbfinale eingezogen. Im Interview erklärt Verteidiger Christopher Schorch diese historische Leistung und verrät, wen er sich nun als Gegner wünscht.

Der 1. FC Saarbrücken hat mit dem Sieg gegen Fortuna Düsseldorf Pokalgeschichte geschrieben. Als erster Viertligist sind die Saarländer ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der Verein besiegte den Erstligisten mit 7:6 im Elfmeterschießen, nachdem das Spiel 1:1 nach der regulären Spielzeit endete. In den vorherigen Pokalrunden hatte das Team aus Saarbrücken bereits den Erstligisten 1. FC Köln sowie die Zweitligisten Karlsruher SC und Jahn Regensburg rausgeworfen.

Für Verteidiger Christopher Schorch war es das emotionalste Spiel seiner Laufbahn, wie er im Interview mit t-online.de zugibt. Als Profi debütierte er einst bei Hertha BSC und ging zu Real Madrid. Doch bei den "Königlichen" gelang ihm der Durchbruch nicht. Über mehrere Stationen führte sein Weg schließlich zum Viertligisten nach Saarbrücken.

t-online.de: Herr Schorch, wie lange haben Sie nach dem Spiel am Dienstag noch gefeiert?

Christopher Schorch (30): Das ging bis in die frühen Morgenstunden. Die Sensation haben wir auch sensationell gefeiert. Das ist ja klar (lacht).

Der Klubpräsident Dieter Ferner hat nach dem Triumph gesagt, es sei "die größte Sensation seit Christi Geburt".

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Ja, das habe ich auch gelesen. Wir haben eine unfassbare Geschichte geschrieben. Denn wir sind als erster Amateurverein ins Halbfinale des DFB-Pokals gekommen. Ich kann es noch gar nicht so richtig fassen, was wir da gestern geleistet haben. Das war ein unfassbarer Abend.

Ab wann haben Sie gemerkt, dass Sie Fortuna Düsseldorf wirklich schlagen können?

Das hat sich im Spielverlauf ergeben. Ich hatte in den ersten Minuten zwei Duelle im und außerhalb des Strafraums, die ich direkt gewonnen habe. Von da an hatte ich schon ein richtig geiles Gefühl. Das hat sich mit unserem Kontertor zum Ende der ersten Halbzeit noch bestätigt. Alles was aufs Tor kam, hat der "Batzi" (Torwart Daniel Batz, Anm. d. Red.) gehalten, auch noch den Elfmeter in der regulären Spielzeit. Da beginnt man dann zu merken: Du schreibst gerade eine Riesengeschichte – und das spürst du dann auch auf dem Feld.

Wie erklären Sie sich die Stärke Ihres Torwarts Daniel Batz während des Spiels und im Elfmeterschießen?

Das wüsste ich auch gern. Es war gestern seine Nacht. Er hat jedes Lob verdient und ein Riesenspiel gemacht, vor allem im Elfmeterschießen. Das war an Dramatik nicht zu überbieten. Ich glaube, die Zuschauer sind gestern auf ihre Kosten gekommen.

Hält Ihr Torwart im Training auch so stark wie am Dienstagabend?

Bis jetzt war er bei uns nicht als Elfmeterkiller bekannt. Mittlerweile müsste man ihn aber so bezeichnen.

Kann der 1. FC Saarbrücken Ihren Torwart nach dieser Traumleistung gestern halten?

Ich mache mir darüber wenig Sorgen. Er hat noch zwei Jahre Vertrag und hat selber immer gesagt, dass der DFB-Pokal ein Bonus ist. Der Wettbewerb ist natürlich eine Riesenplattform für jeden von uns, sich zu präsentieren. Gestern hat sich vor allem aber die ganze Mannschaft super präsentiert. Man hat gemerkt, dass wir ein geiles Team sind, sonst könnte man nicht so eine Geschichte schreiben.

Nachdem Ihr Team den 1. FC Köln in der zweiten Runde rausgeworfen hatte, sagten Sie, dies sei das härteste Spiel Ihrer Karriere gewesen. War das Spiel gestern nochmals eine andere Hausnummer?

Durch unsere extrem harte Wintervorbereitung habe ich das gestern relativ schmerzfrei überstanden. Den ersten Krampf hatte ich erst in der Verlängerung. Von der Psyche her war das aber ein brutales Spiel. Wir mussten immer konzentriert bleiben und wussten, dass wir uns jetzt keinen Fehler erlauben dürfen.

Sie sind im Elfmeterschießen ebenfalls angetreten und haben verwandelt. Wie ist das Gefühl, in so einem entscheidenden Moment am Punkt zu stehen?

Wir haben uns schon im Achtelfinale gegen den Karlsruher SC gesagt, dass wir den Moment genießen sollen. Als ich zum Elfmeterpunkt gegangen bin, war mir gar nicht klar, dass wir raus sind, wenn ich verschieße. Das Elfmeterschießen war zuvor so hektisch gewesen. Ich habe kaum mitbekommen, wie es genau stand. Ich wollte das Ding einfach rein machen. Es war ein toller Moment, wenn alle auf einen schauen und man den Ball verwandelt. Das ist unbeschreiblich.

Sie haben eine turbulente Karriere hinter sich und haben bereits bei Hertha BSC und bei Real Madrid gespielt. Was bedeutet dieser Erfolg für Sie persönlich?

Wenn man nicht gerade beim FC Bayern München spielt, erlebt man so einen Erfolg nur einmal im Leben. Das ist mit einer der größten Momente in meiner Karriere. Ich bin froh, Teil dieser Mannschaft und dieser Geschichte sein zu dürfen. Wir wollen sie aber noch weiterschreiben.

Welche Bedeutung hat der Erfolg für die Stadt und den Verein?

Ich habe bereits von Angehörigen und Bekannten Nachrichten bekommen, dass wir Saarbrücken nun auch in der Schweiz bekannt gemacht haben. Diese überregionale Aufmerksamkeit ist das, was der Verein verdient. Es ist nämlich ein toller Traditionsverein, der in den Profifußball gehört. Diese Werbung, die wir derzeit machen, hat der Verein verdient.

Machen Sie sich jetzt auch Gedanken um den Pokaltitel?

Natürlich nicht (lacht). Das wäre ja vermessen, so was jetzt zu sagen. Wir freuen uns auf das nächste Highlight im Halbfinale Ende April. Dann gucken wir, wer da auf uns zukommt und schreiben hoffentlich weiter Geschichte.

Wer wäre Ihr Wunschgegner im Halbfinale?

Es wäre schön, auf Union oder auf Bremen zu treffen. Da würde sicher eine Chance aufs Weiterkommen bestehen. Gegen die Bayern möchte ich aber erst im Finale spielen.

Sollten Sie nach der Auslosung einen Heimvorteil haben, würde Ihr Team dann weiter in Völklingen spielen oder womöglich in ein größeres Stadion wie zum Beispiel nach Kaiserslautern umziehen?

Das ist noch nicht klar. Das werden die Verantwortlichen klären. Aber warum sollten wir etwas an dem Spielort ändern, wenn wir dort bereits zwei Bundesligisten und zwei Zweitligisten rausgeworfen haben?

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