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Die Toppmöllers und die Bayern-Klatschen

Von Florian Vonholdt

Aktualisiert am 28.10.2021Lesedauer: 2 Min.
Ratlos: Dino Toppmöller am Mittwoch an der Seitenlinie bei Bayerns historischer Pokal-Klatsche in Gladbach.
Ratlos: Dino Toppmöller am Mittwoch an der Seitenlinie bei Bayerns historischer Pokal-Klatsche in Gladbach. (Quelle: Horstmüller/imago-images-bilder)
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Die heftige 0:5-Niederlage im DFB-Pokal in Mönchengladbach war die höchste für den ruhmreichen FC Bayern seit 43 Jahren. Damals wie heute entscheidend beteiligt: der Name Toppmöller.

Historisches trug sich zu an diesem Mittwoch im Borussia-Park in Mönchengladbach. Beim krachenden 0:5 gegen den einstigen Meisterschaftsrivalen setzte es die höchste Pokal-Pleite in der mit allen denkbaren Titeln versehenen Klubgeschichte des FC Bayern.


FC Bayern: Die höchsten Niederlagen der Vereinsgeschichte

Bayern – Schalke 0:7: Die größte Schmach in der so ruhmreichen Klubgeschichte der Münchner ereignete sich am 9. Oktober 1976 im heimischen Olympiastadion. Schalke 04 zerlegte einen mit Stars wie Beckenbauer, Müller, Hoeneß, Rummenigge und Maier gespickten FCB. Mann des Tages: S04-Stürmerlegende Klaus Fischer, der viermal traf. Im Bild eines seiner Tore. Maier (r.) und Beckenbauer (l.) kommen zu spät.
Düsseldorf – Bayern 7:1: Zwei Jahre und zwei Monate nach der Schalke-Schmach, ging der Rekordmeister im Düsseldorfer Rheinstadion unter. Torwart Sepp Maier (r.) musste am 9. Dezember 1978 erneut siebenmal den Ball aus dem Netz holen. Links jubelt Fortunas Wolfgang Seel, der an diesem Tag genau wie Klaus Allofs und Emanuel Günther doppelt traf.
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Mehr als vier Jahrzehnte und rund 2.000 Pflichtspiele lang hatte der große FC Bayern nicht mehr so deutlich verloren. Damals, im Dezember 1978, war es ein 1:7 bei Fortuna Düsseldorf mit Doppel-Torschütze Klaus Allofs gewesen.

Im gleichen Jahr, nur wenige Monate früher, erlebte die Fußballwelt letztmals ein 0:5 der Bayern. Damals wie heute entscheidend involviert: der Name Toppmöller.

Klaus Toppmöller schoss den FC Bayern einst nahezu im Alleingang ab

Rückblende: Am 29. April 1978 gastieren die Bayern mit Maier, Augenthaler, Hoeneß, Müller und Rummenigge bei Angstgegner 1. FC Kaiserslautern. Für die Show sorgt aber ein anderer: FCK-Stürmerlegende Klaus Toppmöller (70, damals 26) schießt die hochdekorierte Startruppe mit drei Toren nahezu im Alleingang ab.

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Knapp 43 Jahre später hatte nun sein Sohn Dino (40) das schon nicht mehr gekannte Gefühl eines 0:5 des FC Bayern zu verantworten – allerdings auf der anderen Seite. Er erlebte es als Übergangs-Cheftrainer für den mit Corona infizierten Julian Nagelsmann.

Es war bis gestern das letzte 0:5 der Bayern: Kaiserslauterns Kapitän und Torjäger Klaus Toppmöller schiebt am 29. April 1978 den Ball ins verwaiste Bayern-Tor. Links am Bildrand: Ein entnervter Sepp Maier.
Es war bis gestern das letzte 0:5 der Bayern: Kaiserslauterns Kapitän und Torjäger Klaus Toppmöller schiebt am 29. April 1978 den Ball ins verwaiste Bayern-Tor. Links am Bildrand: Ein entnervter Sepp Maier. (Quelle: MKA/imago-images-bilder)

"Ich hatte nie was gegen die Bayern, aber als Spieler und als Trainer hat man sich immer an ihnen gerieben", sagte Bundesliga-Legende Klaus Toppmöller dieser Tage in einem "Express"-Interview, als er zum unverhofften Cheftrainer-Engagement seines Sohnes Dino beim Rekordmeister gefragt wurde.

Dass er das Starensemble in Abwesenheit von, aber weiterhin in enger Absprache mit Cheftrainer Julian Nagelsmann im Griff hat, hat Toppmöller junior bei den souveränen Siegen bei Benfica Lissabon und gegen die TSG Hoffenheim (jeweils 4:0) in der letzten Woche gezeigt.

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Jetzt aber geht er unfreiwillig in die Geschichtsbücher ein. Immerhin rief er so noch einmal die fußballerischen Großtaten seines Vaters ins Gedächtnis, der in seiner Karriere insgesamt elfmal gegen die Münchner traf. Auch wenn der Junior darauf liebend gern verzichtet hätte.

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