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Hope Solo steht vor Karriere-Ende: Abschied beim Verein

Abschied auch beim Verein  

Hope Solo steht vor Karriere-Ende

01.09.2016, 07:48 Uhr | dpa

Hope Solo steht vor Karriere-Ende: Abschied beim Verein. Hope Solo wird nicht mehr für Seattle auflaufen - vieles spricht für ein Karriereende.  (Quelle: dpa)

Hope Solo wird nicht mehr für Seattle auflaufen - vieles spricht für ein Karriereende. (Quelle: dpa)

Die amerikanische Fußball-Torhüterin Hope Solo steht vor dem Karriereende. Nach der Verbannung aus dem Nationalteam durch den US-Verband hat die 35-Jährige auch die Saison in ihrem Verein Seattle Reign in der Profiliga NWSL beendet.

Wie US-Medien am Mittwoch berichteten, teilte Solo diese Entscheidung Klubtrainerin Laura Harvey mit. "Das ist für mich und den Verein das Beste", schrieb Solo auf Twitter. "Ich habe es geliebt, für den Verein zu spielen, aber nach dem Rauswurf aus dem Nationalteam nach 17 Jahren Topleistung ist es für mich so verheerend, dass ich mental noch nicht wieder fit bin für eine starke Leistung."

Eklat nach Olympia-Aus gegen Schweden

Die 202-malige Nationalspielerin war vom US-Soccer-Präsidenten Sunil Gulati für ein halbes Jahr suspendiert worden, weil sie nach dem Viertelfinal-Aus mit dem US-Team bei Olympia in Brasilien die schwedischen Gegnerinnen als einen "Haufen Feiglinge" bezeichnet hatte. Die Auflösung des Arbeitsvertrages und der damit verbundene Gehaltsstopp nach drei Monaten deuten nun auf das Karriere-Aus hin.

Solo will gegen Suspendierung klagen

Allerdings kündigte die dreimalige Olympiasiegerin und Weltmeisterin von 2015 an, gegen die Verbandsentscheidung vorzugehen. "Die Suspendierung ist unverhältnismäßig und verletzt Solos verfassungsmäßig garantiertes Grundrecht auf Meinungsfreiheit", erklärte Solos Anwalt Rich Nichols.

Solo gilt nicht nur wegen zahlreicher Eskapaden als unbequem. Sie ist auch Wortführerin im Disput um die Gleichbehandlung mit den männlichen Nationalspielern, was die Bezahlung durch den Verband angeht. Im vergangenen Dezember ließen Solo und ihre Kolleginnen kurzfristig ein Länderspiel auf Hawaii platzen, weil sie die Verletzungsgefahr auf dem schlechten Kunstrasen fürchteten.

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