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Topklubs mit Frauen-Abteilung? "MĂŒssen Equal Play schaffen"

Von dpa
Aktualisiert am 11.02.2020Lesedauer: 2 Min.
Martina Voss-Tecklenburg: Die Nationaltrainerin fordert "Equal Play".
Martina Voss-Tecklenburg: Die Nationaltrainerin fordert "Equal Play". (Quelle: foto2press/imago-images-bilder)
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Einige Bundesligisten haben bereits eine Frauen-Abteilung, aber noch lange nicht alle. Frankfurt-Manager Siggi Dietrich hat nun von einer "Aufbruchstimmung" bei den Vereinen gesprochen und auch die Bundestrainerin sieht viel Potenzial.

Die Frauenfußball-Bundesliga strebt weitere Kooperationen mit MĂ€nner-Erstligisten an. "Viele Klubs in Spanien, England und Frankreich praktizieren dies bereits, und wenn die großen Klubs damit anfangen, werden die kleinen sicherlich auch nachziehen." sagte Siggi Dietrich, Manager des 1. FFC Frankfurt und Vorsitzender des neu geschaffenen Ausschusses der Frauen-Bundesliga beim DFB. Sein Verein spielt vom Sommer an unter dem Dach von Eintracht Frankfurt. Die Frauen starten am Freitagabend mit dem Spitzenspiel zwischen dem Tabellenzweiten TSG 1899 Hoffenheim und Titelverteidiger VfL Wolfsburg ins Fußballjahr 2020.

"Ich denke, dass es langfristig so kommen wird, dass noch deutlich mehr Profi-Vereine auch eine Frauen-Abteilung haben werden", sagte Nationalspielerin Sara DĂ€britz von Paris Saint-Germain der Deutschen Presse-Agentur. "Ich fĂ€nde das aus zwei GrĂŒnden gut. Zum einen könnten dadurch viele coole Paarungen entstehen wie Bayern gegen Dortmund oder sogar Derbys wie Schalke gegen Dortmund. Da wĂŒrden sicher viele Zuschauer kommen. Zum anderen habe ich in Freiburg, MĂŒnchen und Paris nun selbst in drei solcher Vereine gespielt und sehr gute Erfahrungen gemacht."

Das Beispiel Frankfurt soll Signalwirkung haben im Land des Frauen-Olympiasiegers, Dietrich sprach von einer "echten Aufbruchstimmung". Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg sagte dieser Tage bei einer Veranstaltung in Wolfsburg: "Die großen Klubs werden auch bei den Frauen den Fußball der Zukunft prĂ€gen. Bevor wir aber ĂŒber so etwas wie Equal Pay reden, mĂŒssen wir Equal Play schaffen. Dass auch MĂ€dchen von Nachwuchsleistungszentren profitieren. Dass wir die gleichen Wege fĂŒr alle schaffen."

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DĂ€britz sieht bei einem MĂ€nner-Klub ein enormes Zuschauerpotenzial: "Die Ultras der MĂ€nner sind regelmĂ€ĂŸig bei unseren Spielen dabei und machen richtig Stimmung. Zuletzt gegen Marseille haben wir vor 3500 Zuschauern gespielt und die Stimmung ĂŒber 90 Minuten war großartig." In der Bundesliga liegt der Besucherschnitt allerdings immer noch bei knapp unter 1000 Fans.

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