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Spanien-Boss Rubiales im Kreuzfeuer: "Verabscheuungswürdiges Verhalten"


Spanische Öffentlichkeit attackiert Spanien-Boss Rubiales scharf

Von dpa, t-online
25.08.2023Lesedauer: 2 Min.
Luis Rubiales: Er weigert sich, zurückzutreten.Vergrößern des BildesLuis Rubiales: Er weigert sich, zurückzutreten. (Quelle: IMAGO/PABLO MORENO)
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Luis Rubiales weigert sich nach dem Kuss-Eklat beim WM-Finale zurückzutreten. Die Reaktionen sind deutlich. Auch eine Spielerin äußert sich.

Spanische Politiker und Vertreter des Fußballs haben am Freitag mit heftiger Kritik auf die Weigerung von Verbandschef Luis Rubiales reagiert, im Kuss-Skandal zurückzutreten. Als erste Spielerin reagierte Superstar und Weltfußballerin Alexia Putellas auf der Plattform X (ehemals Twitter). Sie schrieb: "Das ist inakzeptabel. Es ist vorbei. Ich bin mit dir Jenni Hermoso." Auch die spanische Torwartlegende Iker Casillas schrieb: "Peinlichkeit." und legte nach: "Wir hätten diese 5 Tage damit verbringen müssen, über unsere Mädchen zu sprechen! Über die Freude, die sie uns allen bereitet haben! Über die Freude über einen Titel, den wir im Frauenfußball nicht hatten, aber...".

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"Herr Rubiales weiß immer noch nicht, wo er ist und was er getan hat. Er ist nicht auf der Höhe der Zeit. Er muss sofort zurücktreten und uns weitere Peinlichkeiten ersparen", schrieb die geschäftsführende Vize-Regierungschefin Yolanda Díaz.

Rubiales hatte am vergangenen Sonntag bei der Siegerehrung der spanischen Fußball-Weltmeisterinnen in Australien die Spielerin Jennifer Hermoso ungefragt auf den Mund geküsst. Anschließend hatte es scharfe Kritik und Empörung gegeben, der Weltverband Fifa hat ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Bei einer Krisensitzung des spanischen Fußballverbandes RFEF am Freitag in Madrid hatte er sich als Opfer einer "Hetzjagd" dargestellt und einen Rücktritt vehement abgelehnt.

Der Leiter der obersten spanischen Sportbehörde CSD, Víctor Francos, kündigte an, seine Institution werden nun gegen Rubiales vorgehen. "Wir werden handeln, wir haben alle Mechanismen aktiviert, um die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen", schrieb er ebenfalls auf X.

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Allerdings ließ Francos offen, welche Maßnahmen das sein könnten. Der amtierende Regierungschef Pedro Sánchez hatte das Verhalten von Rubiales schon vor Tagen zwar als "inakzeptabel" bezeichnet, zugleich aber eingeräumt, dass die Regierung keinen direkten Einfluss auf den RFEF habe. Ob Rubiales noch Präsident des spanischen Fußball-Verbandes bleiben dürfe, sei nicht seine Sache, betonte Sánchez. Der Verband werde nicht von der Regierung kontrolliert.

 
 
 
 
 
 
 

Forderung nach "unverzüglichen Disziplinarmaßnahmen"

Besonders hart ging der Chef der Liga, Javier Tebas, mit Rubiales ins Gericht. "Beleidigungen, Angeberei, Erpressung, Drohungen, Spionage und Verfolgung, betrügerische Nutzung von Verbandsorganen, wir leiden unter vielem und haben vieles angeprangert. Die Liste der Frauen und Männer, die in diesen Jahren von Luis Rubiales geschädigt wurden, ist zu lang und das muss aufhören", schrieb Tebas auf X. "Es ist unmöglich, sein frauenfeindliches und verabscheuungswürdiges Verhalten einer absurden Verschwörung zuzuschreiben, wenn der Rufschaden für den gesamten spanischen Fußball bereits unvermeidlich ist", fügte Tebas hinzu.

Die Spielergewerkschaft Fifpro forderte ebenfalls "unverzügliche Disziplinarmaßnahmen" gegen Rubiales und begrüßte das Disziplinarverfahren der Fifa. Darüber hinaus schrieb die Spielergewerkschaft die europäische Fußball-Union an, auch gegen den Uefa-Vizepräsidenten zu ermitteln.

Verwendete Quellen
  • Mit Material der Nachrichtenagentur dpa
  • twitter.com: Profil @alexiaputellas
  • twitter.com: Profil @IkerCasillas
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